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05.12.2012 Agrardaten

Situationsbericht 2012/13

Bericht des Bauernverbandes zeigt wirtschaftliche Situation in der Landwirtschaft

Die Einkommen der bayerischen Bauern sind im Zeitraum von Juli 2011 bis Juni 2012 gegenüber dem Vorjahr stabil geblieben. Nach zwei wirtschaftlich schlechten Jahren trägt diese Entwicklung zur Erholung in der bayerischen Landwirtschaft insgesamt bei. Das geht aus dem soeben vorgestellten Situationsbericht des Deutschen Bauernverbandes hervor.
Entwicklung des Brutto-Monatseinkommens in der Landwirtschaft bei Haupterwerbsbetrieben in Bayern.
© BBV
„Während sich die Erlöse der Bauernfamilien in den meisten Produktionsbereichen gegenüber dem Vorjahr leicht positiv entwickeln, ist die Lage der Ferkelerzeuger weiterhin angespannt und auch die Milchbauern brauchen dringend höhere Auszahlungspreise“, erklärt Walter Heidl, Präsident des Bayerischen Bauernverbandes. „Die deutlich steigenden Kosten für Betriebsmittel trüben die Aussichten für alle landwirtschaftlichen Betriebe.“
 
 
DBV Situationsbericht 2012/13 - Trends und Fakten zur Landwirtschaft
© Jürgen Nießen -pixelio.de / DBV
Situationsbericht

 
Der Situationsbericht des Deutschen Bauernverbandes (DBV) basiert auf Daten von insgesamt rund 16.100 deutschen Betrieben. Darunter befinden sich fast 6.000 bayerische Betriebe. Die Ergebnisse des DBV-Situationsberichtes werden anhand der Agrarstrukturerhebung 2010 hochgerechnet und sind damit repräsentativ. Durch eine neue Klassifikation der Betriebe nach EU-Richtlinien und die europaweit angehobene Erfassungsgrenze von zwei auf fünf Hektar ergibt sich ein deutlich besseres Ergebnisniveau. Dazu trägt auch die nationale Neuabgrenzung zwischen Haupt- und Nebenerwerbsbetrieben bei. Somit sind langfristige Vergleiche nur sehr eingeschränkt möglich. Weitere Daten für die einzelnen Regierungsbezirke oder Landkreise in Bayern sind nicht verfügbar, da hierfür der Stichprobenumfang zu gering ist.
 
Einkommen vergleichbar zum Vorjahr
 
In Bayern lag der monatliche Durchschnittsverdienst einer selbständigen Familienarbeitskraft bei 2.960 Euro brutto. Das sind 160 Euro mehr als noch im Vorjahr. Im Vergleich zum Einkommen von angestellten Arbeitnehmern ist das monatliche Einkommen in der Landwirtschaft als Bruttolohn zu betrachten. Mit diesem Einkommen von 2.960 Euro je Familienarbeitskraft muss ein bayerischer Haupterwerbsbetrieb die Lebenshaltung, Krankenversicherung und Altersversorgung für die gesamte Familie bestreiten. Außerdem müssen Investitionen und der Aufbau von betrieblichem Eigenkapital so finanziert werden. Rund 600 Euro im Monat sind allein für die landwirtschaftliche Sozialversicherung, die landwirtschaftliche Krankenversicherung und die landwirtschaftliche Alterskasse für eine Teilsicherung nötig.
 
Laufendes Wirtschaftsjahr durch weitere Kostensteigerung geprägt
 
Die Stimmung bei den landwirtschaftlichen Familienbetrieben ist verhalten zuversichtlich. „Im Ausblick dürfte das bis Ende Juni 2013 laufende Wirtschaftsjahr von steigenden Kosten für Betriebsmittel geprägt sein“, erklärt BBV-Präsident Heidl. Die ohnehin schon hohen Kosten seien für viele Betriebe seien bereits jetzt eine echte Herausforderung. Bereits im letzten Jahr wirkten sich höhere Aufwendungen für Energie, Kraftstoffe oder Dünger negativ aus. Im Wirtschaftsjahr 2011/12 sind die Kosten für Energie und Treibstoffe um rund zehn Prozent gestiegen, die Kosten für Düngemittel noch deutlich stärker.
 

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