Pflanze

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Trockener Weizen
Die Trockenheit hat heute ganz Bayern fest im Griff - Ernteeinbußen sind die Folge.

Getreideernte: Fast elf Prozent weniger

Insbesondere Wintergerste mit hohen Einbußen

22.08.2018 |

Die Einbußen verteilen sich unterschiedlich auf die Kulturen: Während die Statistiker bei der flächenstärksten Getreideart Winterweizen Mindererträge von 6,9 Prozent je Hektar vermelden, liegt der Hektarertrag bei der Wintergerste mit -18 Prozent noch deutlicher unter dem Vorjahr.

Nach den derzeitigen Angaben liegt der durchschnittliche Hektarertrag bei Sommergerste bei -8,9 Prozent. Die Gesamtmenge wird jedoch durch eine Ausweitung des Anbaus auf rund 108 000 ha (+9,8 Prozent zu 2017) kompensiert.

Der Ertrag bei Roggen und Wintermenggetreide zeigt ein Minus von 6,4 Prozent gegenüber 2017 auf. Da auch hier die Anbaufläche gestiegen ist, würde die Erntemenge immerhin noch um 1,5 Prozent zunehmen.

Bei Winterraps sind nach den Angaben deutliche Ertragseinbußen zu erwarten. Der geschätzte Hektarertrag von 32,6 dt unterschreitet den Vorjahreswert erheblich (-14,6 Prozent). Da auch die Winterrapsfläche mit voraussichtlich 116 900 ha (-1,3 Prozent zu 2017) leicht rückläufig ist, reduziert sich die prognostizierte Erntemenge deutlich auf nur noch rund 381 100 t (-15,7 Prozent zu 2017).

„Die Zahlen spiegeln die Ergebnisse in Durchschnitt wider. Bei den Betrieben haben wir extreme Unterschiede: Die Mindererträge schwanken je nach Feldfrucht besonders in Nord- und Ostbayern zwischen 10 und bis zu 50 Prozent. Bayernweit zeigt sich das Bild sehr unterschiedlich – abhängig von der Niederschlagssituation und Bodenbeschaffenheit“, sagt Anton Huber, Getreidereferent im Bayerischen Bauernverband (der BBV berichtete).

 

Deutschlandvergleich

Der Deutsche Bauernverband (DBV) meldet in seiner abschließenden Erntebilanz ein Minus von 12,3 Millionen Tonnen Getreide bzw. - 26 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Die diesjährige Winterrapsernte beziffert der Deutsche Bauernverband auf 2,7 Tonnen pro Hektar, also 29 Prozent weniger gegenüber dem mehrjährigen Durchschnittsertrag von 3,8 Tonnen pro Hektar.

Nutzen Sie die BBV-Futterbörse!

Die Futterversorgung für tierhaltende Betriebe wird durch die Erntesituation immer angespannter. Zudem steigen die Preise für Grundfutter. Im Norden und Osten Deutschlands fehlten bis zu 75 Prozent Ertrag beim Grünland, teilt DBV-Präsident Joachim Rukwied mit. BBV-Mitglieder, die Futter zur Verfügung stellen wollen, können Ihr Angebot in der Futterbörse des Bayerischen Bauernverbandes veröffentlichen: www.bayerischerbauernverband.de/futterboerse

Einen Überblick über die Hilfen für dürregeschädigte Betriebe finden Sie hier.

 


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