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Bayerisches Pilotprojekt „Biogascluster“: Ergebnisse liegen vor – jetzt beginnt die nächste Phase

Biogas – unverzichtbar für Versorgungssicherheit, Netzstabilität und regionale Wertschöpfung

21.07.2026 | Die Machbarkeitsstudie zum bayerischen Pilotprojekt „Biogascluster“ ist abgeschlossen. Die Ergebnisse liegen vor und bilden die Grundlage für die nächsten Umsetzungsschritte. Ziel ist es, bestehende und künftige Biogasanlagen durch regionale Clusterlösungen zukunftsfähig aufzustellen.

Stand:  Juli 2026

 

Nun beginnt die nächste Phase: Interessierte Biogasanlagenbetreiber aus den Landkreisen Altötting, Mühldorf a. Inn und Rottal-Inn können ihr Interesse an einer weiteren Projektverfolgung unverbindlich bekunden.

Projektstatus

✔ Machbarkeitsstudie abgeschlossen
✔ Ergebnisse an das Bayerische Staatsministerium für Wirtschaft übergeben
✔ Informationsveranstaltungen vor Ort durchgeführt
➡️ Jetzt läuft die Interessenbekundung interessierter Betriebe.

 

Jetzt sind die Betriebe gefragt

Betreiber von Biogasanlagen in den Landkreisen Altötting, Mühldorf a. Inn und Rottal-Inn können sich jetzt an die BBV-Geschäftsstellen Eggenfelden und Töging wenden.

Dort liegt ein Projektgemeinschaftsvertrag zur Interessenbekundung bereit.

Wichtig: Die Interessenbekundung ist keine Verpflichtung zur späteren Teilnahme an einem Biogascluster. Sie dient ausschließlich als Grundlage, um das Interesse der Betriebe zu erfassen und die nächsten Projektschritte planen zu können. 

 

Wie geht es nach der Interessenbekundung weiter?

  1. Detailanalyse der Anlagen (u. a. Einsatzstoffe, Erhöhung des Wirtschaftsdüngeranteils/Non-food-NaWaRos nach RED III)
  2. Bündelung geeigneter Anlagen zu möglichen Clustern
  3. Zusammenbringen von Biogasangebot und potenziellen industriellen Abnehmern
  4. Zielabsichtserklärung der Beteiligten
  5. Anfrage eines Gasnetzanschlusses
  6. Abschluss eines Netzanschlussvertrags

 

 

Ergebnisse der Machbarkeitsstudie

Die Machbarkeitsstudie untersuchte erstmals das Potenzial regionaler Biogascluster in den Landkreisen Altötting, Mühldorf a. Inn und Rottal-Inn.

Die Ergebnisse bilden die Grundlage für die weiteren Umsetzungsschritte und können als Vorbild für zukünftige Biogascluster in Bayern dienen.

 

© RegPower_GmbH_BBV Regpower GmbH_Ergbnisse Machbarkeitsstudie

Video : 200 Biogasanlagen. Eine gemeinsame Zukunft? Wie Biogas-Cluster neue Perspektiven schaffen können

Video: Was sind eigentlich Biogas-Cluster?

Hintergrund: Was sind Biogascluster?

Vielen Biogasanlagenbetreibern stehen die Sorgenfalten auf der Stirn: Nach 20 Jahren fallen ihre Anlagen aus der EEG-Förderung; der Strompreis am Markt deckt oft die Betriebskosten nicht.

Eine Option für die Zukunft: das erzeugte Rohbiogas aufbereiten und als Biomethan ins Erdgasnetz einspeisen. Dieses ließe sich transportieren und speichern, sowie räumlich und zeitlich flexibel nutzen. Es könnte so fossiles Erdgas in sämtlichen aktuellen Anwendungen direkt ersetzen. Allerdings reichen die Gasmengen einzelner Anlagen meist nicht aus, um eigene Biogasaufbereitungs- und -einspeisungsanlage zu betreiben. 

Viele statt einer – das Cluster
Der Ausweg: Mehrere Anlagen schließen sich zu einer Biomethan-Gemeinschaftsanlage zusammen und nutzen Infrastruktur wie Speicher-, Aufbereitungs- und Einspeiseanlagen gemeinsam. Ganz nach der Raiffeisen-Idee: Was dem Einzelnen nicht möglich ist, das vermögen viele. Bei einem solchen Zusammenschluss spricht man von einem Biogas-Cluster. Deutschlandweit gibt es bereits vereinzelt kleinere Cluster, die große Trendwende fürs Biogas aber ist noch nicht in Sicht.

Bayern geht jetzt voran. Hier kommt der Bayerische Bauernverband mit den Wegbereitern ins Spiel: Gemeinsam mit dem Ingenieurbüro RegPower GmbH aus Regensburg führen wir eine Machbarkeitsstudie für die biogasstarken Landkreise Altötting, Mühldorf am Inn und Rottal-Inn durch – gefördert durch das Bayerische Staatsministerium für Wirtschaft und Medien, Energie und Technologie. Dieses Projekt passt zu 100 Prozent zu unserer Visionsposition „Wir erkennen Trends und sind treibende Kraft für Innovationen“.

 

 

© Sabrina von Bein/BBV Förderurkunde für Pilotprojekt „Biogascluster“
Cornelius Herb, Geschäftsführer RegPower GmbH, Bayerns Wirtschafts- und Energieminister Hubert Aiwanger (MdL) und BBV-Generalsekretär Carl von Butler bei der Übergabe der Förderurkunde in Töging am 19. Dezember 2025.

Warum Biogas so wichtig ist und Perspektiven braucht:

Förderprogramm „BioMeth Bayern“: ein richtiger Schritt

Der BBV begrüßt in diesem Zusammenhang ausdrücklich das neue Förderprogramm "BioMeth Bayern" als richtigen Schritt der Staatsregierung. "Clusterbildungen können für Bestands- und Neuanlagen eine echte Chance sein – wirtschaftlich wie strukturell. Gleichzeitig ist klar: Die Gründung solcher Cluster ist anspruchsvoll und braucht verlässliche Rahmenbedingungen, insbesondere einen wirtschaftlich tragfähigen Gasnetzzugang", sagte von Butler.