Wald & Jagd

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Die Förderung für Kitzretter ist bereits ausgeschöpft

Blinkend und pfeifend Wildtiere retten

BBV unterstützt erneut den Einsatz von Kitzrettern

24.04.2020 |

„Mit der beantragten Förderung können rund 800 Geräte angeschafft werden, die es Landwirten im Vorfeld der Mahd ermöglicht, Rehkitze und anderes Jungwild zu vergrämen“ erklärt Johann Koch, Jagdreferent beim Bayerischen Bauernverband. Landwirte, Jagdgenossenschaften und Jäger erhalten für die Anschaffung optisch-akustischer Jungwildretter rund 86 Prozent der Gerätekosten als Zuschuss, maximal mit 112,90 Euro (inkl. MWSt) je Gerät, unabhängig vom Hersteller.

Der BBV hat aufgrund der anhaltend vielen Anfragen von Landwirten, Jagdgenossenschaften und Jägern erneut das Bayerische Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (StMELF) gebeten, die Beschaffung von optisch-akustischen Kitzrettern erneut zu fördern. Für die nun erteilte Zustimmung zum vorzeitigen Maßnahmenbeginn dankt der BBV dem Ministerium, denn die Grünlandmahd steht unmittelbar bevor und die Entscheidung ist ein wichtiges Signal für den Wildtierschutz. Der BBV bittet das vor der endgültigen Förderzusage noch zu befragende Gremium, diese Initiative wieder zu unterstützen.

Mit der Änderung des Bayerischen Naturschutzgesetzes am 1. August 2019 hat der Gesetzgeber den hohen Stellenwert des Tierschutzes bei der Mahd nochmals unterstrichen. Die Bayerische Landesanstalt für Landwirtschaft hat deshalb einen „Mähknigge“ als Orientierungshilfe für die Beteiligten - das sind die Landwirte, Maschinenringe, landwirtschaftlichen Lohnunternehmen und Jäger - erstellt.

Die zur Verfügung stehenden Maßnahmen, Mähunfälle mit Wildtieren zu vermeiden, sind vielfältig: Eine frühzeitige Kommunikation zwischen Landwirten und Jägern ist der effektivste Jungwildschutz. So einfach wie wirksam sind auch optisch-akustische Scheuchen, die in unregelmäßigen zeitlichen Abständen schrille Warntöne von sich geben und dabei ein helles Lichtsignal ausstrahlen.

Die Mittel werden nach der zeitlichen Reihenfolge der Antragstellungen vergeben. Maximal fünf optisch-akustische Kitzretter sind je Antragsteller förderfähig. Personen, die bereits eine Förderung bei den letzten Aktionen erhalten haben, können keine weitere Förderung beantragen. Ansprechpartner ist der Fachbereich Erzeugung und Vermarktung im BBV-Generalsekretariat (Telefon 089/55873-113). Nur dort sind die Antragsformulare ab Montag, dem 27. April 2020, erhältlich.

Mit der finanziellen Förderung von optisch-akustischen Jungwildrettern konnte der BBV mit Unterstützung des Staatsministeriums bereits 2018 und 2019 ein klares Signal pro Wildtierschutz setzen. Vor allem die zahlreichen Rehkitze, Junghasen und Co., die vor Mähunfällen bewahrt wurden und in Zukunft bewahrt werden können, profitieren von den Geräten.

 


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