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31.10.2013 Pressemitteilung

Gräben überwinden!

Sonder-AMK: Sachorientierte Lösung statt Bauernopfer mit faulen Kompromissen

München (bbv) – Am Montag kommen die Agrarminister aller Bundesländer sowie die Führung des Bundeslandwirtschaftsministeriums in München zusammen. Bei der Sonder-Agrarministerkonferenz steht für die Landwirtschaft viel auf dem Spiel: „Es geht um die Zukunftsperspektiven für die Bauernfamilien“, sagt der bayerische Bauernpräsident Walter Heidl.
Bei der AMK in Würzburg machten bayerische Bauern und Bäuerinnen bereits auf ihre Anliegen aufmerksam.
© BBV
Bei der Konferenz im Haus der bayerischen Wirtschaft müsse endlich beschlossen werden, wie die EU-Agrarpolitik bis 2020 in Deutschland umgesetzt wird. Eigentlich hätten die Ergebnisse schon bei der letzten Konferenz im August auf dem Tisch liegen sollen, doch wegen des Wahlkampfes war keine Einigung möglich. „Jetzt muss es um die Sache gehen! Statt parteipolitischer Interessen müssen die Bauernfamilien im Mittelpunkt stehen“, fordert Heidl. „Nachdem Brüssel nach langem Hin und Her eine vernünftige Einigung erzielt hat, sollten auch die Parteien in Deutschland die ideologischen Gräben zuschütten. Wir Bauern brauchen sachorientierte Lösungen statt einem Bauernopfer mit faulen Kompromissen!“
 
Die Landwirtschaft ist eine wichtige Zukunftsbranche. „Die bayerischen Bauern versorgen die Bevölkerung mit hochwertigen Lebensmitteln, erneuerbarer Energie und nachwachsenden Rohstoffen“, sagt Heidl. „Auch die einzigartige Kulturlandschaft in Bayern ist das Ergebnis moderner und nachhaltiger Arbeit.“ Die Betriebsprämien der EU-Agrarpolitik sind dabei ein Ausgleich für diese gesellschaftlichen Leistungen. Deshalb steht für Bauernpräsident Heidl fest: „Um die Vielfalt in der bayerischen Landwirtschaft zu erhalten, darf es keine weiteren Kürzungen geben!“ Obwohl Bauern ab 2014 bereits rund zehn Prozent weniger bekommen, wollen einige Minister allen Landwirten noch einmal bis zu 15 Prozent streichen und das Geld in andere Projekte stecken. „Das ist der völlig falsche Weg“, sagt Heidl. „Gerade kleinere, bäuerliche Betriebe können solche Kürzungen nicht verkraften.“ Auch weitere Verschärfungen und nationale Alleingänge lehnt der Bauernpräsident ab: „Höhere Auflagen als im Rest der EU hätten nur einen Effekt: die bayerischen Bauern und die regionale Landwirtschaft werden ins Abseits gedrängt.“ Insbesondere beim Greening habe man in Brüssel eine gute und flexible Lösung gefunden. Statt weiter über die Stilllegung von Flächen nachzudenken, müssten Bund und Länder nun die Möglichkeiten nutzen und zum Beispiel den Anbau von Zwischenfrüchten und Eiweißpflanzen auf Greening-Flächen ermöglichen.

Um den Weg zu einer praxistauglichen Agrarpolitik aufzuzeigen, wird der Bauernverband am Montag gemeinsam mit vielen landwirtschaftlichen Organisationen einen kompakten Forderungskatalog vorstellen und an die deutschen Agrarminister übergeben. „Diese breite berufsständische Allianz unterstreicht die Bedeutung der Entscheidungen, die Anfang der Woche in München getroffen werden sollen“, sagt Bauernpräsident Heidl und appelliert an alle Agrarminister: „Bitte nehmen Sie Ihre Verantwortung für die Zukunft der Landwirtschaft und des ländlichen Raums ernst!“
 

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