© BBV
Ein besonderer Höhepunkt des Kreiserntedankfestes war der Gabengang der Kinder. Anschließend nahmen sie rund um die liebevoll arrangierten Erntegaben am Altar Platz.

Erntedank am Kreuzberg

Früchte der Erde und Nachwuchs im Mittelpunkt

07.10.2026 | BBV-Kreisverband Forchheim feiert Kreiserntedankfest mit ökumenischem Gottesdienst am Kreuzberg

Mit einem feierlichen ökumenischen Gottesdienst hat der BBV-Kreisverband Forchheim auf dem Kreuzberg bei Hallerndorf sein diesjähriges Kreiserntedankfest gefeiert. Ein besonderer Höhepunkt war der Gabengang der Kinder, die die Erntegaben zum Altar trugen. Liebevoll geschmückte Altäre, der Landfrauenchor sowie landwirtschaftliche Maschinen vor der Kirche machten Erntedank in seiner ganzen Vielfalt sichtbar.

Dankbar für das, was gewachsen ist
Zahlreiche Besucherinnen und Besucher kamen am Erntedank-Sonntag auf dem Kreuzberg bei Hallerndorf zusammen, um am Nachmittag gemeinsam das Kreiserntedankfest zu feiern.
Im Mittelpunkt stand der ökumenische Festgottesdienst mit Pfarrer Matthias Steffel und Pfarrer Ulrich Bahr. Für die musikalische Umrahmung sorgte der Landfrauenchor. Erntedank bedeutet für die Landwirtschaft weit mehr als den Abschluss der Erntezeit. Es ist ein Moment des Innehaltens und der Dankbarkeit für das, was auf Feldern und Wiesen, in Gärten und Ställen gewachsen und entstanden ist. Gleichzeitig erinnert das Fest daran, dass eine gute Ernte trotz moderner Technik, Fachwissen und großem persönlichen Einsatz niemals selbstverständlich ist – gerade in einem extremen Hitze- und Dürrejahr wie heuer!

Kinder bringen die Erntegaben zum Altar
Ein besonderer Akzent wurde in diesem Jahr mit einem Gabengang der Kinder gesetzt. Sie trugen unterschiedliche Erntegaben nach vorne und legten sie am Altar nieder.
So wurde auf besonders anschauliche Weise sichtbar, was Erntedank bedeutet: Hinter Brot, Kartoffeln, Obst, Gemüse und vielen weiteren Lebensmitteln stehen die Natur, die Arbeit der Menschen und zahlreiche Arbeitsschritte vom Feld bis auf den Teller.
Nachdem die Kinder ihre Gaben zum Altar gebracht hatten, nahmen sie rund um die reich geschmückten Erntegaben Platz. Damit bot sich ein schönes und durchaus symbolisches Bild: Die Früchte der Erde und unsere „Früchtchen“ waren gemeinsam im Mittelpunkt des Gottesdienstes.
Gerade die Beteiligung der Kinder machte deutlich, dass der Erntedankgedanke auch an die nächste Generation weitergegeben werden soll. Denn Wertschätzung für Lebensmittel beginnt dort, wo sichtbar wird, woher sie kommen und wie viel Arbeit in ihrer Erzeugung steckt.

Ein Altarraum voller Vielfalt
Mit viel Liebe und Engagement wurde im Vorfeld die Kirche für den Gottesdienst von den örtlichen Landfrauen und Kreisbäuerin Christine Werner geschmückt worden. Blumen, Äpfel, Zwetschgen, Kürbisse, Mais, Getreide, Hopfen und weitere Erntegaben zeigten eindrucksvoll die Vielfalt, die Landwirtschaft und Kulturlandschaft in unserem Landkreis hervorbringen.
Dabei standen nicht einzelne Produkte im Vordergrund, sondern das gemeinsame Zeichen des Dankes für das, was die Natur im Laufe eines Jahres hervorgebracht hat.

Landwirtschaft auch vor der Kirche sichtbar
Auch außerhalb der Kirche wurde die Verbindung zur praktischen Landwirtschaft hergestellt. Ein Traktor mit Pflug und ein Feldhäcksler eines örtlichen Lohnunternehmers standen auf der Grünfläche vor der Kirche sinnbildlich für die Arbeit, die hinter den Erntegaben am Altar steckt.
Die Maschinen machten deutlich, dass zwischen dem Wachsen einer Kultur auf dem Feld und dem fertigen Lebensmittel viele Arbeitsschritte liegen. Moderne Technik gehört zwar zur heutigen modernen Landwirtschaft, doch ist sie noch lange kein Garant für eine erfolgreiche Ernte. Gepaart mit Regen und Sonne im Wechsel und zur rechten Zeit sowie die Erfahrung und der tägliche Einsatz der bäuerlichen Familien sorgen für eine gute Ernte.
Für den BBV-Kreisverband Forchheim war es wichtig, diese Verbindung beim Kreiserntedankfest sichtbar zu machen: Erntedank ist Dank für die Natur – aber zugleich auch Wertschätzung für die Menschen, die unsere Lebensmittel erzeugen.

Gemeinschaft am Kreuzberg
Mit dem Kreuzberg bei Hallerndorf hatte der Kreisverband auch in diesem Jahr einen ganz besonderen Ort für das Kreiserntedankfest gewählt. Kirche, Landschaft, Landwirtschaft und die traditionsreichen Keller bilden hier einen Rahmen, der Heimat, Gemeinschaft und bäuerliche Kultur miteinander verbindet. Die Vorstandschaft des BBV-Kreisverbandes Forchheim machte damit eindrucksvoll deutlich: Erntedank ist Tradition – vor allem aber ein lebendiges Zeichen von Dankbarkeit, Wertschätzung und Gemeinschaft.

Nach dem Gottesdienst nutzten viele Besucher die Gelegenheit zur Einkehr auf den Kreuzbergkellern und zum persönlichen Austausch.

 

© BBV Kirchenaltar Erntegaben
Mit Blumen, Getreide, Hopfen, Kürbissen und weiteren Gaben wurde der Altar zum Kreiserntedankfest liebevoll von den örtlichen Landfrauen geschmückt.
© BBV Äpfel, Mais und Ernteschmuck
Äpfel, Mais, Getreide und viele weitere Früchte machten die Vielfalt der heimischen Ernte im Kirchenraum sichtbar. Am Ende gab es für jeden Gottesdienst einen geweihten Apfel auf die Hand.
© BBV Traktor vor Kirche
Auch vor der Kirche wurde Landwirtschaft sichtbar: Traktor und Feldhäcksler standen symbolisch für die Arbeit, die hinter den Erntegaben und unseren Lebensmitteln steckt.