Ein Abend für das Ehrenamt in Forchheim
Danke für euren Einsatz vor Ort!
Gemeinsam zurückblicken, Danke sagen und nach vorne schauen: Zum Abschluss der Wahlperiode trafen sich die Ortsobmänner und stellvertretenden Ortsobmänner des BBV-Kreisverbandes Forchheim zu einem geselligen Abend im Sportheim Weingarts.
Zum Abschluss der fünfjährigen Wahlperiode hatte der BBV-Kreisverband Forchheim seine Ortsobmänner und stellvertretenden Ortsobmänner zu einem Dankeschön-Abend ins Sportheim Weingarts eingeladen. Zahlreiche Ehrenamtliche aus den Ortsverbänden waren der Einladung gefolgt.
Kreisobmann Hermann Greif blickte auf fünf bewegte Jahre zurück. Die Wahlperiode war geprägt von großen politischen und gesellschaftlichen Herausforderungen, aber auch von zahlreichen Aktionen, Veranstaltungen und Begegnungen innerhalb des Kreisverbandes.
Besonders eindrucksvoll waren die Bauernproteste im Winter 2023/2024. Sie zeigten, welche öffentliche und politische Wirkung entstehen kann, wenn die Landwirtschaft geschlossen auftritt. Auch die Erfolge des BBV wie etwa den Erhalt der Agrardieselbeihilfe und der grünen Kennzeichen aber auch der Wegfall der Roten und Gelben Gebiete hebte der Kreisobmann hervor. Darüber hinaus erinnerte Greif an Kreiserntedankfeste, Tage des offenen Hofes sowie an die vielfältigen Kontakte zu Verbänden, Behörden, Politik und weiteren Organisationen im Landkreis. Zu den bewegenden Ereignissen der vergangenen Monate gehörte zweifelsohne der völlig unerwartete Tod des BBV-Direktors Dr. Wilhelm Böhmer im Mai 2026. Mit seinem großen persönlichen Einsatz, seiner Nähe zu den Mitgliedern und seinem außerordentlichen Engagement für den Berufsstand bleibt er vielen Ehrenamtlichen und Mitgliedsfamilien im BBV in guter Erinnerung.
Greif dankte den Ortsobmännern und Stellvertretern für ihre Verlässlichkeit und ihren Einsatz. „Ihr seid im BBV wichtige Ansprechpartner für die Berufskollegen, ihr haltet den Kontakt in die Dörfer und ihr tragt wesentlich dazu bei, dass Anliegen aus der Praxis innerhalb des Verbandes gehört und aufgegriffen werden“, lobte Greif seine Ortsehrenamtlichen.
Auch Kreisbäuerin Christine Werner und ihre Stellvertreterin Evi Friedrich nahmen an dem Abend teil. Dabei würdigte Kreisbäuerin Werner die wertvolle Arbeit der Ortsobmänner und den Zusammenhalt zwischen männlichem und weiblichem Ehrenamt. Viele Aktionen und Veranstaltungen seien nur möglich, weil Ortsobmänner, Ortsbäuerinnen und ihre Stellvertretungen gemeinsam Verantwortung übernehmen.
Geschäftsführer Torsten Gunselmann berichtete anschließend über aktuelle Entwicklungen in der Geschäftsstelle und im Bayerischen Bauernverband.
Gunselmann gab außerdem einen Überblick über die Aktivitäten im BBV seit seinem Amtsantritt im April. Dazu gehörten unter anderem die Antrittsbesuche bei Landrat Zimmermann und verschiedenen Bürgermeistern, die Ernennung von Eugen Köhler zum neuen Direktor des BBV in Ober- und Unterfranken, das gemeinsam mit dem Kreisfeuerwehrverband beworbene Projekt „Red Farmer“, der Austausch mit den Hegeringleitern aber auch eine verstärkte Presse- und Öffentlichkeitsarbeit. Bei den aktuellen Themen wie Trockenheit und Ernteausfällen, niedrigen Erzeugerpreisen, steigenden Betriebskosten, Flächenverbrauch und der Zukunft der Biogasanlagen brachte sich der Kreisverband ebenfalls öffentlich und politisch ein.
Dabei wurde deutlich: Die Stärke des BBV liegt im Zusammenspiel von Mitgliedern, Ehrenamt und Geschäftsstelle. Die Ortsobmänner und ihre Stellvertreter sind das entscheidende Bindeglied vor Ort. Sie hören zu, geben Informationen weiter, bringen Menschen zusammen und verleihen der Landwirtschaft in den Gemeinden eine Stimme.
Mit Blick auf die anstehenden Verbandswahlen warben die anwesenden Mitglieder aus dem Kreisehrenamt und Geschäftsführer Torsten Gunselmann dafür, sich auch in der kommenden Wahlperiode einzubringen. Ein Ortsehrenamtlicher müsse nicht jede Antwort kennen und nicht jede Aufgabe allein erledigen. Entscheidend seien die Bereitschaft zuzuhören, Anliegen weiterzugeben und gemeinsam mit anderen etwas zu bewegen. Das Kreisehrenamt und die Mitarbeiter in der BBV-Geschäftsstelle stehen den Ortsobleuten stets als zuverlässiger Ansprechpartner zur Verfügung.
Bei Bratwürsten mit Sauerkraut und vielen persönlichen Gesprächen klang der Abend in geselliger Runde aus. Er machte deutlich: Ein starker Kreisverband braucht aktive Ortsverbände – und Menschen, die der Landwirtschaft vor Ort ein Gesicht und eine Stimme geben.