Tier

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Ferkel auf dem Arm

Ferkelkastration

Bayerischer Bauernverband tritt für örtliche Betäubung ein

Bauernverband bringt sich konstruktiv ein

Wegen der Änderung des Tierschutzgesetzes aus dem Jahr 2013 sollte die Ferkelkastration in Deutschland ursprünglich ab 2019 nur noch unter Betäubung oder wirksamer Schmerzausschaltung erlaubt sein. Mit der Änderung des Tierschutzgesetztes 2018 wurde diese Frist bis Ende 2020 verlängert.

Wie geht es danach weiter? Über die Vor- und Nachteile der verschiedenen Alternativen wird viel diskutiert. Das Thema ist von großer Bedeutung für die Wettbewerbsfähigkeit und die Zukunft unserer Schweinehaltung.

Die Bundesregierung sieht in ihrem Bericht (Dez. 2016) drei Verfahren, die ab 1.1.2019 möglich sind:

  • Ebermast
  • Immunokastration
  • Kastration unter Narkose

Für den BBV sind diese Verfahren keine zufriedenstellenden Lösungen. Sie bergen Risiken beim Tierschutz, bei der Qualität, bei der Verbraucherakzeptanz sowie bei der Wettbewerbsfähigkeit (Ferkelimporte) und der Agrarstruktur. Der Bauernverband bringt sich schon seit Jahren konstruktiv ein, den Eingriff so schonend und schmerzarm wie möglich zu gestalten.

Für den BBV ist die Kastration unter örtlicher Betäubung / Lokalanästhesie die Methode der Wahl. Aus tierärztlicher Sicht ist mit der örtlichen Betäubung ein deutlicher Vorteil an Tierschutz verbunden.

Längerfristig fordert der BBV vom BMEL, die Zucht auf Spätreife zu unterstützen, um die Ferkelkastration und Verletzungen bei Mastebern auch bei den in Deutschland üblichen Mastendgewichten vollständig und nachhaltig zu vermeiden.

Mehr über die verschiedenen Methoden erfahren Mitglieder nach dem Login.


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