Traditoneller "Tag der Frau" füllt wieder das Gasthaus!
Referentin Gabi Schimmel nimmt bayerische Redesart unter die Lupe!
„Ned gschimpft is globt gnua“! - Oder doch nicht?! Referentin Gabi Schimmel möchte mit persönlichen Erfahrungen ihren Mitmenschen aufzeigen, wie wertschätzende Worte und Gesten unseren Alltag wirklich bereichern können.
Rund 270 Damen folgten der Einladung der BBV Landfrauen des Kreisverband Erding für den Veranstaltungen am Dienstag und am Mittwoch und fühlten sich von Anfang an willkommen. Irmgard Zur, stellvertretende Kreisbäuerin, eröffnete am Dienstag den Vormittag im vollbesetzten Saal: „Wir laden jedes Jahr Anfang Februar zum "Tag der Frau" zum Frühstück ein, und es darf auch jeder kommen. Das heute soll ein Wohlfühltag sein.“ Am Mittwoch übernahm Kreisbäuerin Irmgard Posch diese Aufgabe mit herzlichen Worten.
Nach Kaffee und einen köstlichen Frühstücksbuffet nahm die Referentin Gabi Schimmel mit den Gästen die Redensart "Ned geschimpft is globt gnua" genau unter die Lupe. Schimmel führte mit viel Humor und handfesten Beispielen durch den Vortrag. Sie zeigte, dass echte Wertschätzung oft im Alltag zu kurz kommt, obwohl sie Beziehungen – egal ob zu Partnern, Freunden, Kolleginnen oder Familie – stärkt. Ein einfaches „Wie geht es dir?“ oder „Schön, dass du da bist“ kann Wunder wirken. Doch Lob fällt vielen schwer, weil vieles als selbstverständlich gilt, entsprechend schwer ist dann auch ein Lob ohne Zweifel anzunehmen. Oft kommt man gar nicht auf die Idee, jemanden zu loben – man geht davon aus, der andere werde schon wissen, das er seine Sache gut macht. Die Referentin ordnete dies auch der bayerischen Mentalität zu.
Anhand des Modells der „Sprachen der Liebe“ erklärte Gabi Schimmel verschiedene Wege, Zuneigung auszudrücken: Worte, Zeit, Hilfe, Geschenke, Erlebnisse oder Berührungen. So wird deutlich, dass Liebe und Wertschätzung auf vielfältige Weise im Alltag vorhanden sein können – und dass es oft nur kleine Gesten bedarf, um Wertschätzung und Freude zu stärken. Wer die persönliche Ausdruckssprache des anderen zu verstehen versucht, kann Beziehungen, Freundschaften und das alltägliche Miteinander nachhaltig verbessern.
Die Damen diskutierten gerne während des Vortags mit und brachten der Referentin eigene Erfahren ein, über die gemeinsam lacht und gesprochen wurde – etwa darüber, wie Lob im Arbeits- und Familienalltag manchmal fehlt oder wie man Lob so formulieren kann, dass es gehört und wertgeschätzt wird.
Zum Abschluss gab es praxisnahe „Werkzeuge“ für den Alltag: eine Gießkanne als Symbol für Pflege von Beziehungen, eine Brille, um genauer hinzuschauen, und ein kleines Geschenk, das daran erinnert, Lob nicht als Selbstverständlichkeit zu sehen. Die Botschaft: Vielmehr loben, hinschauen, zuhören und Wertschätzung bewusst praktizieren. Dann wird aus der Redensart eine ganz neue:
"Genug lobt und du brauchst ned schimpfa"!
Nach dem Vortrag von der diesjährigen Referentin Gabi Schimmel durfte die Damen noch beim Mittagsbrunch schlemmen und gemütlich beim gemeinsamen Ratsch ihren Wohlfühltag ausklingen lassen. Großes Lob von allen Gästen und vom BBV Kreisverband ging erneut an die hervorangende Küche und den tollen Service des Gasthaus Prostmeier.