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05.11.2013 Pressemitteilung

Das Bild der Bäuerin hat sich gewandelt

Ehemalige Südtiroler Landesbäuerin ruft zum Engagement auf

München (bbv) – Was heißt es im 21. Jahrhundert, Bäuerin zu sein? Darüber diskutierten die Landfrauen im Bayerischen Bauernverband gestern bei ihrem jährlich stattfindenden Landesausschuss in Herrsching. Landesbäuerin Anneliese Göller und die 80 Teilnehmerinnen aus ganz Bayern freuten sich heuer über internationalen Besuch: Maria Hochgruber Kuenzer, Abgeordnete im Südtiroler Landtag und ehemalige Landesbäuerin, sprach zum Thema „Bäuerin sein im 21. Jahrhundert“.
Bäuerin sein heißt, mich für meine Familie, meinen Betrieb und meine Heimat einzusetzen.
© BBV
 
Im Anschluss stand eine Podiumsdiskussion auf dem Programm, die sich dem Thema „Bäuerin sein heißt ...“ widmete. Neben Hochgruber Kuenzer diskutierten Andrea Schwarzmann, Bundesbäuerin in Österreich, die Landesvorsitzende der Katholischen Landjugend Bayern Vroni Hallmeier und Landesbäuerin Anneliese Göller.
 
Das Bild der Bäuerin ist vielfältiger denn je. Es gibt Betriebsleiterinnen im Haupt- und Nebenerwerb, Bäuerinnen, die ihren eigenen Betriebszweig führen beispielsweise im Rahmen einer Einkommenskombination, Bäuerinnen, die den elterlichen Betrieb weiterführen und Bäuerinnen, die nicht aus der Landwirtschaft kommen und in den landwirtschaftlichen Betrieb eingeheiratet haben, Bäuerinnen, die täglich im Stall und auf dem Feld mitarbeiten und solche, die sich in erster Linie der Familie widmen.
 
„Wir wollen das breite Spektrum im Bild der Bäuerin aufzeigen und auch miteinander über diese Vielfalt ins Gespräch kommen. Die Bäuerin gibt es im 21. Jahrhundert nicht mehr“, so Landesbäuerin Anneliese Göller. Um dies deutlich zu machen, hat jede der sieben Bezirksbäuerinnen einen Gegenstand mitgebracht, mit dem sie verdeutlicht, was Bäuerin sein für sie heißt. Für Anneliese Göller heißt Bäuerin sein, sich ehrenamtlich zu engagieren, um den Bäuerinnen eine Stimme zu geben.
 
„Bäuerin im 21. Jahrhundert – das ist nicht mehr Schicksal, sondern bewusste Wahl“, sagte die ehemalige Südtiroler Landesbäuerin Maria Hochgruber Kuenzer und betonte, dass die Bäuerin von heute traditionell und innovativ sei. „Noch nie hatten wir Menschen so viele Möglichkeiten wie heute, das gilt auch für uns Bäuerinnen. Deshalb bringt euch ein, zeigt, was ihr könnt, wer ihr seid und welche Visionen ihr für die Zukunft habt. Nehmt dabei unbedingt die jungen Bäuerinnen mit!“, appellierte Hochgruber Kuenzer an die bayerischen Bäuerinnen.
Die Abgeordnete im Südtiroler Landtag und ehemalige Südtiroler Landesbäuerin Maria Hochgruber Kuenzer und Landesbäuerin Anneliese Göller (l.).
© BBV

In der anschließenden Podiumsdiskussion ging es unter anderem um die Frage, wie sich das Bild der Bäuerin im Laufe der letzten hundert Jahre verändert hat, was eine Bäuerin ausmacht, ob es Unterschiede zwischen Bayern, Österreich und Südtirol gibt und in welcher Form Bäuerinnen Innovationen anstoßen. Andrea Schwarzmann, Bundesbäuerin von Österreich sieht die Bäuerin im 21. Jahrhundert als  „aufgeschlossene, gut ausgebildete, naturverbundene Frau, eine Hofmanagerin mit Familiensinn – und das im gesamten Alpenraum. Auch die KLJB-Landesvorsitzende Vroni Hallmeier bezeichnete Bäuerinnen als „Allroundtalente“.
 
In seinem Grußwort ging der Stellvertretende Präsident des Bayerischen Bauernverbandes Günther Felßner darauf ein, wie wichtig ein intensives Miteinander im „Team Bauernverband“ ist. „Austausch, Verzahnung und Vernetzung liegen mir besonders am Herzen“, so Felßner. Die anstehenden Themen der Agrarpolitik könnten nur gemeinsam bearbeitet werden: die nationale Umsetzung der EU-Agrarpolitik, die Regierungsbildung auf Bundesebene, die Kommunalwahlen im März 2014 und die geplante Aktion „Landwirt-schaf(f)t Heimat“.
 
Am Vormittag hatten Landesbäuerin Anneliese Göller und die Mitglieder des Landesvorstandes den Rechenschaftsbericht vor dem obersten Gremium der Landfrauen im Bayerischen Bauernverband abgelegt. Die Landesbäuerin würdigte die engagierte Arbeit der Kreis- und Bezirksverbände und wies auf die Erfolge in der politischen Interessenvertretung hin. Die Bezirksbäuerinnen lieferten einen Überblick der geleisteten Arbeit in der politischen Arbeit für den Berufsstand, der Erwachsenenbildung, im Erzeuger-Verbraucher-Dialog, in der Öffentlichkeitsarbeit sowie in der Übernahme von Aufgaben im kulturellen und sozialen Bereich.

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