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23.07.2013 Pressemitteilung

Die Hitzewelle nach der Flut

Enorme Trockenheit macht bayerischen Bauern Sorgen

München (bbv) – Die Wetterkapriolen stellen bayerische Landwirte, ihre Felder und Wiesen in diesem Jahr vor besondere Herausforderungen. Erst war es zu kalt, dann viel zu nass. Jetzt bereitet die anhaltende Trockenheit den Bauern Sorgen. „In vielen Teilen Bayerns gab es nach den regenreichen Phasen im April bis Juni seit Wochen keinen Tropfen Regen mehr“, sagt BBV-Getreidepräsident Hermann Greif. Egal ob Getreide- und Maisfelder oder Wiesen und Weiden: die Pflanzen leiden unter der ungenügenden Wasserversorgung. Dazu kommt, dass die Wärme und der Wind die Verdunstung begünstigen und den Pflanzen so zusätzlich Wasser entzogen wird.
Die enorme Trockenheit macht bayerischen Bauern Sorgen.
© BBV
„Wir bräuchten dringend Niederschläge“, sagt Greif. Durch den Dauerregen bis Ende Mai hätten die Pflanzen nur flache Wurzeln ausgebildet. So können die Pflanzen kein Wasser aus tieferen Bodenschichten aufnehmen und verdursten bei den hohen Temperaturen und der Trockenheit jetzt förmlich. Auch rinderhaltende Betriebe seien in großer Sorge um das Grünland und die Futtergrundlage für ihre Tiere. „Die Witterungsbedingungen haben Folgen für die Menge und die Qualität der Ernte. Ich hoffe jedoch, dass die Folgen der Trockenheit für die bayerischen Landwirte nicht zu extrem ausfallen“, so Greif. In weiten Teilen Bayerns ist die Wintergerste als erstes Getreide bereits gedroschen, die Erntemenge sei enttäuschend. „Viel Stroh und wenig Korn, lautet die ernüchternde Bilanz bei vielen Landwirte“, so Greif. Auch Weizen kann die Getreidekörner bei Temperaturen von 30 Grad oder mehr nicht mehr füllen. „Viele Getreidebestände machen zwar optisch einen recht guten Eindruck, doch bei der Ernte droht Ebbe im Korntank der Mähdrescher“, sagt Greif.

Die Trockenheit macht auch den Kartoffeln zu schaffen. „Der Zustand ist katastrophal. Es ist viel zu trocken“, sagt Johann Graf, Kartoffelreferent beim Bayerischen Bauernverband. Dazu kommt, dass auch die Kartoffeln wegen des nassen Frühjahrs nur spärlich Wurzeln gebildet haben. Wo es möglich ist, werde zurzeit bewässert. „Das ist allerdings nicht mehr als ein Tropfen auf den heißen Stein. Mit der Bewässerung kann man die Pflanzen momentan nur am Leben erhalten“, so Graf. Die bayerischen Kartoffelbauern rechnen gegenwärtig mit Ertragseinbußen von 20 Prozent und mehr. Noch weit größere Schäden befürchtet Graf, wenn es diese Woche nicht regnen sollte.  


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Ernte 2013 - Trockenheit, Erntearbeiten und Erträge (23.08.2013)
  • Trotz der Wetterextreme haben die bayerischen Bauern eine bessere Getreide- und Rapsernte einfahren können, als es nach den widrigen Witterungsbedingungen zu erwarten war.
  • Die bayerische Getreideernte im Endspurt: Bei gutem Wetter ernten bayerische Bauern Weizen und Sommergerste.
  • Getreideernte mit dem Mähdrescher und die daran anschließende Stoppelbearbeitung.
  • Teilweise geerntetes Wintergerstenfeld.
  • Ein Rapsfeld vor der Ernte.
  • Die Getreideernte mit dem Mähdrescher läuft auf Hochtouren.
  • Der Weizen leidet unter der Trockenheit.
  • Die Maispflanzen fehlt das Wasser für mehr Wachstum.
  • Noch immer zeigt der Boden Spuren des Hochwassers.
  • In diesem Jahr werden die Kartoffelerträger niedriger ausfallen.
  • Die Wurzeln ausgetrockent, die Ähren noch nicht voll gereift.
  • Die Maiswurzeln bekommen nicht ausreichend Wasser und Feuchtigkeit.
  • Auch Pflanzen können einen Sonnenbrand bekommen - wie hier zu sehen ist, verbrennen die Kartoffelpflanzen in der starken Sonnenhitze.
  • Teils war der Boden noch mit Schlamm von vorangeganen Hochwasser bedeckt.
  • Der Boden trocknet die Pflanzen von unten her aus.
  • Die Maispflanzen konnten sich mancherorts nicht richtig ausbilden.
  • Die enorme Trockenheit macht bayerischen Bauern Sorgen.
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