Land & Verband

© Stefanie Büchl / StMELF
Präsentation Bäuerinnenstudie 2021
Landwirtschaftsministerin Michaela Kaniber bei der Online-Präsentation der neuen Bäuerinnenstudie zusammen mit Landesbäuerin Anneliese Göller (r.)

Die Bäuerin ist das Herz des Hofes

Neue Bäuerinnenstudie: Traumberuf mit hohen Belastungen

03.03.2021 |

Bäuerinnen in Bayern tragen zentral zur Stabilität der landwirtschaftlichen Betriebe bei. „Die Frauen sind die Schlüsselfiguren auf den Höfen. Ihre Bedeutung kann nicht hoch genug geschätzt werden. Die allermeisten Frauen lieben ihren Beruf, allerdings sind sie großen Herausforderungen und starken Belastungen ausgesetzt. Das wollen wir angehen. Vor allem den enormen Arbeitszeiten für Hof und Familie und bei der sozialen Absicherung der Frauen werden wir ansetzen“, sagte Ministerin Michaela Kaniber bei der Vorstellung der neuen Bäuerinnenstudie im Rahmen einer Online-Veranstaltung zusammen mit Landesbäuerin Anneliese Göller.
„Die Studie zeigt, dass die Frauen weit über die klassischen weiblichen Bereiche hinaus Verantwortung im Betrieb tragen. Die Bäuerin ist das Herz des Hofes“, sagt Landesbäuerin Göller.


Ein wissenschaftliches Team von Professorin Dr. Jutta Roosen, Leiterin des Lehrstuhls für Marketing und Konsumforschung an der Technischen Universität München, hat rund 2.300 Frauen im Alter von 18 bis 82 Jahren aus dem ländlichen Raum befragt. Mit der Studie liegt nun nach zehn Jahren wieder eine breite aktualisierte Datenbasis zur Arbeits- und Lebenssituation der bayerischen Bäuerinnen vor.


Zu den wichtigsten Ergebnissen gehört, dass die allermeisten Landfrauen ihren Traumberuf gefunden haben: Bei der Frage nach der Lebenszufriedenheit sind die überwiegende Mehrheit der Bäuerinnen (67 Prozent) mit ihrem Leben zufrieden und sagen, dass sie wichtige Lebensziele erreicht hätten. Knapp 90 Prozent der Bäuerinnen schätzen ihre Bedeutung für den landwirtschaftlichen Betrieb als groß ein. Durch ihre hohe Verantwortung für den Betrieb und eine partnerschaftliche Aufgabenteilung nehmen sie eine zentrale Rolle ein und leisten zum Einkommen einen wesentlichen Beitrag. 60 Prozent der Landfrauen bringen durch eine Berufsausbildung außerhalb der Land- oder Hauswirtschaft weitere Qualifikationen auf die Höfe und setzen damit Impulse. Bäuerin sein bedeutet aber auch, viele Arbeitsstunden und wenig Freizeit. Zwei Drittel der Frauen sind dennoch mit der guten Vereinbarkeit von Familie und Beruf zufrieden. Fast zwei Drittel der Bäuerinnen sind trotz hoher Arbeitsbelastung ehrenamtlich aktiv.


Vier von fünf Landfrauen schmerzt es persönlich, dass das Image ihres Berufs schlecht ist. So wünschen sich viele Bäuerinnen neben mehr Freizeit, vor allem eine bessere Anerkennung ihres Berufs durch die Gesellschaft und die Medien. Die Studie zeigt auch, dass die Zukunftsängste beträchtlich sind. Die soziale Absicherung bei persönlichen und beruflichen Schwierigkeiten macht den Landfrauen Sorgen.

Den vollständigen Bericht und die Ergebnispräsentation der Bäuerinnenstudie gibt es hier
 

 

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