Energie

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Biogasanlage auf einem Feld

Energiegipfel Bayern 2019

Perspektive der Energiewende in Bayern

28.03.2019 |

Der Netzausbau soll dezentral erfolgen, mit Berücksichtigung von Grundeigentümern und Bewirtschaftern. Die Versorgungssicherheit muss durch eine Förderung der bestehenden und neuen Speichertechnologien gewährleistet werden. Der BBV fordert ein flächendeckendes RTK-Korrektursignal und das 5G-Netz für landwirtschaftliche Betriebe.

Bayerns Wirtschafts- und Energieminister Hubert Aiwanger diskutiert im Rahmen des Energiegipfels Bayern mit Vertretern betroffener Verbände, Kommunen, der bayerischen Energiewirtschaft und einschlägigen bayerischen Forschungseinrichtungen über den Stand und die Perspektiven der Energiewende in Bayern. Der bayerische Bauernverband ist eingeladen, um sein Fachwissen und die Anliegen der Bauernfamilien zu den Themen Ausbau der Erneuerbaren Energien, Stromnetzarchitektur, Versorgungssicherheit und Digitalisierung beizutragen. Im Vorfeld der ersten Sitzungen verschiedener Energiegipfel-Arbeitsgruppen hat der Vorsitzende des BBV-Fachausschusses für nachwachsende Rohstoffe und erneuerbare Energien Anton Kreitmair die wichtigsten Anliegen zum Ausdruck gebracht. Er wird den BBV auch bei den Arbeitsgruppen vertreten.

 

Standpunkt zum Ausbau der Erneuerbaren Energien:

Der BBV fordert ein dezentrales Energiekonzept durch Erneuerbare Energien und nachwachsende Rohstoffe. Die weiteren Rahmenbedingungen müssen so gestaltet werden, dass sich die landwirtschaftlichen Beiträge zur Energiewende erfolgreich weiterentwickeln können. Außerdem tragen Biokraftstoffe in der Land- und Forstwirtschaft maßgeblich zur Treibhausgaseinsparung bei. Zur Erfüllung der nationalen Klimaschutzziele im Mobilitätssektor und zur Minderung der Importabhängigkeit von fossilen Ressourcen muss Biokraftstoffen aus nachhaltigen Rohstoffquellen weiterhin eine Marktperspektive gegeben werden.

 

Standpunkt zu Stromnetzarchitektur, Versorgungssicherheit und Digitalisierung:

Die Beeinträchtigungen durch den Netzausbau zur Energiewende dürfen nicht alleine Grundeigentümern und Bewirtschaftern aufgebürdet werden. Der zur Steigerung der Bürgerakzeptanz beschlossene  Vorrang der Erdverkabelung bei den HGÜ-Trassen geht eindeutig zu Lasten der Grundeigentümer. Der BBV fordert hierfür einen fairen Ausgleich und eine Beteiligung der Grundeigentümer und Bewirtschafter.

Für die Versorgungssicherheit ist eine Verknüpfung aller Erneuerbarer Energieerzeuger mit den Netzbetreibern und Speichern notwendig. Dazu müssen bestehende und neue Speichertechnologien gefördert werden und eine dezentrale Netzertüchtigung erfolgen. Schnelles Internet reicht für die moderne Landwirtschaft bei Weitem nicht aus. Um ressourcenschonende Technik einzusetzen, benötigen wir flächendeckend das RTK-Korrektursignal. Die Landwirtschaft darf beim Ausbau des neuen 5G-Netzes nicht hintan gestellt werden!

 

 


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