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Die Teilnehmer des Veredlungstages 2018 fordern: "Jetzt handeln!"
Die Teilnehmer auf dem Veredlungtag 2018 forderten "Jetzt handeln!", um die regionale Schweinehaltung zu retten.

Veredlungstag 2018 in Bayern

Bauernverband: Schweinehaltung vor gewaltigen Herausforderungen

20.09.2018 |

Gesetzliche nationale Sonderwege bei Haltungsanforderungen, hohe Investitionen und Blockaden beim Bau- und Genehmigungsrecht, ein scharfer innereuropäischer Wettbewerb und die Bedrohung durch die Afrikanische Schweinepest - die deutsche Schweinehaltung steht unter gewaltigem Druck.

Der Präsident des Deutschen Bauernverbandes (DBV), Joachim Rukwied, zeigt sich anlässlich des DBV-Veredelungstags 2018 im bayerischen Röthenbach a. d. Pegnitz besorgt über die Entwicklung: „Die derzeitigen politischen Rahmenbedingungen rauben den schweinehaltenden Betrieben die Möglichkeit, im europäischen Wettbewerb mithalten zu können. Die Gefahr von Strukturbrüchen ist hoch. Der Erhalt und die Förderung regionaler Erzeugung mit ihren hohen Tierschutzstandards wird auch vom Verbraucher gewünscht.“ Auch DBV-Veredelungspräsident Johannes Röring befürchtet einen Strukturbruch vor allem im Bereich der Sauenhaltung. „ASP, Ferkelkastration und neue Haltungsvorgaben haben die Sprengkraft, die Ferkelerzeugung in Deutschland ins Aus zu führen. Dies gilt es gemeinsam zu verhindern."

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Der deutsche Bauernpräsident Joachim Rukwied auf dem Veredlungstag 2018.
DBV-Präsident Joachim Rukwied auf dem Veredlungstag 2018 in Bayern.

Bayerischer Bauernpräsident setzt sich für "vierten Weg" ein

Der Präsident des Bayerischen Bauernverbandes, Walter Heidl, fordert, bei der Ferkelkastration doch noch eine praktikable Lösung für die deutschen Schweinezüchter zu erreichen: „Bei der Ferkelkastration setzen wir darauf, dass der Bundesrat morgen für eine Fristverlängerung stimmt, um den Weg für die Methode der Lokalanästhesie zu ermöglichen. Die Politik darf die Sauenhalter in dem aktuellen Dilemma, dass es bis jetzt noch kein in der Fläche praxistaugliches Verfahren gibt, nicht allein lassen. Die Fristverlängerung muss uns die nötige Zeit geben, dass die lokale Betäubung auch in Deutschland eine Chance bekommt."

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Die Teilnehmer der Podiumsdiskussion beim Veredlungstag 2018.
Der bayerische Bauernpräsident Walter Heidl, BMEL-Staatssekretär Dr. Hermann Onko Aeikens, DBV-Veredlungspräsident Johannes Röring und DBV-Präsident Joachim Rukwied beim Veredlungstag 2018 in Röthenbach a. d. Pegnitz.

In Dänemark, einem wichtigen Wettbewerber in der Ferkelaufzucht, ist die Lokalanästhesie zugelassen. Bereits jetzt werden über 11 Millionen Ferkel pro Jahr aus Dänemark und den Niederlanden importiert. Der DBV geht davon aus, dass sich dieser Trend verstetigt. Seit 2005 ist die Zahl der Sauenhalter von 33.680 um rund 21.773 Betriebe (= um 65%) auf 11.907 Betriebe im Jahr 2016 zurückgegangen.

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Fotoaktion mit niederbayerischen Teilnehmern und DBV-Präsident Rukwied.
Fotoaktion mit DBV-Präsident Joachim Rukwied, dem niederbayerischen BBV-Präsidenten Gerhard Stadler und niederbayerischen Teilnehmern.

Mit rund 400 Teilnehmern ist der Veredelungstag in diesem Jahr sehr gut besucht.


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