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Viehzählungsergebnisse Rinder und Schweine

Rückläufige Entwicklung bei Tierbeständen und Haltungen

22.12.2021 |

Dabei wurde in beiden Bereichen ein rückläufiger sowohl bei den Tierbestandszahlen als auch bei den Haltungen eine rückläufige Entwicklung festgestellt werden. Besonders drastisch war der Rückgang in der Schweinehaltung.

Rückläufiger Trend bei Rindern hält an

Trotz höherer Erzeugerpreise für Schlachtvieh und Milch hielt auch die rückläufige Entwicklung bei den Rinderbeständen und der -halter an. Zum Stichtag 3. November 2021 gab es in Bayern nach Angaben des Landesamtes für Statistik 40.580 Rinderhaltungen. Das sind 1.049 Betriebe (-2,5 %) weniger als vor einem Jahr. Die Anzahl der Milchkuhhaltungen reduzierte sich um 1.137 bzw. 4,7 % auf 25.208 Betriebe. Rückläufig war nach Auswertung der HIT-Datenbank auch der gesamte Rinderbestand, der sich auf 2,89 Mio. Tiere (-1,7 %) reduzierte. Die Zahl der Milchkühe verringerte sich um 18.259 Tiere (-1,7 %) auf 1,09 Mio. Tiere. Der Bestand an männlichen Tieren sank auf 189.381 Tiere (-4,3 %) und bei weiblichen Rindern (1-2 Jahre) auf 492.978 Tiere (-3,0 %). Die Anzahl der Kälber und Jungrinder lag bei 852.236 (-0,6 %). Die durchschnittliche Tieranzahl lag bei 71 Rindern bzw. bei 43 Milchkühen pro Betrieb.

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Kräftiger Rückgang des Schweinebestands

Die seit über einem Jahr anhaltende Krise am Schweine- und Ferkelmarkt hat deutliche Spuren in der bayerischen Schweinehaltung hinterlassen. In den vorläufigen Ergebnissen mit rund 2,8 Mio. Tieren wurde ein um 9 % kleinerer Schweinebestand ermittelt. Der Ferkelbestand reduzierte sich dabei um beachtliche 11 % und die Zahl der insgesamt gehaltenen Zuchtsauen nahm um knapp 8 % auf 178.700 Tiere ab. Innerhalb von 10 Jahre sinkt somit der Sauenbestand um über 40 %. Der hohe Bestandsrückgang bei trächtigen Jungsauen (-13,4 %) wird den rückläufigen Trend bei Ferkeln nochmals verstärken. Im Vergleich zum Vorjahr fällt der Mastschweinebestand mit 1,33 Mio. Tieren um 8,5 % geringer aus. Mit insgesamt 3.900 schweinehaltenden Betriebe hatten innerhalb eines Jahres 500 (-11,4 %) die Erzeugung aufgegeben (Mastbetriebe -14,2 %, Sauenhalter -11,8 %).

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