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19.05.2017 Kreisbäuerinnen- und Kreisobmännertagung

„Der Mensch steht im Mittelpunkt unserer Arbeit“

Nach Wiederwahl: Grundsatzrede von Bauernpräsident Heidl vor neuen Ehrenamtlichen

Bei der Landesversammlung des Bayerischen Bauernverbandes wurde Bauernpräsident Walter Heidl im Amt bestätigt. Vor den ebenfalls frisch gewählten Kreisbäuerinnen und Kreisobmännern hat Heidl nun Schwerpunkte für die Arbeit der nächsten Jahre gesetzt. „Bei unserer gemeinsamen Arbeit stehen die Menschen auf den Höfen im Mittelpunkt“, sagte Heidl. „Wir wollen deshalb Probleme anpacken, Rahmenbedingungen mitgestalten und als kompetenter Ansprechpartner für den ländlichen Raum mit Rat und Tat zur Seite stehen.“
In seiner Grundsatzrede unterstrich der wiedergewählte BBV-Präsident Walter Heidl die Bedeutung des wirtschaftlichen Faktors für die Zukunft bayerischer Bauernhöfe.
© BBV
 
Auch Landesbäuerin Anneliese Göller rief die Ehrenamtlichen auf, den Menschen in den Mittelpunkt der Arbeit zu rücken. „Wir wollen den kommenden Generationen zeigen und vorleben, dass es sich lohnt einen bäuerlichen Betrieb zu übernehmen und zu führen“, so Göller. „Dazu braucht es eine gesunde Balance aus Arbeit und Freizeit. Machen wir uns gemeinsam auf den Weg. Gemeinsam im Bayerischen Bauernverband, gemeinsam im ländlichen Raum und gemeinsam im Familienbetrieb.“

Ein entscheidender Faktor für eine erfolgreiche Zukunft auf den bayerischen Bauernhöfen ist insbesondere der wirtschaftliche Erfolg. „Wir Bauern leben davon, was die Verbraucher tun – und nicht davon, was sie sagen!“, sagte Heidl. „Eine Mehrheit der Verbraucher geben an, dass sie großen Wert auf Fleisch aus besonders tiergerechter Haltung legen. Doch im Supermarkt greifen viele zum günstigsten Produkt.“

Das zeigt sich an den Zahlen: 70 Prozent der Schweineschnitzel werden als Sonderangebot verkauft. Und auch die Probleme vieler Label-Konzepte zeigen: „Um wirklich voranzukommen, braucht es den breiten Ansatz der Initiative Tierwohl“, so Heidl. In diesem System werden vom Handel im Moment vier Cent und ab kommendem Jahr 6,25 Cent pro Kilo verkauftem Fleisch oder Wurst gezahlt. Aus diesem Finanztopf erhalten Bauern dann einen Ausgleich für die zusätzlichen Leistungen im Sinne des Tierwohls – und zwar unabhängig vom Fleischpreis.

Die Weiterentwicklung im Stall ist auch unmittelbar von politischen Entscheidungen abhängig. „Jeder neue Stall ist ein Fortschritt in Sachen Tierwohl“, sagte Heidl. „Nötig sind deshalb zum Beispiel bei der TA Luft Regelungen, die diese Weiterentwicklung überhaupt noch zulassen, und Investitionsprogramme, die diese Entwicklung fördern.“ Bei der Entwicklung selbst gelte es auf die bayerischen Strukturen Rücksicht zu nehmen. Die Hälfte der Milchbauern in Bayern halten ihre Kühe in Anbindehaltung. „Wir wollen und wir werden diese Ställe Schritt für Schritt verbessern“, unterstrich Heidl. „Doch durch ein Verbot würden viele kleinere Höfe vor dem Aus stehen.“

Neben niedrigen oder schwankenden Preisen werden die Bauern auch zunehmend vom Klima und extremen Wetterlagen vor Herausforderungen gestellt. „Machen wir uns nichts vor: die Möglichkeit zur Steuerglättung ist ein Schuss in den Ofen“, sagte Heidl. „Was wir brauchen, ist eine steuerfreie Risikorücklage. Schließlich sind wir Schwankungen auf dem globalen Markt und den Unwägbarkeiten natürlicher Prozesse in besonderem Maße ausgesetzt.“
 

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