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Pflanzenschutz Ausbringung

Das müssen Sie jetzt wissen

Investitionsprogramm: Registrierung für zweite Runde bis 21. April

14.04.2021 |

Wichtig: Jetzt registieren und dann „Interessenbekundung“ abgeben!

Am Förderprogramm interessierte Landwirte oder auch Gemeinschaften müssen sich - wenn sie nicht ohnehin schon registiert sind - jetzt auf der Website der Landwirtschaftlichen Rentenbank registrieren. Sollten Sie noch nicht registriert sein, machen Sie bitte jetzt davon Gebrauch! Alle bisherigen Registrierungen bleiben gültig. Eine nochmalige Registrierung ist nicht erforderlich. Die Registrierung für das nun angepasste Vorgehen ist bis 21. April, 18 Uhr möglich. Bis dahin können sich interessierte Betriebe auf dem  Onlineportal der Rentenbank registireren. Danach erhalten alle eine E-Mail, um beim "Interessenbekundungsverfahren" teilnehmen zu können. Erst nach der dann bis 30. April, 23:59 Uhr laufenden Interessenbekundung, wird sich ein schrittweises Voregehn zur Antragstellung anschließen.

Wie vom Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) mitgeteilt, wird dem Antragsverfahren eine Interessenbekundung voran gestellt. Registrierte Landwirte oder auch Gemeinschaften werden von der Rentenbank per E-Mail angeschrieben und zur Interessenbekundung eingeladen. Dabei wird die E-Mail-Adresse genutzt, die bei der Registierung hinterlegt wurde.

Weitere Infos vor allem zum neuen Vorgehen und den dabei zu beachtenden Terminen unten oder auf der Website der Landwirtschaftlichen Rentenbank.

 

    Neues, optimiertes Vorgehen


    Das BMEL hat das Vorgehen bei der Beantragung des Investitionsprogramms aus den zurückliegenden Erfahrungen angepasst. Nun ist ein "Interessenbekundungsverfahren" der eigentlichen Antragsstellung vorgeschalten. Damit sollen auch die verfügbaren Gelder in jedem der vier Programmjahre besser zugeordnet und eine schrittweise Antragstellung für die Interessierten ermöglicht werden. Zudem hat das BMEL die Förderrichtlinie aktualisiert und es wurden auch die Fördermöglichkeiten abgerundet.

     

    Neues Verfahren und die Schritte

    1. Registrierung auf dem Online-Portal der Landwirtschaftlichen Rentenbank (LR) bis 21. April 2021, 18:00 Uhr. Bereits erfolgte Registrierungen gelten weiter. Gemeinschaften (GbR), die am Programm teilnehmen wollen und die neu oder noch keine 2 Jahre bestehen, müssen sich als Gemeinschaft registrieren.
    2. E-Mail von LR am 23. April 2021 an alle registrierten Interessenten und Einladung zum „Interessenbekundungsverfahren“
    3. Interessenbekundungen seitens Landwirtschaftsbetrieb oder Gemeinschaft müssen bis 30. April 2021, 23:59 Uhr bei LR eingegangen sein und werden in einem Reihungsverfahren je Förderbereich gereiht (Zeitpunkt des Eingangs der Interessenbekundung spielt keine Rolle)
    4. Reihung der Interessenbekundungen für das Jahr 2021
    5. Schrittweise nach der Reihe erfolgt ab voraussichtlich 6. Mai 2021 Aufforderung, dass Betrieb oder Gemeinschaft den eigentlichen Zuschussantrag innerhalb von 30 Tagen einreichen soll
    6. Antragsstellung über das Online-Portal der LR und die Einreichung von Zuschussantrag und Darlehensantrag gemeinsam über die Hausbank.

     

    Registrierung bis 21. April wichtig

    Die Online-Registrierung sollte – sofern noch nicht geschehen – bereits bis zum 21. April, 18:00 Uhr erfolgen, um die einzelnen Verfahrensschritte zeitlich zu entzerren. Alle Registrierungen, die bereits erfolgt sind, bleiben weiterhin gültig, eine nochmalige Registrierung ist daher nicht nötig. Durch die Registrierung ist eine eindeutige Identifizierung gewährleistet, sodass Mehrfachanmeldungen verhindert werden.

    Alle Registrierten erhalten von der LR am 23. April ein Anschreiben per E-Mail mit der Einladung zur Teilnahme am "Interessenbekundungsverfahren". Im Rahmen dieses Verfahrens teilen die an der Förderung interessierten Landwirte mit, dass sie an der kommenden und auch einer zukünftigen Antragsrunde (Termine werden noch bekannt gegeben) teilnehmen möchten. Das „Interessenbekundungsverfahren“ wird eine Woche bis zum 30. April, 23:59 Uhr geöffnet sein, sodass auch hier Zeitdruck wegfällt.

    Beim „Interessenbekundungsverfahren" wird abgefragt,

    • in welchem Förderbereich eine Investition geplant ist:
      • Maschinenbeschaffung,
      • Bau von Lagern für Wirtschaftsdünger oder
      • Beschaffung von Separierungsanlagen.
    • das gewünschte Jahr der Förderung sowie
    • eine unverbindliche, ungefähre Preisangabe

    Anschließend werden per Zufallsverfahren alle eingegangenen Interessenbekundungen in eine Reihenfolge gebracht.

    Anhand dieser Reihung werden die Landwirte sukzessive per Mail oder Schreiben aufgefordert innerhalb von 30 Tagen einen Zuschussantrag auf dem Online-Portal der Rentenbank zu stellen. Zugleich wendet sich die Hausbank des antragstellenden Landwirts ebenso an die LR, um das Antragsverfahren zu vervollständigen.

    Zunächst werden die „Interessenbekundungen“ für die Jahre 2021 und 2022 bearbeitet werden. Zudem sind in den vier Jahren Programmlaufzeit vom BMEL weitere Zeiträume geplant, in denen „Interessenbekundungen“ abgegeben werden können.

    Laden Sie hier den Kompaktüberblick herunter (Stand 14.04.2021)


    Warum wurde das Verfahren angepasst?

    • So soll die Gleichbehandlung aller Landwirte, die eine Förderung erhalten möchten, gewährleistet werden.
    • Es besteht ausreichend Zeit sich zu registrieren, das Interesse zu bekunden, den Antrag einzureichen und die notwendigen Unterlagen zu beschaffen.
    • Damit kann der Aufwand für alle Beteiligten verringert werden.
    • Die Laufzeit des Programmes ermöglicht eine Förderung von 2021 bis 2024. Durch die „Interessenbekundungen“ können die vorgesehenen Haushaltsmittel mit rund 200 Mio. Euro/Jahr über die gesamte Laufzeit des Programmes noch sachgerechter eingesetzt werden.
    • Die Landwirte erfahren rechtzeitig, wann das neue Verfahren startet.


    Welche Änderungen sind bei den Förderbedingungen vorgesehen?

    • Gemeinschaften: Um die Möglichkeit der gemeinschaftlichen Maschinennutzung zu erleichtern, können künftig auch neu gegründete GbRs gefördert werden.
    • Das maximal in den Jahren 2021 bis 2024 förderfähige Investitionsvolumen wird auf
    • 1 Million Euro je Zuwendungsempfänger begrenzt, sprich maximal bis zu 400.000 Euro Förderzuschüsse.
    • Für Landwirte wird die Förderung je Investitionsvorhaben auf eine Zuschusshöhe von 250.000 Euro pro Unternehmen und Investitionsvorhaben begrenzt.
    • Damit wird die Voraussetzung geschaffen, dass möglichst viele einzelne Anträge gestellt werden können

     

    Was ist neu förderfähig?

    • moderne Pflanzenschutzgeräte mit maximal 18 m Arbeitsbreite und max. 1800 Liter Behältergröße.
    • Nachrüstung mit GPS-Grundausstattung auch für die Ausbringung von Pflanzenschutzmitteln und bei der mechanischen Unkrautbekämpfung.
    • spezielle Pflanzenschutzgeräte für Sonderkulturbetriebe
    • Bei Maschinen zur Gülleseparierung entfällt die Begrenzung auf bestimmte Techniken.So soll die Gleichbehandlung aller Landwirte, die eine Förderung erhalten möchten, gewährleistet werden.

    Es ist zu empfehlen, den fortlaufend aktualisierten Fragen-Antworten-Katalog (FAQ) der LR zu nutzen.

     
    Erweiterte Positivliste:

    Förderfähig sind Investitionen in umwelt- und ressourcenschonende Technik, beispielsweise Maschinen und Geräte der Außenwirtschaft zur exakten Wirtschaftsdünger- und Pflanzenschutzmittelausbringung und zur mechanischen Unkrautbekämpfung sowie bauliche Anlagen zur emissionsarmen Lagerung von Wirtschaftsdüngern und Anlagen zur Gülleseparation gemäß der fortlaufend aktualisierbaren Positivliste des BMEL. Hersteller von Maschinen, Geräten und Wirtschaftsdüngerlagern müssen sich ans BMEL wenden, wenn sie mit ihren Produkten auf die Positivliste wollen.

    Achtung, Vorsicht vor betrügerischen E-Mails!

     

    Derzeit werden betrügerische E-Mails im Rahmen der durch die Landwirtschaftlichen Rentenbank durchgeführten Bundesprogramme versendet. Diese E-Mails täuschen als Absender die Rentenbank vor. Die Absender verlangen vom Empfänger, Angaben zu Krediten sowie persönliche Daten preiszugeben.

    Bitte achten Sie daher insbesondere auf die Adresse des Absenders, die gewählte Ansprache und darauf, ob der Anfragegrund plausibel ist. Der Austausch von Unterlagen erfolgt bei den Bundesprogrammen ausschließlich über das Förderportal. Die von der Rentenbank verwendete E-Mail-Adresse lautet bundesprogramme@rentenbank.de. Auskünfte zu Kreditanträgen werden von der Rentenbank nicht per E-Mail abgefragt. 

    Haben Sie Zweifel an der Echtheit einer Nachricht, treten Sie bitte telefonisch mit der Landwirtschaftlichen Rentenbank in Kontakt. Antworten Sie nicht auf E-Mails oder klicken Sie nicht auf Links, bei denen Sie Zweifel haben.

     

    Aktueller Stand zu den, im Januar 2021 gestellten Anträgen:

     

    • Maschinenförderung: Von den rund 3.600 Anträgen sind über 2.800 bereits bewilligt. Diese Landwirte können bereits investieren. Rund 700 weitere Anträge sind bereits soweit geprüft und bearbeitet, dass auch diese in den nächsten Wochen bewilligt werden.
       
    • Lagerstätten für Wirtschaftsdünger: Die mehr als 500 Anträgen für die Erweiterung von z.B. Güllelagern samt umfangreicher Unterlagen sind in der Prüfung bereits zu einem Drittel sehr weit fortgeschritten. Die Bewilligungen folgen jeweils mit Abschluss der Prüfungen. Wichtig bleibt: rechtzeitig vor der Antragsstellung eine Baugenehmigung nach den Förderkriterien rechtzeitig einzuholen, da dafür eine längere Vorlaufzeit einzuplanen ist.
       
    • NEU - Lieferfristen: Aufgrund der Lieferengpässe der Landmaschinenhersteller in diesem Jahr wird die bisherige Lieferfrist für Maschinen und Geräte der Außenwirtschaft um vier Wochen verlängert: vom 31. Oktober auf den 1. Dezember 2021.
      Sollten im Einzelfall noch längere Lieferfristen über 1. Dezember nötig sein und von Händlern bzw. Herstellern verbindlich zugesagt werden, so sollten Landwirte umgehend mit der Landwirtschaftlichen Rentenbank Kontakt aufnehmen, um das individuell zu klären.

       

    Beim „Investitionsprogramm Landwirtschaft“ haben der Bayerische und der Deutsche Bauernverband aufgrund des überzeichneten Starts bei der ersten Antragsmöglichkeit in 2021 für den Bereich „Maschinen und Geräte“ verlangt, dass schneller zusätzliche Mittel für die Anschaffung von Zukunftstechnologien bereitgestellt werden.

    DBV-Präsident Rukwied hatte den Unmut wegen des chaotischen Starts gegenüber der Bundespolitik verdeutlicht. Die Forderung: Das Bundeslandwirtschaftsministerium muss die Konsequenzen ziehen, die Probleme abstellen, die nächsten Termine besser vorbereiten sowie früher als geplant weitere Anträge ermöglichen und dafür die nötigen Fördergelder bereitstellen bzw. vorziehen.

    Für das bis 2024 laufende Investitionsprogramm Landwirtschaft sind haushaltsrechtlich bereits folgende Zuschussmittel eingeplant: 2017 Mio. Euro für 2021, in den Jahren 2022 und 2023 jeweils rund 228 Mio. Euro/Jahr sowie in 2024 weitere 153 Mio. Euro.

    Durch diese Gelder sollen mindestens zwei Milliarden Euro an Investitionen in Zukunftstechnologien gefördert werden.
     

    Investitionsprogramm Landwirtschaft: Die Rentenbank erklärt, wie es funktioniert

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