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10.09.2015 Wald

Wildschäden im Wald richtig bewerten - so geht's

Neue Bewertungskonvention verfügbar

In unseren Wäldern kommt es immer wieder zu Verbiss-, Fege- oder Schälschäden durch Wild an den Waldbäumen. Die Erfassung und Bewertung von Wildschäden ist kompliziert. Ein neues Berechnungsmodul für Jäger und Waldbesitzer schafft jetzt Abhilfe.
© BBV
Wald und Wild sind untrennbar miteinander verbunden. Die Jagd muss gemäß §1 Abs. 2 Bundesjagdgesetz so durchgeführt werden, dass Beeinträchtigungen einer ordnungsgemäßen land-, forst- und fischereiwirtschaftlichen Nutzung, insbesondere Wildschäden, möglichst vermieden werden. Dennoch kommt es immer wieder zu Verbiss-, Fege- oder Schälschäden. Bei der Erfassung und Bewertung treten oftmals Meinungsverschiedenheiten zwischen Geschädigtem und Ersatzpflichtigem hinsichtlich der Schadenshöhe auf. Im Januar 2013 hat der Ausschuss für Betriebswirtschaft im Deutschen Forstwirtschaftsrat (DFWR) eine „Konvention zur Bewertung von Wildschäden im Wald“ herausgegeben. 
 
Erstmals bundesweit gültiges Verfahren
Auf Anregung des Bayerischen Waldbesitzerverbandes und des BBV wurde diese Bewertungskonvention von der Technischen Universität München (TUM) überprüft, aktualisiert und auf bayerische Verhältnisse angepasst. Damit liegt nun erstmals ein Verfahren vor, das bundesweit Akzeptanz findet und eine einfache Bewertung von Verbiss- und Fegeschäden im Rahmen des verwaltungsrechtlichen Vorverfahrens ermöglicht. Damit ist es eine wichtige Orientierungshilfe zur gütlichen Einigung im Vorfeld der Anmeldung von Wildschäden. Die Herleitung und die Festlegungen zum Verfahren sind unter www.dfwr.de/aktuelles/DFWR-Konvention-Wildschadensbewertung-2013.pdf nachzulesen.
 
Die Konvention zur Bewertung von Wildschäden im Wald erhalten Sie als Broschüre hier zum Download (PDF, 2.300 KB). 
 
Die Herausgeber weisen darauf hin, dass die Konvention eine Bewerrtungshilfe ist und das gesetzlich geregelte Wildschadenersatzverfahren keinesfalls ersetzt. Sie ersetzt bewusst auch nicht die Arbeit von Sachverständigen. Sie bietet jedoch eine sehr gute Möglichkeit, dass Waldbesitzer und Jäger sich fachlich fundiert über die Höhe des Wildschadensersatzes einigen. Mehr Infos zur Konvention lesen Sie in diesem Artikel zum Download aus den Mitteilungen für Jagdgenossenschaften und Eigenjagdbesitzer  (PDF, 5100 KB).
 
Rechenhilfe als Download verfügbar
Zur Bewertung von Wildschäden steht eine Rechenhilfe als Excel-Modul zum Download zur Verfügung (Excel-Dokument, 40 KB). Achtung: Um das Excel-Dokument vollumfänglich nutzen zu können, müssen alle Inhalte aktiviert sein! Verknüpfungen müssen hingegen nicht aktualisiert werden. Eine Anleitung ist auf dem ertsten Tabellenblatt des Excel-Dokuments enthalten.
 
Schaubild zur Abwicklung von Wildschäden
Nach dem Bundesjagdgesetz besteht eine Ersatzpflicht für Schäden, die durch Schalenwild, Wildkaninchen und Fasanen verursacht wurden (§§29ff BJagdG). Dabei soll der Wildschadensersatz den Zustand wieder herstellen, der bestanden hätte, wenn der Schaden nicht eingetreten wäre (§249 BGB). Der Großteil der Wildschäden wird zwischen dem Ersatzpflichtigen (in der Regel der Jagdpächter) und dem Ersatzberechtigten (Landwirt, Waldbesitzer) auf dem gütlichen Weg geeinigt. Dieser Weg wird seitens der Verbände begrüßt und auch grundsätzlich empfohlen.
 
Können sich die beiden Parteien jedoch nicht gütlich einigen, so schreibt der Gesetzgeber das sogenannte Vorverfahren zur Klärung vor (§35 BJagdG, §§25 ff AVBayJG).
 
 

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