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von links Markus Saller (designierter BBV-Geschäftsführer), Daniel Eisel (LandSchafftEnergie und TFZ), Ingrid Ecker (BBV-Geschäftsführerin), Josef Groß (AELF-Behördenleiter), Claudia Erndl (Bezirks- und Kreisbäuerin), Johannes Mückenhausen (Stellvertretender Kreisobmann), Josef Heisinger (Stellvertretender Kreisobmann) und Tobias Beck (Landrat).

Energieeffizienz in der Landwirtschaft

Thema bei der Regionalversammlung

16.06.2026 | Der stellvertretende Kreisobmann Johannes Mückenhausen hat zahlreiche Landwirtinnen und Landwirte zur Regionalversammlung des Bayerischen Bauernverbands in Sallach willkommen heißen können.
Nach einführenden Worten des frisch gewählten Landrats des Landkreises Straubing-Bogen, Tobias Beck, folgte Josef Groß, Behördenleiter des Amtes für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (AELF) Deggendorf-Straubing, mit aktuellen Themen aus dem Amt. Er ging dabei auf die verschiedenen Förderungen für Betriebe ein.
Anschließend erläuterte Daniel Eisel, LandSchafftEnergie und TFZ Straubing, die Energieeffizienz auf landwirtschaftlichen Betrieben. Eisel begann damit, die Landwirte zu fragen, ob sie ihren Stromverbrauch und -kosten wissen. Nach einem raschen Anstieg der Strompreise im Oktober 2022 haben diese sich wieder etwas eingependelt. Der Durchschnittspreis liegt immer noch bei 37 Cent pro Kilowattstunde.
PV: Anlagencheck wichtig
Anschließend brachte Eisel Beispiele aus der Praxis: In einem Schweinestall teilt sich der Energieverbrauch wie folgt auf: Lüftung circa 50 Prozent, Wärme 26 Prozent, Fütterung und Entmistung 15 Prozent und Beleuchtung neun Prozent. Die Hälfte des gesamten Strombedarfs in der EU benötigen Motoren. Auch Umwälzpumpen sind bekannte Stromfresser, vor allem die älteren Modelle sind teilweise nicht regelbar und arbeiten konstant auf hohem Niveau.
Eine positive Erkenntnis war die Aussage, dass alte Photovoltaikanlagen weiterhin wirtschaftlich sind. Die meisten Photovoltaikanlagen wurden in den 2000er-Jahren installiert und stehen kurz vor dem Auslaufen. Deshalb empfiehlt sich ein Anlagencheck, der Schäden an Verkabelung, Befestigung und den Wechselrichtern prüft. Durch das Auslaufen des EEG sei zwar die Höhe der finanziellen Einspeisevergütung massiv betroffen, der vorrangige Netzanschluss sowie die physikalische Stromabnahme bleiben bestehen. Sinnvoll sei, auf Eigenverbrauch umzustellen, eventuell gekoppelt mit einem Batteriespeicher. Die Devise laut Eisel: „So viel wie möglich selbst verbrauchen!“
Zum Abschluss des Abends wurden von Ingrid Ecker und Markus Saller vom Bayerischen Bauernverband Themen aus der BBV-Arbeit angesprochen. So sind nach der Zeit der Mehrfachantragsstellung Schwerpunkte die Agrardieselentlastung oder Stromsteuerrückerstattung. Zur landwirtschaftlichen Sozialversicherung können sich alle Landwirte an der Geschäftsstelle beraten lassen, da diese eine Außenstelle der SVLFG ist. Auch die Nachbauerklärung und die Erntegut-Bescheinigung der STV wurden unter den Teilnehmenden rege diskutiert. Weitere Themen waren die Düngeverordnung und die Naturwiederherstellungsverordnung.
Nach den Referaten fand eine rege Diskussion statt.