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Hauswirtschaft

Welthauswirtschaftstag: Familien brauchen Unterstützung

Landfrauen im BBV: Zuschüsse für haushaltsnahe Dienstleistungen endlich umsetzen

17.03.2022 |

„Familien kommen bei der Bewältigung ihrer täglichen Aufgaben an ihre Belastungsgrenzen. Dies wird auch zunehmend in meinem ländlich geprägten Umfeld spürbar. Besonders Frauen, die neben Kindern auch noch pflegebedürftige Angehörige betreuen und zusätzlich noch einem Beruf nachgehen, benötigen dringend finanzielle Unterstützung durch die Politik“, sagt Landesbäuerin Anneliese Göller.

Die Idee, Familien in unterschiedlichen Lebensphasen bei der Bewältigung ihrer täglichen Aufgaben zu unterstützen, ist nicht neu. Schon 2011 im „Ersten Gleichstellungsbericht“ der damaligen Bundesregierung wurde festgestellt, dass haushaltsnahe Dienstleistungen ein wichtiges Instrument seien, Familien nachhaltig durch „passgenaue und qualitativ hochwertige familienrelevante Human- und Sachdienstleistungen zu entlasten“. Dazu gehören Tätigkeiten wie einkaufen, kochen, putzen, Kinder, alte und kranke Menschen versorgen. Diese Tätigkeiten der Fürsorge und Sich-Kümmerns, auch Care-Arbeit genannt – wird zum größten Teil von Frauen erbracht.

„Wir begrüßen, dass die aktuelle Bundesregierung in ihrem Koalitionsvertrag diesen Ansatz wieder aufgegriffen hat und für das kommende Jahr ein Zulagen- und Gutscheinsystem für die Inanspruchnahme von haushaltsnahen Dienstleistungen in Aussicht stellt. Aber jetzt muss es auch konsequent umgesetzt werden“, mahnt Göller.

Studien belegen bereits, dass durch diese Zuschüsse Familien und hier vor allem Frauen entlastet und die Vereinbarkeit von Familie und Beruf verbessert werden kann, was wiederrum zu einem Rückgang der Altersarmut bei Frauen führe. Zudem stärkt dieses Zuschusssystem legale Beschäftigungsverhältnisse im Haushalt und trägt dazu bei, die hier weitverbreitete Schwarzarbeit zurückzudrängen. Mehreinnahmen bei Steuer und Sozialversicherung sind dabei weitere positive Effekte.

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