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08.10.2014 Pressemitteilung

Bestnoten für Bayerns Waldbesitzer

Gesicherte Eigentumsrechte wichtig, nicht aber mehr Staat

München (bbv) – Die heute von Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt vorgestellten Ergebnisse der Bundeswaldinventur 2012 (BWI 2012) zeigen: Bayerns Waldbesitzer und Wälder sind bundesweit Spitze. „Das verantwortungsbewusste Wirtschaften unserer Waldbesitzer und der bayerische Weg in der Forstpolitik mit dem Grundsatz „Schützen durch Nützen“ sind die Basis dieses Erfolgs“, betont der Waldpräsident des Bayerischen Bauernverbandes Bernhard Weiler.
Bestnoten für unsere bayerischen Waldbesitzer.
© BBV
Zählen, messen, rechnen. Die vom Bundeslandwirtschaftsministerium beauftragte Bundeswaldinventur (BWI) erfasst in einem Abstand von 10 Jahren die großräumigen Waldverhältnisse und forstlichen Produktionsmöglichkeiten nach einem einheitlichen Verfahren in ganz Deutschland. Die von unabhängigen Experten erstellte BWI ist ein Zeugnis für die Forstwirtschaft.

Das aktuellste Zeugnis enthält nur Bestnoten für unsere bayerischen Waldbesitzer. Die Wälder in Bayern sind vielfältiger geworden, der Laubholzanteil stieg in den letzten 10 Jahren um 4 % oder um rund 81.000 Hektar auf 36 %. Der Anteil an Mischwäldern mit zwei oder mehr Baumarten ist auf 85 % angewachsen. Die Waldbesitzer bauen Zug um Zug Fichtenwälder auf labilen, waldbaulich risikoreichen Standorten in stabilere und klimatolerantere Wälder um. Das ist nicht nur betriebswirtschaftlich von Vorteil, sondern erhöht gleichzeitig die biologische Vielfalt. Diese profitiert auch von dem höheren Durchschnittsalter der Wälder und den gemessenen höheren Totholzanteil von insgesamt über 57 Mio. Vorratsfestmetern.

Die Nutzungen und Pflegeeingriffe der Waldbesitzer konnten in den letzten 10 Jahren gesteigert und damit die waldbaulichen Risiken, insbesondere die Anfälligkeit gegen Schädlinge, Sturmwurf oder Schneebruch, gesenkt werden. Dennoch liegt die Nutzung im Privatwald noch deutlich unter dem natürlichen Zuwachs. Mit knapp einer Milliarde Vorratsfestmetern hat Bayern bundesweit die mit Abstand größten Holzvorräte. Der Privatwald steht mit durchschnittlich 433 Vorratsfestmetern pro Hektar an der Spitze. Der Anstieg der Holzvorräte gerade in den älteren Wäldern hat aber auch seine Nachteile: je höher das Alter, desto größer das Risiko, dass der Wald Opfer einer Kalamität – einer massenhaften Erkrankung – wird. Deshalb ist es aus der Sicht der Waldbesitzer und der Volkswirtschaft sinnvoll, rechtzeitig die Wälder zu verjüngen und das Holz zu nutzen.

Mit dem bundesweit liberalsten Waldgesetz hat Bayern die von den Bürgern viel geschätzten Wälder geschaffen. Bayern setzt auf eigenverantwortliches Handeln der Waldbesitzer und wird mit Bestleistungen belohnt. Bewirtschaftungsauflagen und Flächenstilllegungen, wie von vielen Naturschutzverbänden ständig gefordert, würden jede Motivation und Eigeninitiative der Waldbesitzer ersticken, sagt BBV-Waldpräsident Weiler. „Wie das BWI zeigt, brauchen wir nicht mehr Staat in den Wäldern, sondern gesicherte Eigentumsrechte. Die Walduntergangsszenarien der Naturschützer zerplatzen angesichts der Ergebnisse der BWI 2012 wie eine Seifenblase und werden als erfundene Horrormärchen entlarvt. Es muss endlich Schluss sein mit den gebetsmühlenartig vorgetragenen Forderungen der Naturschützer nach neuen Schutzgebieten und Bewirtschaftungsauflagen“, fordert deshalb der Bayerische Bauernverband.

Aufgrund der vielfältigen Herausforderungen und Probleme – Stichworte Klimawandel, Strukturnachteile – müssen die Waldbesitzer weiterhin vom Freistaat finanziell, durch eine intensive Beratung der Forstverwaltung und ein gutes Weiterbildungsangebot bestmöglich unterstützt werden. Schließlich profitiert die gesamte Gesellschaft von intakten Wäldern. Auch gilt es, wie im Waldpakt zwischen Staatsregierung, Waldbesitzerverband und Bauernverband 2013 vereinbart, die Forstzusammenschlüsse als Selbsthilfeeinrichtungen der Waldbesitzer beim Ausbau ihres Serviceangebotes wirksam zu stärken. Mehr Kleinwaldbesitzer, mehr urbane Waldbesitzer und mehr Waldbesitzerinnen benötigen ein individuelles Angebot. Hier hat die bayerische Staatsregierung den richtigen Weg eingeschlagen. Diesen gilt es fortzusetzen und weiter auszubauen.

Das Fazit von BBV-Waldpräsident Weiler lautet: „Der Generationenvertrag im Wald trägt! Vertrauen Sie dem Verantwortungsbewusstsein der Waldbesitzer, die mit Herzblut ihre Wälder pflegen und erhalten.“

Nähere Informationen zur BWI 2012 finden Sie unter www.lwf.bayern.de.

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