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15.06.2011 Pressemitteilung

Der Preis muss stimmen

Wirtschaftlichkeit entscheidet über Anbau von Braugerste

München (bbv) – Energiepflanzen als Verursacher für den Rückgang des Braugerstenanbaus? Leonard Keller, Präsident des Bayerischen Bauernverbands (BBV) Schwaben und Vorsitzender des Landesfach- ausschusses für Pflanzenbau im BBV zeigt sich verwundert über die dreisten Behauptungen des neuen Präsidenten des Bayerischen Brauerbundes, Friedrich Düll.
Der hatte in der Presse den Mangel an Braugerste beklagt und als Grund den bevorzugten Anbau von Energiepflanzen, wie Mais und Raps, genannt. „Wenn der Preis im Verhältnis zu anderen Getreidearten oder Ackerfrüchten rentabel wäre, würde in Bayern auch weiterhin genug Braugerste für heimisches Bier angebaut“, ist sich Keller sicher.

Höheres Risiko muss sich lohnen
Die Gründe für den seit Jahren rückläufigen Braugerstenanbau seien ganz einfach und plausibel: Betriebswirtschaftliche wie finanzielle Gründe zwingen die Landwirte zunehmend dazu, Alternativen zur Braugerste anzubauen. „Dabei ringt man gerade in Bayern auch seitens der Bauern um den Erhalt der Braugerste“, so Keller. „Es gibt kaum eine Frucht, die bei uns mehr Anhänger hat und Beachtung findet als die Braugerste.“ Wie die Zusammenarbeit zwischen Bauer und Brauer funktionieren kann, zeigen einige, meist kleinere, Brauereien, die schon seit Jahren mit fairen Verträgen arbeiten. Insgesamt erzielt die Braugerste aber nach wie vor nicht den Mehrpreis, der das höhere Anbau-, Ertrags- und Qualitätsrisiko ausgleicht. Daher sei es nachvollziehbar, wenn die Landwirte ihrer unternehmerischen Verantwortung nachkommen und alternative Produkte anbauen. Seit Jahren schlagen Versuche fehl, für Braugerste eine Qualitätsbezahlung zu installieren, wie sie bei Weizen oder Raps selbstverständlich sei. Statt dessen sehen sich die Bauern Preisabschlägen für schwächere Qualitäten gegenüber. Ein Lösungsansatz: Ein über alle Stufen hinweg faires und transparentes Preissystem für heimische Braugerste, so könnten genügend Rohstoffe für heimisches Bier produziert werden. Zudem weist Keller auf den enorm geringen Kostenanteil für Braugerste pro Liter Bier hin: „Bei Kosten von ca. vier Cent pro Maß ist der Spielraum, um bessere Preise an den Erzeuger zu zahlen, durchaus gegeben.“ Im übrigen haben die Landwirte in diesem Jahr wegen frühzeitiger, positiver Preissignale bundesweit deutlich mehr Braugerste angebaut. Bundesweite Schätzungen lagen zuletzt bei 418.000 ha - das entspräche einem Plus von 20 Prozent! Dass der Nettoertrag trotz größerer Anbauflächen nur mäßig besser ausfallen wird, liegt am Wetter – die extreme Trockenheit im Frühjahr hat ihre Spuren hinterlassen.

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