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Internationaler Tag der Frauengesundheit
© BBV Canva

Wenn Ungleichbehandlung Leben rettet

Internationaler Tag der Frauengesundheit am 28. Mai: Landfrauen fordern stärkere Förderung geschlechtersensibler Medizin

22.05.2026 | Anlässlich des Internationalen Tages der Frauengesundheit am 28. Mai machen die Landfrauen auf die zentrale Bedeutung der geschlechtersensiblen Medizin aufmerksam. „Geschlechtersensible Medizin ist die Grundlage für eine gute medizinische Versorgung von Frauen und Männern. Eine differenzierte Prävention, Diagnose und Therapie verbessert nicht nur die individuelle Gesundheit, sondern stärkt auch das Gesundheitssystem insgesamt“, sagt Landesbäuerin Christine Singer.

„Ungleichbehandlung hilft hierbei, denn Frauen und Männer erkranken unterschiedlich. Deshalb brauchen sie eine passgenaue medizinische Versorgung“, so Singer. Das gesellschaftliche Bewusstsein für geschlechterspezifische Unterschiede in der Medizin wächst zunehmend. Gleichzeitig werden Tabus rund um Frauenerkrankungen wie Endometriose, Zyklusbeschwerden oder die Wechseljahre immer stärker aufgebrochen. Dennoch besteht weiterhin erheblicher Handlungsbedarf.

Forderungen der Landfrauen

Um das Potenzial der geschlechtersensiblen Medizin voll auszuschöpfen und politische Vereinbarungen aus dem Koalitionsvertrag konsequent umzusetzen, fordern die Landfrauen:

  • Verankerung in Ausbildung und Praxis: Geschlechterspezifische Aspekte müssen verbindlich in allen medizinischen Ausbildungsberufen, Studiengängen sowie in der Fort- und Weiterbildung integriert werden. Nur so kann langfristig eine wirksamere und gerechtere Versorgung erreicht werden.
  • Mehr Forschung und bessere Daten: Viele medizinische Standards basieren bislang überwiegend auf Daten männlicher Probanden. Für fundierte Erkenntnisse braucht es mehr Studien mit ausreichend großen und repräsentativen Stichproben. Auch im Bereich der KI im Gesundheitswesen sind vielfältige, geschlechtersensible Datengrundlagen unerlässlich.
  • Systematische Datenerhebung: Die regelmäßige Erstellung eines geschlechtersensiblen Gesundheitsberichtes ist notwendig, um Entwicklungen sichtbar zu machen und gezielt handeln zu können.
  • Stärkung der Gesundheitskompetenz: Durch gezielte Aufklärungskampagnen sollen Patientinnen und Patienten besser informiert und zur Nutzung von Vorsorge- und Versorgungsangeboten motiviert werden.
  • Bessere Erreichbarkeit: Voraussetzung für eine stärkere Inanspruchnahme ist ein wohnortnahes Angebot medizinischer Leistungen.

Seit 2003 engagieren sich die Landfrauen mit wechselnden Gesundheitsoffensiven für frauenspezifische Themen. Aktuell steht die Initiative „Frausein 2.0 – die Wechseljahre neu denken“ im Fokus.

Weitere Informationen und Veranstaltungshinweise finden Sie unter:
www.bildung-beratung-bayern.de