Landwirtschaft & Umwelt

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Grünland Walzen

Grünland darf in einzelnen Landkreisen bis 8. April gewalzt werden

Fristverlängerung betrifft einige Landkreise in Schwaben und Oberbayern

01.04.2020 |

Das gleichzeitig beschlossene Begleitgesetz ermöglicht es jedoch den Bezirksregierungen auf Grundlage von Daten der Bayerischen Landesanstalt für Landwirtschaft (LfL) und des Deutschen Wetterdienstes (DWD) diesen Termin durch eine Allgemeinverfügung zu verschieben. Davon haben alle Bezirksregierungen Bayerns dieses Jahr Gebrauch gemacht und den Termin auf den 1. April um zwei Wochen verschoben. Grund für die Verschiebung war die noch nicht gegebene Befahrbarkeit der Flächen. Je nach Witterungsverlauf entscheiden die Regierungen darüber, den Verbotszeitpunkt erneut zu verschieben.  Jedoch sind von dieser Verschiebung Wiesenbrütergebiete ausgenommen, in denen das Walzverbot ab 15. März bis zum ersten Schnitt weiterhin gilt. Die Kulisse der Wiesenbrütergebiete ist über FiN-Web des Bayerischen Landesamtes für Umwelt (LfU) zugänglich. Die Information zur Wiesenbrüterkulisse sind aber auch in der Feldstückskarte im zugangsgeschützten Bereich von iBALIS verfügbar. Dazu muss in der Legende die Ebene „Wiesenbrüterkulisse“ aktiviert werden.
Die Regierung von Oberbayern hat nun erneut aufgrund der starken Niederschläge der letzten Wochen durch eine Allgemeinverfügung den Beginn des Walzverbots in einigen oberbayerischen Landkreisen  verschoben. Jedoch sind von dieser Verschiebung Wiesenbrütergebiete ausgenommen. Für alle hier nicht aufgeführten Landkreise gilt das Walzverbot bereits ab dem 2. April.

In folgenden Landkreisen in Oberbayern ist das Walzen bis einschließlich 8. April 2020 gestattet:

  • Landkreis Berchtesgadener Land
  • Landkreis Traunstein
  • Landkreis Rosenheim und kreisfreie Stadt Rosenheim
  • Landkreis Miesbach
  • Landkreis Bad Tölz - Wolfratshausen
  • Landkreis Garmisch-Partenkirchen
  • Landkreis Weilheim-Schongau
  • Landkreis München
  • Landkreis Fürstenfeldbruck
  • Landkreis Starnberg

Gleiches gilt für einige Landkreise in Schwaben:

  • Landkreis Augsburg
  • Landkreis Oberallgäu einschließlich der Stadt Kempten
  • Landkreis Ostallgäu einschließlich der Stadt Kaufbeuren
  • Landkreis Unterallgäu einschließlich der Stadt Memingen
  • Lindau (Bodensee)

Das Nutzen der Allgemeinverfügung der Bezirksregierungen zeigt, dass sich der Einsatz des Bayerischen Bauernverbandes am Runden Tisch für eine Flexibilisierung der starren Vorgabe gelohnt hat. Somit können für die Betriebe praxisnähere Umsetzungen des Volksbegehrens erreicht werden. Dennoch muss im Herbst dieses Jahres jede Regelung bei der Evaluierung auf ihre Sinnhaftigkeit überprüft werden, wozu auch das Walzverbot ab 15. März zählt.


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