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Mercosur-Abkommen inakzeptabel!

Vorteile für Industrieexporte zu Lasten der Landwirtschaft

03.07.2019 |

Die Mercosur-Staaten Brasilien, Argentinien, Paraguay und Uruguay haben gerade bei Lebensmittelsicherheit, Hygiene, Rückverfolgbarkeit, Umwelt- und Tierschutz sowie Klimaschutz deutlich niedrigere Standards als die Europäische Union. BBV-Präsident Heidl kritisiert daher scharf: „Für uns ist es völlig inakzeptabel, dass offensichtlich Vorteile für Industrieexporte der EU durch Zugeständnisse an die Mercosur-Staaten im Agrarbereich erkauft wurden.“

Das Europäische Parlament wie auch die nationalen Parlamente müssen das Abkommen ratifizieren, bevor es in Kraft treten kann. Der BBV erwartet von den Parlamentariern, das Abkommen entweder entscheidend nachzubessern oder abzulehnen. Es geht um die zentrale Frage, wie sichergestellt werden kann, dass auch weiterhin in der EU unter den hohen Standards Lebensmittel erzeugt werden. Das funktioniert nur mit fairen Wettbewerbsbedingungen für die heimische Landwirtschaft. Ansonsten werden zumindest Teile der Lebensmittelerzeugung in Drittstaaten abwandern. Heidl: „Durch das Mercosur-Abkommen drohen insbesondere bei Rindfleisch, aber auch Geflügelfleisch und Zucker erhebliche Wettbewerbsverzerrungen zu Lasten unserer Bauernfamilien. Unsere Betriebe müssen fast täglich neue Anforderungen erfüllen. Wenn Importe diese Standards aber unterlaufen können, muss jedem klar sein, dass dies unsere Bauern aus dem Wettbewerb katapultiert“. Auch der Deutsche und Europäische Bauernverband kritisierten das Abkommen deutlich.

 


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