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Jagd, Landwirtschaft und Grundeigentum im Dialog

BBV Forchheim und Hegeringleiter tauschen sich zu aktuellen Themen aus

01.07.2026 | Vertreter des BBV, der Hegeringleiter, der Jagdgenossenschaften, des Bayerischen Jagdverbandes (BJV) und der unteren Jagdbehörde trafen sich im Landkreis Forchheim zum fachlichen Austausch. Im Mittelpunkt standen Themen wie freilaufende Hunde, das neue Jagdgesetz und ein Bildungsprogramm Jagd.

Jagd, Landwirtschaft und Grundeigentum im Dialog

Zu einem fachlichen Austausch haben sich die Vertreter des Bayerischen Bauernverbandes im Landkreis Forchheim mit den Hegeringleitern aus dem Landkreis in der BBV-Geschäftsstelle Forchheim getroffen. Mit dabei waren BBV-Kreisobmann Hermann Greif, Kreisbäuerin Christine Werner und der stellvertretende Kreisobmann Reinhard Friedrich. Ebenfalls am Austausch teilgenommen haben Arnulf Koy, Sprecher der Arbeitsgemeinschaft der Jagdgenossenschaften, Udo Burkard, Vorsitzender der BJV-Kreisgruppe, sowie Mario Saß, Leiter der unteren Jagdbehörde.

Ziel des Treffens war es, die gemeinsamen Schnittstellen von Landwirtschaft, Jagd, Grundeigentum und Behördenpraxis offen anzusprechen. „Landwirtschaft, Grundeigentum und Jagd gehören eng zusammen. Umso wichtiger ist es, dass wir regelmäßig miteinander reden und gemeinsam nach praxistauglichen Lösungen vor Ort suchen“, machte Kreisobmann Hermann Greif deutlich.

Ein Schwerpunkt des Abends waren freilaufende Hunde und deren Folgen für Jäger und Tierhalter. Dabei wurde deutlich, dass es nicht nur um Rücksichtnahme in Feld und Flur geht, sondern auch um handfeste Auswirkungen auf landwirtschaftliche Betriebe. Hundekot im Futter kann Parasiten wie Neospora caninum übertragen und dadurch unter anderem zu schlechterer Futteraufnahme, Leistungseinbußen, Fehlgeburten, schwachen Kälbern und wirtschaftlichen Schäden führen. Auch aufgeschreckte Wild- und Weidetiere können durch Unruhe, Ausbrüche, Unfälle und Schäden erhebliche Probleme verursachen. Kreisbäuerin Christine Werner betonte dazu: „Unsere Wiesen und Weiden werden teilweise als Trampelpfade, Hundetoiletten oder Hundespielplätze genutzt. Für uns sind sie aber die Grundlage für hochwertiges Futter und gesunde Tiere. Rücksicht in Feld und Flur ist deshalb ein wichtiger Beitrag zum Miteinander.“

Ein weiterer zentraler Punkt war der Erfahrungsaustausch zum neuen Bayerischen Jagdgesetz. Diskutiert wurden unter anderem die vorgesehenen größeren Handlungsspielräume für Grundeigentümer, Jagdgenossenschaften und Eigenjagdbesitzer sowie der Wunsch nach weniger bürokratischen Vorgaben. Der BBV bewertet den Entwurf als politischen Kompromiss, der konstruktiv begleitet werden soll, wo Präzisierung und Nachbesserung notwendig sind. Inhaltlich ging es dabei auch um die Abschussplanung, das forstliche Gutachten, Jagd- und Schonzeiten, Gänseschäden sowie die Umsetzung der Kitz- und Wildtierrettung in der Mähsaison.

Aus Sicht der Teilnehmer wurde deutlich: Jagdrecht muss in der Praxis funktionieren. Es braucht einen fairen Ausgleich zwischen Eigentum, Waldumbau, Jagd, Artenschutz, Weidetierhaltung und gesellschaftlichen Erwartungen. Udo Burkard, Kreisvorsitzender des Bayerischen Jagdverbandes, brachte es auf den Punkt: „Jagd funktioniert dann am besten, wenn Jäger, Grundeigentümer und Landwirte gemeinsam Verantwortung übernehmen.“

Vorgestellt wurde außerdem die Idee eines „Bildungsprogramms Jagd“ für Verantwortliche von Jagdgenossenschaften. Geplant sind Module zu Grundlagen der Jagdgenossenschaft, Jagdkataster, Streckenliste, Abschussplanfreiheit, BBV-Jagdpachtvertrag, Jagdkonzepten, Jagdrecht und Jagdpraxis sowie ein Praxistag mit Stationen zu Vegetationsgutachten und Jagdstrategien.

Am Ende des Abends stand der gemeinsame Wille, den Dialog auf Augenhöhe zwischen Landwirtschaft, Jagd, Jagdgenossenschaften und Behörden beizubehalten. Der Austausch zeigte: Viele Herausforderungen lassen sich nur gemeinsam angehen – mit gegenseitigem Verständnis, Respekt klarer Kommunikation und praxistauglichen Lösungen.

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Vertreter des BBV Forchheim, der Hegeringleiter, der Jagdgenossenschaften, der BJV-Kreisgruppe und Mario Saß von der unteren Jagdbehörde beim Austausch in der BBV-Geschäftsstelle Forchheim.
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Im Sitzungssaal der BBV-Geschäftsstelle Forchheim wurden aktuelle jagdliche Themen, Anliegen der Landwirtschaft und Fragen zur praktischen Umsetzung des Jagdrechts besprochen.
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Offener Austausch auf Augenhöhe: Landwirtschaft, Jagd, Jagdgenossenschaften und untere Jagdbehörde diskutierten gemeinsame Schnittstellen und Herausforderungen.