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Der Bauernverband präsentiert sich mit einem Messestand auf der BIOFACH Messe in Nürnberg
© BBV

10.-13. Februar 2026: BBV auf der Biofach in Nürnberg

Bayerischer Bauernverband zum Messestart: Heimisches Öko braucht Bio-Booster – jetzt!

11.02.2026 | Auch heuer ist der Bayerische Bauernverband (BBV) wieder auf der Biofach in Nürnberg, der weltgrößten Fachmesse der Biobranche, vertreten: Ehrenamtliche aus dem BBV-Landesfachausschuss Ökologischer Landbau sowie Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus dem Ökobereich informieren über Angebote und Leistungen des Verbands für seine rund 7.700 Öko-Mitglieder sowie zu aktuellen Themen aus dem Verband.

Biofach in Nürnberg: Kommen Sie vorbei – wir freuen uns auf Sie!
Messedauer: 10. bis 13. Februar 2026
BBV-Stand: Halle 6, Stand Nr. 351
Weitere Besucherinfos: www.Biofach.de/de-de

 

Nachfrage und Erzeugung klaffen auseinander

Die Nachfrage nach Bio-Lebensmitteln steigt. Doch wie können heimische Bio-Erzeugerinnen und Erzeuger davon tatsächlich profitieren? Diese Frage stellt der BBV in seiner Pressemitteilung zum Messestart.

Positiv ist: Zwar wächst der Markt für Bio-Lebensmittel kontinuierlich: Im Jahr 2025 wurden über 18 Milliarden Euro umgesetzt – ein neues Allzeithoch. Diese Entwicklung ist nicht allein auf Preissteigerungen zurückzuführen. Bio-Lebensmittel haben sich in den vergangenen Jahren unterdurchschnittlich verteuert, die abgesetzte Menge ist real gestiegen. „Dennoch lässt sich aus der positiven Umsatzentwicklung nicht automatisch auf eine rundherum positive Situation des heimischen Bio-Sektors schließen“, sagt BBV-Präsident Günther Felßner.

Kaum Umstellungen und über 300 Ausstiege: Was sind die Ursachen?

  • In den vergangenen rund vier Jahren haben nur wenige Betriebe neu auf ökologische Bewirtschaftung umgestellt. 
     
  • Gleichzeitig sind 2025 allein in Bayern über 300 Betriebe vor allem infolge der verschärften Pflicht zur Weidehaltung aller Tiergruppen aus dem Ökolandbau ausgestiegen.
     
  • Marktwachstum findet vor allem im Discountbereich und bei Handelsmarken im Preiseinstiegssegment statt. 
     
  • Hinzu kommen äußerst kritische Verbraucherpreissenkungen im Lebensmitteleinzelhandel und kostengünstig erzeugte Importrohstoffe, die Erzeugerpreise heimischer Bio-Ware nach unten zu ziehen drohen. 
     
  • In der Außer-Haus-Verpflegung tut sich regionales Bio bislang schwer, Fuß zu fassen, da hier die Herkunft der Produkte häufig nur eine untergeordnete Rolle spielt.
     
  • Zudem blockieren regulatorische Vorgaben des EU-Ökorechts viele Betriebe. Dazu zählen unter anderem die schon genannten Verschärfungen bei der Pflicht zur Weidehaltung, der drohende Rückbau bestehender Auslaufüberdachungen von Schweine- und Rinderställen sowie die fehlende rechtssichere Anerkennung innovativer Stallsysteme mit ineinander übergehenden Innen- und Außenbereichen. 

 

Dringend nötig: Praktikables Ökorecht, Planungssicherheit und ein Bekenntnis zu heimischem Bio

„Die bayerischen Bio-Betriebe – und auch die, die es gerne werden würden – brauchen jetzt einen echten 'Öko-Booster': Ein klares Bekenntnis von Herstellern, Handel und Verbrauchern zu heimischem Bio, den Abbau unnötiger regulatorischer Fußfesseln sowie politische Verlässlichkeit und Planungssicherheit für die Betriebe“, fordert Felßner.