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Wald

Gemeinsam für mehr Artenvielfalt in bayerischen Wäldern

Neue Auszeichnung "Naturschutzpartner Waldbesitzer" an 10 Preisträger verliehen

28.10.2021 |

Ausgezeichnet wurden zehn Preisträger aus sechs Regierungsbezirken. „Unsere heimischen Wälder sind wichtige Horte der Artenvielfalt und als Erholungsraum für die Menschen unersetzlich. Gemeinsam mit den Waldbesitzerinnen und Waldbesitzern können wir unsere Wälder durch eine naturnahe Bewirtschaftung noch besser schützen und damit die Artenvielfalt in Bayern erhöhen. Ich freue mich über das große Interesse an unserem Wettbewerb. Die Waldbesitzerinnen und Waldbesitzer zeigen durch ihr großartiges Engagement, dass sich Maßnahmen zur Entwicklung ökologisch besonders wertvoller Wälder und eine gleichzeitige Bewirtschaftung der Wälder hervorragend ergänzen können", sagt Bayerns Umweltminister Thorsten Glauber.

Das Umweltministerium unterstützt Waldbesitzerinnen und Waldbesitzer mit dem Förderprogramm Vertragsnaturschutz Wald bei Maßnahmen zum Erhalt wertvoller und artenreicher Lebensräume. In diesem Jahr hat das Umweltministerium mehr als zehn Millionen Euro für das Programm bereitgestellt.

BBV ist Projektpartner

Der Wettbewerb „Naturschutzpartner Waldbesitzer“ ist eine gemeinsame Initiative des Bayerischen Umweltministeriums, des Bayerischen Bauernverbands, des Bayerischen Waldbesitzerverbands e.V. und des Verbands Familienbetriebe Land und Forst Bayern e.V.
Stefan Köhler, Umweltpräsident des Bayerischen Bauernverbands, betont: „Unseren Waldbesitzerfamilien liegt es am Herzen, ihre Wälder gepflegt und in ihrer ganzen natürlichen Vielfalt an die nächste Generation weiterzugeben. Für sie gehören Naturschutz und Nutzung, Spechtbäume und wirtschaftlich ertragreiche Bäume, untrennbar zusammen. Die Auszeichnung würdigt das herausragende Engagement der Preisträger.“

Insgesamt über 40 Bewerber haben beim Wettbewerb "Naturschutzpartner Waldbesitzer" teilgenommen. „Die Bewerbungen zeigen, dass vielen Waldbesitzerinnen und Waldbesitzern der Einsatz für die Biodiversität wichtig ist. Vielfältige Bewirtschaftungsformen erzeugen Wälder mit vielen verschiedenen Strukturen, die für uns Menschen ein bedeutender Erholungsraum und für viele Tier- und Pflanzenarten ein einzigartiger Lebensraum sind“, so der Präsident des Bayerischen Waldbesitzerverbands, Josef Ziegler. „Die vielen Bewerbungen zeigen: Bewirtschaftung und Biodiversität schließen sich nicht aus. Unsere Waldbesitzer leisten mit ihrer herausfordernden Arbeit einen wichtigen Beitrag zum Erhalt der biologischen Vielfalt. Die Auszeichnung ist eine große Anerkennung für die Waldbesitzer als Naturschutzpartner“, betont Albrecht Fürst zu Oettingen-Spielberg, Vorsitzender des Verbands Familienbetriebe Land und Forst Bayern e.V.

Am Wettbewerb konnten alle Waldbesitzer, Rechtler und Waldbesitzer-Kooperationen in Bayern teilnehmen, die ihre Wälder nach historischen Waldnutzungsformen bewirtschaften, am Vertragsnaturschutzprogramm Wald teilnehmen ode­r sich in besonderer Weise für die biologische Vielfalt engagieren. Die Preisträger erhalten jeweils eine Prämie von 1.000 Euro und Sachpreise.

 

Folgende Preisträger wurden 2021 ausgezeichnet:

  • Stiftung Juliusspital Würzburg Forstbetrieb, 97762 Hammelburg, Landkreis Bad Kissingen
  • Richard Beer, 92263 Ebermannsdorf, Landkreis Amberg-Sulzbach
  • Zwickerhof Familie Sappl, 83646 Bad Tölz, Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen
  • Wald- und Weiderechtlergenossenschaft Pfronten - Kappel, 87459 Pfronten, Landkreis Ostallgäu
  • Waldbetrieb Eichelberg, 94227 Lindberg, Landkreis Passau
  • Michael Müller, 91728 Gnotzheim, Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen
  • Laubholzkörperschaft Großbardorf, 97633 Großbardorf, Landkreis Rhön-Grabfeld
  • Forstbetrieb Hirschgund, Dr. P. D. Merckle, 87561 Oberstdorf, Landkreis Oberallgäu
  • Biohof Gruber Schöfthal, 93352 Rohr in Niederbayern, Landkreis Kelheim
  • Sebastian Greim, 92720 Schwarzenbach bei Pressath, Landkreis Neustadt an der Waldnaab
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