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2022-01-14-Waldbesitzerinnen

„Meinen Wald zukunftsfähig aufstellen“

Nach dem Sturm ist vor dem Sturm: Praxistag für Waldbesitzerinnen am 18. März

17.02.2022 |

Die Fortbildungsreihe richtet sich an Landfrauen, die entweder selbst Waldeigentum besitzen oder sich über Handlungsmöglichkeiten angesichts des Klimawandels informieren möchten, um die waldbauliche Strategie auf dem landwirtschaftlichen Betrieb mitzuentscheiden. Die Teilnahme an den einzelnen Veranstaltungen ist unabhängig voneinander möglich.

Wer bisher noch nicht dabei sein konnte, hat jetzt noch die Möglichkeit, sich beim Praxistag an der Bayerischen Waldbauernschule anzumelden: 

18.03.2022, 9.00 bis ca. 16.30 Uhr, Bayerische Waldbauernschule Kelheim
Praxistag Zukunftswald
Beim Praxistag im Schulwald der Bayerischen Waldbauernschule erwerben Waldbesitzerinnen und Interessierte, die ihren Wald im Hinblick auf den bevorstehenden Klimawandel bestmöglich aufstellen wollen, die notwendigen Kenntnisse, um ihren Wald so zu bewirtschaften, dass er möglichst gut für die bevorstehenden Veränderungen gerüstet ist.
Inhaltlich geht es um die Begründung stabiler Wälder, es werden Pflege- und Durchforstungsmaßnahmen zum Erhalt und zur Förderung der Baumartenmischung vorgeführt und alternative Baumarten und ihre Eigenschaften und Eignung vorgestellt.
Der Preis für den Tageskurs beträgt 61,02 Euro für Waldbesitzer und deren Familienangehörige, sonstige Teilnehmer bzw. nicht Waldbesitzer bezahlen 130,05 Euro. Im Preis beinhaltet sind Verpflegung, Getränke sowie der Transport zum Schulwald. Die Teilnehmerinnen erhalten am Ende des Praxistages eine Rechnung.
Kursverantwortlicher: Kai Sühlfleisch
Anmeldung hier

 

Und das waren die bisherigen Termine und Themen im Einzelnen:

27.01.2022, 19.00 bis 20.15 Uhr, online
Waldbewirtschaftung in Zeiten des Klimawandels

In Anbetracht des aktuellen Kenntnisstandes über den Klimawandel muss sich auch das waldbauliche Handeln an den langfristig zu erwartenden Auswirkungen auf den Wald orientieren. Der Vortrag gibt einen Überblick über die Möglichkeiten, wie dieser Problematik in der Waldbewirtschaftung begegnet werden kann. Es werden verschiedene Themenbereiche angesprochen, u.a. die Baumarteneinschätzung, Waldumbau in Richtung Mischwald, Jagd, aktuelle technische Möglichkeiten oder die Frage, wie viel Natur braucht der Wald und wo muss nachgeholfen werden. Letztlich geht es darum, bei den vielen Entscheidungen, die im Waldbau getroffen werden müssen, den Klimawandel angemessen zu berücksichtigen und durch entsprechende Maßnahmen Unsicherheit und Risiko auch für die künftigen Generationen bestmöglich einzudämmen.
Referent: Götz Freiherr von Rotenhan, Vizepräsident Bayerischer Waldbesitzerverband
 


09.02.2022, 19.00 bis 20.15 Uhr, online
Stolz auf Holz - Klimaschutz durch Verwendung von Holz aus nachhaltiger Forstwirtschaft

Unsere Wälder sind Hauptbetroffene des Klimawandels. Zugleich sind Wald und Holz  zur Erreichung der nationalen und internationalen Klimaschutzziele unverzichtbar, denn sie können auf einzigartige Weise aktiv CO2 binden.
Insbesondere Holz kann bereits heute viele energie- bzw. CO2-intensiv hergestellte Bau-, Werk- und Rohstoffe sowie Energieträger ersetzen. Eine nachhaltige Nutzung des natürlichen Zuwachspotenzials, eine Steigerung des Holzbauanteils und der Ausbau der holzbasierten Bioökonomie könnten diese Klimaschutzleistung noch deutlich steigern. Dazu bedarf es aber schlüssiger politischer Weichenstellungen. Neue Nutzungsverbote im Wald und zugleich den Holzbau fördern wollen, wie es z.B. die neue EU-Forststrategie 2030 der EU-Kommission plant, das passt nicht zusammen.
Dabei ist nachhaltige Forstwirtschaft und Holzverwendung nachweislich Klimaschutz in vorbildlicher Art und Weise! Das wissenschaftlich belegte, vorhandene Potenzial für viel mehr wirksamen Klimaschutz durch nachhaltige Forstwirtschaft und Holzverwendung gilt es zu nutzen! Damit könnte dauerhaft mehr Wertschöpfung für die ländlichen Räume, die Waldbesitzer und alle Betriebe des Cluster Forst und Holz geschaffen werden. Wir geben Ihnen die Argumente an die Hand, damit auch Sie vor Ort die Weichen dafür stellen können.
Referent: Johann Koch, Referent, Bayerischer Bauernverband

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