Tier

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Wildschweine im Schnee

ASP in Polen nur noch 21 km vor der Grenze

Bayern passt Präventionsmaßnahmen an

15.01.2020 |

Hinsichtlich eines zwischen Polen und Deutschland abgestimmten weiteren Vorgehens wurden bei einer ersten Sitzung der polnisch-deutschen Task Force unter anderem folgende Punkte vereinbart:

  • Auf beiden Seiten der Grenze sollte in einer Zone von rund 15 Kilometer die Jagd so ausgeübt werden, dass dadurch keine Intensivierung der Wildschweinbewegungen herbeigeführt wird - zum Beispiel Fallenjagd oder Ansitzjagd. Aspekte einer gemeinsamen Jagdstrategie sollen unter Berücksichtigung der nationalen Rechtsvorgaben und Bedingungen weiter ausgearbeitet werden.
  • Informationen über Ausbruchsfälle sollen zwischen den lokalen Behörden direkt ausgetauscht werden, noch bevor die offiziellen Meldungen Polens erfolgen, so dass Maßnahmen aufeinander abgestimmt werden können.

 

 

Umweltministerium passt Präventionsmaßnahmen an

Das bayerische Umweltministerium hat aktuell in der Presse verkündet, dass es seine Präventionsmaßnahmen verstärkt. So sollen die Aufwandsentschädigungen für das Erlegen von Wildschweinen in den an Thüringen, Sachsen und Tschechien angrenzenden Landkreisen - das sind: Rhön-Grabfeld, Haßberge, Coburg, Kronach, Hof, Wunsiedel, Tirschenreuth, Neustadt an der Waldnaab, Schwandorf, Cham, Regen, Freyung-Grafenau - von derzeit 20 Euro auf 100 Euro erhöht werden. Zudem sollen in grenznahen Regionen die Wildschweinbestände und Tierbewegungen mit Drohnen erfasst werden. Die Wildzäune entlang der Autobahnabschnitte Aschaffenburg-Bayreuth und Hof-Passau werden auf Lücken überprüft und ergänzt. Außerdem werden ab sofort illegal eingeführte tierische Lebensmittel aus Ländern, in denen die ASP ausgebrochen ist, generell auf das Virus untersucht.

Damit kommt das Umweltministerium in einigen Punkten der Bitte von Präsident Heidl nach, der im Dezember die Staatsregierung um die Prüfung und gegebenenfalls Intensivierung von präventiven Maßnahmen gebeten hatte. Der konsequenten Beachtung der Biosicherheit kommt höchste Bedeutung zu. Allen schweinehaltenden Betrieben ist dringend zu empfehlen, zusammen mit ihren Tierärzten und Abnehmern/Vermarktern die Anwendung der Regelungen zur Verbringung von Schweinen im Seuchenfall zu planen.

 


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