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24.04.2017 Bier

Braugerste und Hopfen aus deutscher Landwirtschaft

Tag des Bieres am 23. April 2017

Braugerste und Hopfen aus der deutschen Landwirtschaft sind bei Bierbrauern gefragt. Dies stellte der Deutsche Bauernverband (DBV) anlässlich des Tag des deutschen Bieres am 23. April fest. Auch die Verbraucher schätzen Produkte aus der Region. So steht nach der neusten Emnid-Umfrage die Regionalität an erster Stelle bei der Verbraucherbewertung von Lebensmitteln und Landwirtschaft.
Bayern ist Hopfenland: Fast 86 Prozent der deutschen Anbauflächen liegen im Freistaat.
© BBV
 
Gerade Hopfen aus deutschen Regionen, vornehmlich in Bayern angebaut, steht für beste Qualität. In den vergangenen Jahren sind neue Hopfensorten gezüchtet worden, die erfolgreich im Markt platziert  werden konnten. Die Züchtung neuer Sorten wie Mandarina Bavaria sind Folge des neuen Trends mit Craft-Bieren, die besonders unter jungen Verbrauchern geschätzt werden. Sie stehen auch für Vielfalt und Regionalität. Zum Brauen der Craft-Biere wird deutlich mehr Hopfen benötigt als für herkömmliche Biere.

Auch die Anbaufläche der Braugerste hat sich in Deutschland nach Jahren des Rückgangs wieder stabilisiert. Mit rund 337.000 Hektar erreicht die Anbaufläche für Sommergerste im Jahr 2017 das Vorjahresniveau. Nur Sommergerste mit besonders hoher Qualität kann als Braugerste zum Bierbrauen verwendet werden, andernfalls ist es Futtergetreide. Bei entsprechenden Witterungsbedingungen rechnet man in diesem Jahr in Deutschland mit einer Braugerstenernte auf 240.000 Hektar.

Bayerische Anbaugebiete

Dem ersten Saatenstandsbericht der Braugersten-Gemeinschaft e.V. vom 21. März 2017 zufolge beträgt die Anbaufläche für Sommergerste im Bayern heuer circa 98.000 Hektar (2016: 92.400 Hektar), die Anbaufläche für Braugerste 2017 ist circa 94.000 Hektar.

Der Hopfenanbau belief sich 2016 in Bayern auf rund 15.900 Hektar. Dahinter standen 986 Betriebe. Fast 86 Prozent der Hopfenanbaufläche Deutschlands liegen in Bayern. Mit 15.510 Hektar entfallen 97,6 Prozent der bayerischen Anbaufläche auf die Hallertau, die damit zugleich das größte geschlossene Hopfenanbaugebiet der Welt ist. Entsprechend wurden dort mit 35.400 Tonnen auch 98 Prozent des bayerischen Hopfens erzeugt. Die restlichen 650 Tonnen entfallen im Wesentlichen auf das mittelfränkische Anbaugebiet Spalt. Für 100 Liter Bier werden im Durchschnitt etwa 120 Gramm Hopfen benötigt.
 

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