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Trockenheit

Dürre: Hilfen für hart betroffene Betriebe ab Oktober

Details zu Hilfsmaßnahmen seitens Bayern und Bund-Länder auf der Zielgerade

20.09.2018 |

Der Bayerische Bauernverband hat sich in dieser Situation erfolgreich für schnelle und unbürokratische Hilfen eingesetzt. Hier finden betroffene Betriebe alle nötigen Infos zu Futterbeihilfe Bayerns und der bundesweiten Dürrehilfe für alle hart von der Trockenheit betroffenen Betriebe.

Die Dürre in diesem Jahr führt regional und einzelbetrieblich zu erheblichen Ernteausfällen und Problemen auf den Bauernhöfen. Es bestehen jedoch zum Teil deutliche Unterschiede im Ausmaß, sowohl in Bayern als auch noch gravierender innerhalb Deutschlands. Die Politik hat die geplanten Hilfen für besonders hart von der Trockenheit betroffene Landwirte vorgesehen, nicht aber für Betriebe, die letztlich "mit einem blauen Auge davon gekommen" sind.

Futterbeihilfe Bayerns
Die von Bayern angekündigte  Futterbeihilfe soll in den nächsten Tagen die formale Genehmigungsschritte über das Finanzministerium und über den Bayerischen Landtag nehmen. Es ist davon auszugehen, dass ab Anfang Oktober 2018 Futterbaubetriebe mit erheblichen Ertragsausfällen Antrag auf dies bayerische Hilfe bei den Landwirtschaftsämtern stellen können.

Dürrehilfe Bund-Länder
Die Beratungen der Bundesländer mit dem Bundeslandwirtschaftsministerium zur Ausgestaltung der bundesweiten Dürrehilfe für alle Betriebe waren schwierig. Die Regelungen befinden sich auf der Zielgeraden,, so dass im Oktober 2018 eine Beantragung ermöglicht werden soll. Details dazu sind noch nicht bekannt. Dem Vernehmen nach besteht die Bundesebene darauf, dass mindestens 30 % Naturalertragsverlust im Gesamtbetrieb vorliegen, eine Prüfung der bisherigen Einkommensverhältnisse Pflicht ist und dass auch Privatvermögensverhältnisse in Teilen Relevanz haben.

Sobald die Details vorliegen folgt mehr.

 

Alle Informationen zum Hilfsprogramm in Bayern, zur Antragsstellung und zur BBV-Futtermittelbörse erhalten Mitglieder nach dem Login.

 

Die Pressekonferenz der Bundeslandwirtschaftsministerin:

BBV erreicht steuerliche Hilfsmaßnahmen

Der bayerische Finanzminister Albert Füracker kommt der Bitte des Bayerischen Bauernverbandes nach steuerlichen Hilfsmaßnahmen für die Landwirte nach, die insbesondere in den letzten Monaten massive Schäden an den land- und forstwirtschaftlichen Kulturen durch lokale Unwetterereignisse sowie Borkenkäferbefall hinnehmen mussten (Antwortschreiben des Bayerischen Finanzministerium vom 16.08.2018).

Auch wenn keine großflächigen Schäden eingetreten seien, könnten die Schäden und die damit einhergehenden finanziellen Belastungen im Einzelfall aber beträchtlich sein. Unmittelbar Geschädigten wird daher empfohlen, sich an ihr zuständiges Finanzamt zu wenden, das dann schnell und unbürokratisch prüfen wird, ob und gegebenenfalls welche steuerlichen Hilfsmaßnahmen gewährt werden können. Als Beispiele nennt der Minister die Möglichkeit der Steuerstundungen oder der Herabsetzung von Steuervorauszahlungen. Die jeweiligen Finanzämter können diese Erleichterungen bei entsprechender Begründung bzw. Glaubhaftmachung im Einzelfall gewähren.

Für diesen ersten Schritt bedankt sich der BBV. Der BBV erachtet jedoch noch weitergehende Hilfen für erforderlich, wie insbesondere eine Anhebung der Betriebsausgabenpauschale. Über die Entscheidung darüber werden wir umgehend informieren. Bezüglich von Steuererleichterungen wegen der Dürreschäden sind ebenfalls zeitnah weitere Hilfsmaßnahmen zu erwarten. Konkrete diesbezügliche Regelungen sind noch nicht bekannt.

 


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