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UN-Jahr der Landwirtin 2026
© BBV

UN-Jahr der Landwirtin 2026: BBV-Zukunftskonzept soll bayerische Landwirtschaft weiblicher machen

Singer und Felßner setzen sich für bessere Rahmenbedingungen ein, damit bis 2035 ein Fünftel der Betriebsleitungen in Bayern weiblich sind

08.01.2026 | Im Rahmen einer gemeinsamen Pressekonferenz haben BBV-Präsident Günther Felßner und Landesbäuerin Christine Singer heute das Konzept der Landfrauen im Bayerischen Bauernverband zum UN-Jahr der Landwirtin 2026 vorgestellt. Ziel ist es, die bayerische Landwirtschaft deutlich weiblicher zu machen und die Zahl der weiblichen Betriebsleiterinnen bis 2035 auf 20 Prozent zu erhöhen. Damit sich innerhalb der nächsten zehn Jahre die Anzahl der Betriebsleitungen in Bayern verdoppeln, braucht es ein gemeinsames Handeln der Entscheidungsträger in unserer Gesellschaft in Politik, Wirtschaft und Medien.

Die Ausgangslage ist klar: Zwar sind 35 Prozent der Beschäftigten in der Landwirtschaft Frauen, aber nur neun Prozent der bayerischen Betriebe werden von einer Frau geführt – bundesweit sind es elf Prozent. Beim Blick auf andere EU-Länder zeigt sich, dass deutlich mehr möglich ist. Gleichzeitig steht auf fast jedem zweiten Hof in Bayern in den nächsten Jahren eine Hofübergabe an, da 43 Prozent der Betriebsleiter heute über 55 Jahre alt sind.

Das neue Konzeptpapier der Landfrauen beschreibt, wie der Weg nach vorn aussehen kann.

Singer: „Frauen können Landwirtschaft – wir zeigen, wie Zukunft gelingt“

Landesbäuerin Singer stellte das Konzept und seine Maßnahmen vor: „Junge Frauen interessieren sich immer mehr für die Ausbildung zur Landwirtin und zum Meister. Jetzt müssen wir den nächsten Schritt gehen. Wir brauchen mehr Sichtbarkeit weiblicher Vorbilder, zielgerichtete Beratungs- und Coachingangebote, finanzielle Unterstützung und verlässliche Perspektiven. 2035 soll jede fünfte Betriebsleitung in Bayern weiblich sein – das ist erreichbar, wenn wir jetzt gemeinsam handeln."

 

Das Konzept umfasst unter anderem:

  • Stärkung der landwirtschaftlichen Berufsorientierung in Schulen – mit sichtbaren weiblichen Rollenvorbildern
  • geschlechtergerechte Aus- und Fortbildungskampagnen
  • Coaching „von Landwirtin zu Landwirtin“
  • Ausbau von Beratungs-, Netzwerk- und Finanzierungsangeboten
  • Abbau bürokratischer Hürden für Betriebsübernahme und Diversifizierung
  • gesetzliche Verankerung des Mutterschutzes für Selbständige
  • verlässliche politische Rahmenbedingungen für Hofnachfolge und Investitionen

Felßner: „Rahmenbedingungen verbessern – Potenziale heben“

BBV-Präsident Felßner betonte die strategische Bedeutung des Vorhabens: „Frauen sind schon heute tragende Säulen der Landwirtschaft. Aber bei der Betriebsleitung sind sie massiv unterrepräsentiert. Das wollen wir verändern. Damit mehr Frauen Verantwortung übernehmen können, müssen Politik und Gesellschaft moderne, verlässliche Rahmenbedingungen schaffen: weniger Bürokratie, bessere Finanzierungsmöglichkeiten, Eigentumsschutz und echten Mutterschutz für Selbständige."

Weitere Infos zum UN-Jahr der Landwirtin, zu Frauen in der bayerischen Landwirtschaft sowie das gesamte Konzept unter www.bayerischerbauernverband.de/UN-Jahr-der-Landwirtin