Schweinekrise: BBV erhöht den Druck auf allen Ebenen
Initiativen in Politik und Markt: Faire Preise, schnelle Liquiditätshilfen und Zukunftsperspektiven
Das Wichtigste in Kürze
- Der BBV treibt seine Initiativen zur Bewältigung der Schweinekrise auf Landes-, Bundes- und Branchenebene konsequent voran.
- Gemeinsam mit dem Fleischerverband Bayern wurde ein Appell für einen fairen Preiskorridor und einen partnerschaftlichen Umgang entlang der regionalen Wertschöpfungskette veröffentlicht.
- BBV-Präsident Günther Felßner fordert von Finanzminister Albert Füracker steuerliche Soforthilfen; ein persönliches Gespräch findet am Freitag, 7. August 2026 statt.
- Auf Initiative des BBV erarbeitet der Deutsche Bauernverband ein bundesweites Positions- und Forderungspapier zur Zukunft der Schweinehaltung.
- Die Schweinekrise wird Schwerpunkt einer außerordentlichen Sitzung des erweiterten DBV-Verbandsrates am 18. August sein.
Zusammenhalt in der Wertschöpfungskette stärken
Neben den politischen Forderungen setzt der Bayerische Bauernverband auch auf konkrete Lösungen innerhalb der Branche. Gemeinsam mit dem Fleischerverband Bayern appelliert der BBV an Metzgereien und landwirtschaftliche Betriebe, die langjährigen regionalen Partnerschaften gerade in der aktuellen Krise zu stärken. Beide Verbände empfehlen einen fairen Preiskorridor, der außergewöhnliche Marktschwankungen abfedern und mehr Planungssicherheit für Erzeuger und Verarbeiter schaffen soll. Zugleich werben sie für einen partnerschaftlichen Umgang entlang der gesamten Wertschöpfungskette – von den Ferkelerzeugern über die Mäster bis zum Metzgerhandwerk. Ziel ist es, die regionalen Strukturen und die Versorgung mit heimischem Schweinefleisch dauerhaft zu sichern.
Steuerliche Hilfen auf den Weg bringen
Parallel dazu drängt der BBV auf schnelle staatliche Unterstützung. In einem Schreiben an Bayerns Finanzminister Albert Füracker hat BBV-Präsident Günther Felßner steuerliche Sofortmaßnahmen vorgeschlagen. Dazu gehören zinslose Steuerstundungen, die Anpassung von Vorauszahlungen, die Aussetzung von Vollstreckungsmaßnahmen sowie Steuererleichterungen für besonders betroffene Betriebe. Über die Umsetzung dieser Vorschläge wird Felßner am Freitag, 7. August 2026 persönlich mit dem Finanzminister beraten.
BBV setzt Thema auch auf Bundesebene
Auch auf Bundesebene treibt der Bayerische Bauernverband das Thema voran. Auf Initiative des BBV arbeitet der Deutsche Bauernverband derzeit an einem gemeinsamen Positions- und Forderungspapier zur Zukunft der Schweinehaltung. Erste Eckpunkte wurden bereits in der Konferenz der DBV-Hauptgeschäftsführer beraten. Die Verabschiedung soll im Rahmen einer außerordentlichen Sitzung des erweiterten DBV-Verbandsrates am 18. August 2026 erfolgen, bei der die Schweinekrise den Schwerpunkt der Beratungen bilden wird.
BBV bleibt dran
Für den Bayerischen Bauernverband ist klar: Die aktuellen Preisverwerfungen dürfen nicht zum weiteren Rückzug der heimischen Schweinehaltung führen. Neben kurzfristigen Liquiditätshilfen braucht es faire Marktbedingungen, eine verpflichtende Herkunftskennzeichnung, verlässliche Investitionsperspektiven und den Abbau nationaler Wettbewerbsnachteile. Der BBV wird seine politischen und brancheninternen Aktivitäten deshalb konsequent fortsetzen, bis spürbare Verbesserungen für die schweinehaltenden Betriebe erreicht sind.
Das Präsidium des Bayerischen Bauernverbandes einen 8-Punkte-Plan zur Rettung der bayerischen Schweinehalter mit sofort wirksamen Maßnahmen sowie strategisch nötigen Weichenstellungen verabschiedet. Politik wie Marktpartner müssen diese Maßnahmen jetzt schnell und konsequent umsetzen. Sonst geht den Schweinehaltern die Luft aus. Und ohne bayerische Schweinehalter gibt es kein bayerisches Schweinefleisch mehr. Zum vollständigen 8-Punkte-Plan