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Die oberfränkische Delegation auf der AMK Demonstration

Bauernverband setzt klares Zeichen bei der AMK in Würzburg

BBV fordert Entlastungen, fairen Wettbewerb und starke Agrarpolitik

24.09.2026 | Rund 500 Bäuerinnen und Bauern haben anlässlich der Agrarministerkonferenz (AMK) am vergangenen Donnerstag ein deutliches Zeichen in Würzburg gesetzt.

Wer aus der Politik an der Kundgebung teilnahm

Bei der Kundgebung des Bauernverbandes waren Landwirtschaftsministerin Michaela Kaniber als Vorsitzende der Agrarministerkonferenz, die neue baden-württembergische Landwirtschaftsministerin Marion Gentges und der sächsische Landwirtschaftsminister Georg-Ludwig von Breitenbuch dabei.

Darum ging’s

Auf der Bühne und beim Demo-Zug standen die zentralen Anliegen der bayerischen Bauernfamilien im Mittelpunkt: Kosten müssen runter, wirtschaftliche Erzeugung muss möglich bleiben und die Gemeinsame Agrarpolitik (GAP) muss über 2027 hinaus stark aufgestellt werden. 

Bauernpräsident Günther Felßner richtete deutliche Worte an die Agrarministerinnen und Agrarminister bei ihrer Herbsttagung:

  • Hinter den steigenden Kosten, Bürokratie und fehlender Planungssicherheit stehen Menschen, Familien und Betriebe. Sie alle wollen wissen, ob sie morgen noch eine Perspektive haben. 
  • Die Landwirtschaft hängt am seidenen Faden. Aber nicht nur die Landwirtschaft. Am Schluss geht es um die Zukunft unseres Landes und Europas, um Sicherheit und Wohlstand. Und wenn die Landwirtschaft leidet, sind auch alle anderen Bereiche betroffen. Deswegen brauchen wir heute auf dieser Agrarministerkonferenz Beschlüsse für die Zukunft der Landwirtschaft in Bayern, in Deutschland und in Europa.
  • Angesichts hoher Energie- und Betriebsmittelkosten, schwieriger Märkte sowie den Folgen von Hitze und Trockenheit brauchen die Betriebe jetzt konkrete Entlastungen. Die Dieselkosten müssen gesenkt werden - und zwar jetzt.
  • Der Bauernverband fordert unter anderem die vollständige Agrardieselentlastung von 21,48 Cent je Liter für den Verbrauch 2025, weitere Entlastungen bei den Energiekosten sowie 500 Millionen Euro Bundeszuschuss zur Landwirtschaftlichen Unfallversicherung.
  • Zugleich richtet sich der Blick nach Brüssel: Für die GAP 2028 bis 2034 fordert der BBV mindestens 500 Milliarden Euro EU-Agrarmittel, eine hohe Einkommenswirksamkeit, weniger Bürokratie und eine starke erste und zweite Säule.

Auch bei Handelsabkommen, Düngerecht, Tierhaltung, Pflanzenschutz, Naturwiederherstellungsverordnung und erneuerbaren Energien braucht es aus Sicht des Verbandes verlässliche und praxistaugliche Rahmenbedingungen. Die Botschaft aus Würzburg: Landwirtschaft braucht Perspektive: weniger Belastungen, faire Wettbewerbsbedingungen und eine starke Agrarpolitik.

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© Franz Spindler Demonstrierende vor der BBV-Hauptbühne
Demonstrierende vor der BBV-Hauptbühne