„Wenn’s so weitergeht, sieht Landwirtschaft bald wieder so aus…“
Kreisehrenamtliche machen auf Auswirkungen von gestiegenen Energie- und Düngerpreise aufmerksam
Das Motiv steht bewusst für einen drohenden Rückschritt in der Landwirtschaft: Ohne bezahlbare Betriebsmittel geraten regionale Strukturen und moderne Produktionsverfahren unter Druck. „Wir wollen keine Landwirtschaft von gestern – aber genau dahin steuern wir, wenn die Rahmenbedingungen nicht stimmen“, machte BBV-Präsident Günther Felßner deutlich.
Hintergrund der Aktion ist die aktuelle wirtschaftliche Lage vieler Betriebe. Hohe Kosten für Diesel, Energie und Düngemittel treffen auf gleichzeitig unzureichende Erzeugerpreise. „Diese Entwicklung geht an die Substanz unserer bäuerlichen Familienbetriebe in Bayern “, sagte Landesbäuerin Christine Singer.
Im Rahmen ihrer Tagung haben die Kreisehrenamtlichen des Bayerischen Bauernverbandes dazu ein 5-Punkte-Papier verabschiedet. Darin fordern sie unter anderem:
- Energie bezahlbarer machen
- Düngemittel bezahlbar und verfügbar machen
- Heimische, nicht-fossile Bio-Kraftstoffe stärken
- Biogas ausbauen und absichern
- Erneuerbare Energien und deren Nutzung konsequent stärken
„Unsere Betriebe sichern die Versorgung mit heimischen Lebensmitteln, leisten einen Beitrag zur Energieversorgung und halten die ländlichen Räume lebendig. Dafür brauchen wir jetzt gezielte Unterstützung“, sagte Felßner. Der Bauernverband fordert deshalb unter anderen, dass die CO2-Abgabe für Energie und damit eine spürbare Entlastung bei Diesel und Gas für land- und forstwirtschaftliche Betriebe. Außerdem sollten unter anderem die verfügbaren Gasmengen in Europa gezielt für die heimische Düngemittelproduktion genutzt werden und Nutzung von regenerativer statt fossiler Energie auf den Höfen gefördert werden.
Das gesamte 5-Punkte-Papier finden Sie hier.