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Ein Wildschwein im Wald

Neue Fälle von Afrikanischer Schweinepest im Westen Polens

Bayerischer ASP-Rahmenplan überarbeitet

05.12.2019 |

Nach den ersten ASP-Fällen bei Wildschweinen im Westen Polens im November, wurden nun am vergangenen Montag (2. Dezembere) weitere ASP-Fälle in den Kreisen Zielonogorski (sieben Fälle, acht Wildschweine) und Nowosolski (zwei Fälle, zwei Wildschweine) gemeldet. Diese Fälle liegen näher an der deutschen Grenze als die bisherigen und befinden sich nach Angaben der EU-Kommission nur circa 40 km von der deutschen Grenze entfernt.

Das Bundeslandwirtschaftsministerium weist darauf hin, dass noch in diesem Jahr eine gemeinsame deutsch-polnische Task Force-Sitzung unter Beteiligung der Anrainerländer in Berlin stattfinden soll. Die Vorbereitung und Terminabstimmung wird sich nach der Terminierung der ebenfalls noch für dieses Jahr vorgesehenen EU-Vet-Mission in Brandenburg und Sachsen richten, um Terminüberschneidungen zu vermeiden.

Die aktuelle ASP-Situation war auch Thema bei einer Besprechung im bayerischen Umweltministerium, an der neben dem BBV die Vertreter von weiteren Organisationen der Erzeugung und Vermarktung von Schweinen teilnahmen. Nach einer kurzen Information über das Seuchengeschehen in Polen haben die Vertreter des Umweltministerium einige Auszüge aus dem überarbeiteten ASP-Rahmenplan vorgestellt. Der Rahmenplan soll am 9. Dezember veröffentlicht werden soll. Dabei ging es um Darstellungen der Verbringungsregeln im Fall von ASP bei Wildschweinen mit den dazugehörigen Ausnahmeregelungen. Das EU-Recht sieht vor, dass in diesem Fall die Verbringung von Schweinen aus den Restriktionsgebieten zur Nutzung oder zur Schlachtung genehmigt werden kann, wenn bestimmte Anforderungen erfüllt werden, unter anderem klinische Untersuchung, Freitestung oder Erlangung eines entsprechenden Status im Vorfeld.

Selbstverständlich ist es erforderlich, dass die Biosicherheitsanforderungen eingehalten werden. Dies ist auch die Voraussetzung dafür, dass im Schadensfall die Tierseuchenkasse bzw. eventuell eine Ertragsschadenversicherung zahlt.

 


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