Für Weide – mit Maß und Ökoziel!
Danke für 799 Unterschriften zugunsten des Änderungsantrags zum EU-Ökorecht!
Durch die verschärfte Auslegung der Weidepflicht für Pflanzenfresser mussten in Bayern bis Ende 2025 schon über 300 Ökobetriebe wieder auf konventionelle Bewirtschaftung umgestellt. Mehrere hundert weitere werden folgen, wenn die EU keine Flexibilisierungen zulässt.
EU-Ökorecht: Änderungsantrag für Flexibilisierung in dringend benötigten Ausnahmefällen
Der Änderungsantrag Nr. 169, über den der EP-Agrarausschuss kommenden Dienstag, 14. Juli abstimmt, setzt hier an: Die Öko-Weidepflicht soll verträglicher gestaltet werden. Der BBV hat eine Unterschriftenaktion gestartet, um diesem Antrag Rückenwind zu geben und die EU-Abgeordneten zu bestärken, ein starkes Votum für die Öko-Tierhaltung abzugeben.
Ziel des Änderungsantrags ist es, genau diese benötigten Spielräume zu eröffnen und gleichzeitig sicherzustellen,
- dass alle Ökobetriebe mit Pflanzenfressern Weidehaltung praktizieren,
- dass jedoch die Betriebe, denen es aus objektiven Gründen unmöglich ist, alle Tiergruppen zu jeder Zeit auf der Weide zu halten, mit innovativen Tierhaltungssystemen weiterhin ökologisch wirtschaften können.
Was nicht das Ziel des Antrags ist: (wie Kritiker behaupten) eine Ökolandwirtschaft ohne Weide!
Der Bayerische Bauernverband setzt sich intensiv dafür ein, dass der Änderungsantrag - voraussichtlich Mitte Juli - im EU-Parlament verabschiedet wird. Auch setzt sich der BBV weiter für den Dialog aller Beteiligten ein und ist jederzeit bereit, gemeinsam tragfähige Lösungen für die bayerischen Ökobetriebe zu entwickeln.
Danke an die 799 Unterzeichner unserer Unterschriftenaktion für eine starke bayerische Ökolandwirtschaft!
Mit Ihrer Unterschrift haben Sie den EU-Abgeordneten signalisiert,
- dass Weide und Ökolandbau zusammengehören,
- dass aber Betriebe, die aus objektiven Gründen keine vollumfängliche Weide praktizieren können, Öko bleiben können sollen,
- dass die Öko-Tierhaltung als unverzichtbarer Baustein im System Ökolandwirtschaft wieder gestärkt werden soll.
Nun haben es die EU-Abgeordneten in der Hand, eine starke Entscheidung für die Öko-Tierhalter zu treffen.
Weiterführend
- Hoffnungen der Ökobauern enttäuscht: EU-Kommissionsvorschlag zur Vereinfachung des EU-Ökorechts verpasst Chance, Öko-Tierhaltung zu fördern (Ende 2025)
- DBV fordert erneut Flexibilisierung der Öko-Weidevorgaben und Auslaufüberdachung im EU-Öko-Basisrecht: COPA-Veranstaltung zur Zukunft des Ökolandbaus im EU-Parlament (März 2026)