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Trockenheit

Dürre: Hilfen für hart betroffene Betriebe jetzt beantragen

Details zu bayerischer Dürrehilfe, Bund-Länder-Paket auf der Zielgeraden

02.10.2018 |

Die Dürre in diesem Jahr führt regional und einzelbetrieblich zu erheblichen Ernteausfällen und Problemen auf den Bauernhöfen. Es bestehen jedoch zum Teil deutliche Unterschiede im Ausmaß, sowohl in Bayern als auch noch gravierender innerhalb Deutschlands. Die Politik hat die geplanten Hilfen für besonders hart von der Trockenheit betroffene Landwirte vorgesehen, nicht aber für Betriebe, die letztlich "mit einem blauen Auge davon gekommen" sind.

Futterbeihilfe Bayerns
Seit 1. Oktober können von der Trockenheit 2018 besonders hart betroffene Futterbaubetriebe mit Raufutterfressern, Antrag auf Zahlungen nach Hilfsprogramm Grundfutterzukauf Dürre 2018 für den zwingend erforderlichen Futterzukauf an den Landwirtschaftsämtern stellen. Die Antragstellung ist bis spätestens 15. November 2018 möglich.

Dürrehilfe Bund-Länder
Ergänzend ist auch eine bundesweite Dürrehilfe für alle von Hitze und Trockenheit besonders hart betroffenen Betriebe vorgesehen, bei der aktuell erst Ende Oktober beziehungsweise Anfang November mit einer Antragstellungsmöglichkeit seitens des bayerischen Landwirtschaftsministeriums gerechnet wird.

Weitere Informationen folgen, sobald die Details verfügbar sind.

 

Alle Informationen zum Hilfsprogramm in Bayern, zur Antragsstellung und zur BBV-Futtermittelbörse erhalten Mitglieder nach dem Login.

 

Die Pressekonferenz der Bundeslandwirtschaftsministerin:

BBV erreicht steuerliche Hilfsmaßnahmen

Der bayerische Finanzminister Albert Füracker kommt der Bitte des Bayerischen Bauernverbandes nach steuerlichen Hilfsmaßnahmen für die Landwirte nach, die insbesondere in den letzten Monaten massive Schäden an den land- und forstwirtschaftlichen Kulturen durch lokale Unwetterereignisse sowie Borkenkäferbefall hinnehmen mussten (Antwortschreiben des Bayerischen Finanzministerium vom 16.08.2018).

Auch wenn keine großflächigen Schäden eingetreten seien, könnten die Schäden und die damit einhergehenden finanziellen Belastungen im Einzelfall aber beträchtlich sein. Unmittelbar Geschädigten wird daher empfohlen, sich an ihr zuständiges Finanzamt zu wenden, das dann schnell und unbürokratisch prüfen wird, ob und gegebenenfalls welche steuerlichen Hilfsmaßnahmen gewährt werden können. Als Beispiele nennt der Minister die Möglichkeit der Steuerstundungen oder der Herabsetzung von Steuervorauszahlungen. Die jeweiligen Finanzämter können diese Erleichterungen bei entsprechender Begründung bzw. Glaubhaftmachung im Einzelfall gewähren.

Für diesen ersten Schritt bedankt sich der BBV. Der BBV erachtet jedoch noch weitergehende Hilfen für erforderlich, wie insbesondere eine Anhebung der Betriebsausgabenpauschale. Über die Entscheidung darüber werden wir umgehend informieren. Bezüglich von Steuererleichterungen wegen der Dürreschäden sind ebenfalls zeitnah weitere Hilfsmaßnahmen zu erwarten. Konkrete diesbezügliche Regelungen sind noch nicht bekannt.

 


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