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Ortsbäuerinnen aus dem Landkreis Miltenberg mit BBV-Geschäftsführer Elmar Konrad, Kreisbäuerin Diana Reinhart, Teamassistenz Ines Scheibein und Betriebsleiterin Martina Roth.

Von der Bisonzucht bis zu aktuellen Verbandsthemen

Ortsbäuerinnen aus dem Landkreis Miltenberg trafen sich zur Herbstarbeitstagung in Eschau

29.09.2026 | Bisons, regionale Fleischproduktion und aktuelle Verbandsthemen: Die Herbstarbeitstagung der Ortsbäuerinnen aus dem Landkreis Miltenberg führte am 24. September auf den Luisenhof in Sommerau und ins Alte Forsthaus in Eschau.

Einblicke in die Bisonzucht und hofeigene Schlachtung

Erste Station der Herbstarbeitstagung war der Luisenhof im Eschauer Ortsteil Sommerau. Martina Roth führte die Ortsbäuerinnen durch den landwirtschaftlichen Familienbetrieb, auf dem neben nordamerikanischen Bisons auch Rinder der französischen Fleischrasse Blonde d’Aquitaine sowie Duroc-Schweine gehalten werden.

Im Mittelpunkt der Führung standen die Bisonhaltung und die hofeigene Schlachtung. Roth erläuterte, welche Bedeutung ein ruhiger und respektvoller Umgang mit den Tieren hat. Auch die Vorbereitung auf den Schlachttag erfolgt möglichst behutsam, um Stress für die Tiere zu vermeiden. Die Schlachtung direkt auf dem Hof erspart ihnen zudem lange Transportwege. Der hofeigene Schlachtbetrieb steht auch anderen Direktvermarktern und Tierhaltern aus der Region zur Verfügung.

Bei der Besichtigung des Schlachtraums erhielten die Ortsbäuerinnen weitere Einblicke in die Abläufe rund um die Schlachtung und Fleischverarbeitung. Dabei sprach Martina Roth auch eine Herausforderung an, mit der viele kleinere Schlachtbetriebe konfrontiert sind: den fehlenden Nachwuchs im Metzgerhandwerk. Gerade für regional verwurzelte Betriebe wird es zunehmend schwieriger, junge Menschen für diesen anspruchsvollen Beruf zu gewinnen.
Dass auf dem Luisenhof möglichst viele Teile der Tiere verwertet werden, zeigte sich auch bei der Vermarktung der Bisons. Neben dem Fleisch werden ebenso die Hörner und Felle verkauft und finden weitere Verwendung.
Im Anschluss an die Führung hatten die Ortsbäuerinnen Gelegenheit, im Hofladen einzukaufen und sich mit den hofeigenen Produkten einzudecken. Diese Möglichkeit wurde von den Teilnehmerinnen rege genutzt.
Die Führung verdeutlichte, wie viel Fachwissen, Verantwortung und handwerkliche Arbeit hinter der regionalen Fleischproduktion stehen.
 

© BBV Bison

Aktuelle Entwicklungen im Bayerischen Bauernverband

Nach der Betriebsbesichtigung ging es für die Ortsbäuerinnen ins Alte Forsthaus in Eschau. Dort informierte BBV-Geschäftsführer Elmar Konrad vor dem gemeinsamen Mittagessen über aktuelle Entwicklungen und organisatorische Veränderungen innerhalb des Bayerischen Bauernverbands.
Neben der Umstellung der Telefonie auf Microsoft Teams und den damit verbundenen neuen Telefonnummern führe das neue Mitgliederprogramm zu einer grundlegenden Neugestaltung der digitalen Arbeitsorganisation. Darüber hinaus informierte er über die anstehenden BBV-Verbandswahlen und erläuterte die Besonderheiten, die sich aus der neuen Satzung sowie dem Ziel ergeben, alle Betriebsangehörigen als beitragsfreie Mitglieder in den Verband aufzunehmen.
Im anschließenden Gespräch hatten die Ortsbäuerinnen Gelegenheit, ihre Fragen zu stellen und Themen anzusprechen, die sie derzeit beschäftigen. Elmar Konrad nahm sich Zeit für ihre Anliegen und den direkten Austausch.
Beim gemeinsamen Mittagessen konnten die Teilnehmerinnen die Eindrücke der Betriebsführung noch einmal aufgreifen und sich in geselliger Runde untereinander austauschen.
 

© BBV Altes Forsthaus

Bildungsangebote und persönliche Begegnungen

Kreisbäuerin Diana Reinhart begrüßte die Ortsbäuerinnen und freute sich über die Gelegenheit, bei der Herbstarbeitstagung wieder persönlich zusammenzukommen. Neben den fachlichen Informationen bot die Veranstaltung ausreichend Raum, um Erfahrungen auszutauschen und Kontakte zu pflegen.

Ines Scheibein und Carmen Gabriel stellten die aktuellen Bildungsangebote des Bayerischen Bauernverbands vor. Dabei erhielten die Ortsbäuerinnen zahlreiche Anregungen für mögliche Bildungsveranstaltungen vor Ort. Die vorgestellten Themen sollen ihnen die Planung eigener Veranstaltungen erleichtern und neue Ideen für Angebote in den Ortsverbänden geben. Ines Scheibein, neue Mitarbeiterin der BBV-Geschäftsstelle, stellte sich bei dieser Gelegenheit persönlich vor und steht den Ortsbäuerinnen bei der Planung und Umsetzung von Bildungsveranstaltungen gerne unterstützend zur Seite.

Darüber hinaus erhielten die Teilnehmerinnen einen Überblick über die neue Arbeitsaufteilung innerhalb der Geschäftsstelle. So wissen sie künftig, an wen sie sich mit ihren jeweiligen Anliegen wenden können.

Die Herbstarbeitstagung verband anschauliche Einblicke in die landwirtschaftliche Praxis mit wichtigen Informationen für die Verbandsarbeit. Gleichzeitig bot sie den Ortsbäuerinnen Gelegenheit, persönliche Kontakte zu stärken und neue Anregungen für ihre Arbeit vor Ort mitzunehmen.
 

© BBV Luisenhof
© BBV Schlachten
© BBV Schlachten