Biogas wieder nach vorne bringen
BBV und Naturland fordern bessere Rahmenbedingungen – für Versorgungssicherheit, bessere Ernten und Klimaschutz
„Biogas muss wieder ein zentrales Element der deutschen Energiepolitik werden. Wenn die Bundesregierung jetzt nicht handelt, verlieren wir funktionierende Anlagen und damit ein Stück Versorgungssicherheit“, betonen Naturland-Präsident Eberhard Räder und Günther Felßner, Präsident des Bayerischen Bauernverbands, anlässlich der Tagung „Biogas im Ökolandbau – Dein Weg zur Umsetzung“ am 11. Juni 2026 in Bad Neustadt an der Saale. Naturland und der Bayerische Bauernverband unterstützen die Tagung als Kooperationspartner.
„Gerade im Öko-Landbau kann die Einbindung einer Biogasanlage einen optimalen Dreiklang aus Nahrungsmittelproduktion, Klimaschutz und Energiesicherung erzielen“, betont Naturland Präsident Räder. Denn die Biogasanlage biete eine Möglichkeit, Kleegras und andere ökologisch wertvolle Substrate, die innerhalb der Fruchtfolge angebaut werden, energetisch für die Wärme- und Stromproduktion zu nutzen und zugleich den betrieblichen Nährstoffkreislauf zu schließen. Vor allem in reinen Ackerbauregionen könne so eine nachhaltige Verwertung der für die Stickstoffbindung und für den Humusaufbau wichtigen mehrjährigen Leguminosen sichergestellt werden. „Die Politik muss diese Chance erkennen und die notwendigen rechtlichen Voraussetzungen schaffen“, unterstreicht Räder.
„Biogas ist ein gutes Beispiel dafür, wie Landwirtinnen und Landwirte auf ein und derselben Fläche hochwertige Lebensmittel und erneuerbare Energie erzeugen und gleichzeitig die Kulturlandschaft gestalten“, erläutert der Präsident des Bayerischen Bauernverbands, Günther Felßner: „Biogas trägt außerdem entscheidend dazu bei, die Abhängigkeit Deutschlands von fossilem Erdgas und unsicheren Energieimporten zu reduzieren. Gerade vor dem Hintergrund geopolitischer Krisen und steigender Energiepreise gewinne die heimische Energieerzeugung aus landwirtschaftlicher Biomasse zunehmend an Bedeutung“, betont Felßner.
Darüber hinaus könne die Nutzung ökologisch wertvoller Substrate auch für konventionelle Anlagen eine wirtschaftliche Alternative bieten, so die beiden Verbandspräsidenten. Um die Biogasnutzung in Öko-Betrieben und darüber hinaus voranzubringen, fordern Naturland und BBV, ökologisch wertvolle Substrate wie beispielsweise Kleegras in einer Sondervergütungsklasse besser zu honorieren.
Pressekontakt
BBV: Markus Drexler, markus.drexler@bayerischerbauerverband.de, 089 55873-314
Naturland: Markus Fadl, m.fadl@naturland.de, 089 89 80 82-300