Land & Verband

© Stefanie Hüttinger
Familie Hüttinger aus Rapperszell
Gewinner in der Kategorie Betriebsentwicklung beim Wettbewerb Agrar-Familie 2021 ist Familie Hüttinger aus dem oberbayerischen Rapperszell.

Die Sieger im Wettbewerb „Agrar-Familie 2021“ stehen fest

Ausgezeichnete Konzepte

20.07.2021 |

„Mit starken Betriebskonzepten beweisen die Bauernfamilien gerade in herausfordernden Zeiten, wie wichtig regionale Landwirtschaft ist“, sagt Bauernpräsident Walter Heidl.

Bei dem alle zwei Jahre stattfindenden Wettbewerb „Agrar-Familie“ werden pfiffige und zukunftsstarke Familienprojekte gesucht, die eine beispielhafte Betriebsentwicklung zeigen,  die das Leben im Dorf mitgestalten oder das Bild der Landwirtschaft in der Gesellschaft verbessern.

Über den ersten Platz in der Kategorie Betriebsentwicklung / Betriebskonzepte kann sich die Familie Bernhard und Alexandra Hüttinger aus Rapperszell im oberbayerischen Landkreis Eichstätt freuen. Vom Ackerbaubetrieb mit Milchviehhaltung zu einem erfolgreichen Geflügelhof mit Direktvermarktung - unter dem Motto „Stillstand ist Rückstand“ entwickelten die zwei Familien, Jung und Alt, ihr „Geflügelparadies im Altmühltal“ kontinuierlich weiter, von der nachhaltigen Haltung der Tiere, über die gemeinsame Vermarktung des Geflügels und der Eier bis hin zum Angebot von Convenience-Produkten. Mit ihrem Betriebskonzept, basierend auf Nachhaltigkeit, Saisonalität und Regionalität konnte sich Familie Hüttinger auf dem Buxlhof einen treuen und wachsenden Kundenstamm aufbauen.

 

 

© dlv
Agrar-Familie Gewinner Familie Schmid vom Gut Grasleiten
Preisverleihung Agrar-Familie 2021 auf dem Betrieb der Familie Alois Schmid in Grasleiten: Sepp Kellerer von Bayerischen Landwirtschaftlichen Wochenblatt, Familie Schmid mit Kindern, Kreisobmann Wolfgang Scholz und Kreisbäuerin Christine Sulzenbacher.

Über den Titel „Agrar-Familie 2021“ im Bereich Öffentlichkeitsarbeit darf sich Familie Alois Schmid aus Huglfing im Landkreis Weilheim-Schongau freuen. Ihr Gut Grasleiten ist ein Ferien- und Erlebnisbauernhof mit Bauernhofkindergarten. Beeindruckt hat die Jury, wie konsequent die Familie die günstigen Voraussetzungen ihres Grünlandbetriebes – die Lage in einer der schönsten Urlaubsgegenden im bayerischen Alpenvorland mit unberührter Natur, inmitten von Wiesen und Weiden – für landwirtschaftliche Öffentlichkeitsarbeit nutzt.

Mit dem zentralen, touristischen Standbein „Urlaub auf dem Bauernhof“ hat sich der Betrieb  immer stärker in Richtung Kinderparadies auf Gut Grasleiten angepasst. Als Erlebnisbauer und Waldpädagoge bietet Landwirt Alois Schmid Familien und Kindern unmittelbare Eindrücke von Land- und Forstwirtschaft. Mit ihrem neuen Projekt, dem Bauernhofkindergarten, begeistert Familie Schmid die Jüngsten mit Naturerlebnissen und zeigt den Kindern ein realistisches und positives Bild der Land- und Forstwirtschaft.

 

 

© BBV
Preisübergabe Weber fünf
Preisverleihung: von links Gerhard Stadler (BBV-Bezirkspräsident), Hermann Etzel (BBV-Kreisobmann), Cilly Moser, Ludwig Reil (Direktvermarkter), Regina Westenthanner (Heimatunternehmen Niederbayern), Sepp Kellerer (Landwirtschafltiches Wochenblatt), Elisabeth Schreiner (Betriebsleiterin), Paula Hochholzer (BBV-Kreisbäuerin), Irene Waas (BBV-Bezirksbäuerin)

Für ihr kreatives Betriebskonzept im Bereich Soziales Engagement wird Elisabeth Schreiner aus Falkenberg im niederbayerischen Landkreis Rottal-Inn ausgezeichnet.

„Weber-Fünf – Den bäuerlichen Familienbetrieb mit sozialer Landwirtschaft enkeltauglich machen“ – lautet ihr Erfolgsprojekt „Weber fünf“ – das sind die Eltern von Elisabeth Schreiner sowie ihr Mann und Sohn. Die Familie zeigt eindrucksvoll, wie es gelingen kann, einen nicht mehr rentablen Betriebszweig aufzugeben und den Hof trotzdem zu erhalten, um ihn erfolgreich in einen modernen Begegnungs- und Erlebnisbauernhof umzuwandeln. Mit dem Konzept der Betreuung von Menschen und der Zucht von Alpakas schafft „Weber Fünf“ für Kinder- und Schulgruppen, für Senioren und Menschen mit erhöhtem Betreuungsbedarf lebensnahe, einmalige Erlebnisse. Ihr Hort für soziale Landwirtschaft bietet vielen Menschen neue Perspektiven, nicht zuletzt gerade auch den Familienmitgliedern. Alle sind eingebunden und bringen ihre Träume und Vorstellungen bei der Weiterentwicklung des Projektes ein, sei es bei den Planungen von Ferienwohnungen, beim Bau eines größeren Stalles oder bei der Erweiterung des Kundenstammes im Hofladen.

 

© Familie Hückl
Familie Hückl aus Fladungen
Der Jungunternehmer-Preis geht an Familie Hückl aus dem Landkreis Rhön-Grabfeld

Den Jungunternehmer-Preis im Wettbewerb „Agrar-Familie 2021“ hat Christian Hückl aus Fladungen im unterfränkischen Landkreis Rhön-Grabfeld
für sein Projekt „Vollautomatisierte Abläufe – Neubau eines Bullenmaststalles mit automatisierter Einstreuanlage und Fütterungsroboter“ gewonnen. Damit zeigt Christian Hückl, wie er gemeinsam mit seinem Vater die betriebliche Organisation auf vollautomatisierte Arbeitsprozesse und auf vorbildliche Kreislaufwirtschaft ausgerichtet hat. Denn das, was auf seinen Flächen wächst, wird im Betrieb weiterverarbeitet, vom Futter für die Bullen und Färsen bis zur Wärme für die Ferienwohnungen und den Hofladen durch die hofeigene Biogaserzeugung. Die vollautomatisierten Abläufe bieten der Familie und den Mitarbeitern mehr Freiräume und damit auch die Grundlage, die weiteren Standbeine Direktvermarkung und Ferienwohnungen noch stärker auszubauen.

 

Alle zwei Jahre veranstaltet der Bayerische Bauernverband gemeinsam mit dem Bayerischen Landwirtschaftlichen Wochenblatt und dem Bayerischen Rundfunk den Wettbewerb „Agrar-Familie“. Bewerben können sich engagierte Bauernfamilien, die generationenübergreifend mit zukunftsstarken Betriebskonzepten ihren Weg gehen und dabei zeigen, wie sie ihre Heimat, ihr dörfliches Lebensumfeld mitgestalten oder wie sie ihre Leistungen den Verbrauchern nahebringen.

Das Mitmachen hat sich gelohnt: In diesem Jahr hat der BBV Preise im Gesamtwert von 10.000 Euro zur Verfügung gestellt.

 

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