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12.07.2013 Pressemitteilung

Erfüllungsgehilfen der Ölindustrie

EU-Umweltausschuss will Biosprit-Anteil auf 5,5 Prozent deckeln

München (bbv) – Der Umweltausschuss des Europäischen Parlaments will den Anteil der Pflanzentreibstoffe auf 5,5 Prozent des Energieeinsatzes begrenzen. „Mit seiner Entscheidung hechelt der Umweltausschuss ideologischen Thesen und Halbwahrheiten hinterher. Beim Thema Bioenergie hätte ich mir eine differenzierte und besonnene Lösung erhofft“, sagt Franz Kustner, Vorsitzender des Landesfachausschusses für Nachwachsende Rohstoffe im Bayerischen Bauernverband.
Durch die Deckelung von Biokraftstoffen droht das Aus von Treibstoffen aus Raps, Zuckerrüben oder Mais.
© BBV
„Die Vorteile der heimischen Erzeugung von Biokraftstoffen blendet der EU-Umweltausschuss komplett aus.“ Die Deckelung von Biokraftstoffen aus Raps, Zuckerrüben oder Mais im Verkehrssektor sei „katastrophal“. „Die doppelte Anrechnung von Biokraftstoffen aus Abfallölen und von erneuerbarem Strom im Verkehrssektor wird den Bedarf für Biokraftstoffe der ersten Generation massiv einschränken“, sagt Kustner. Die Doppel- und Mehrfachanrechnung von Abfällen und Reststoffen werde so Insolvenzen verursachen und komplett falsche Anreize setzen: „Es droht ein weltweiter Abfalltourismus in die EU hinein“, sagt Kustner. „Außerdem werden unkalkulierbare Verwerfungen auf den Agrarmärkten die Folge sein. Stroh ist dann am Ende teurer als Getreide.“

„Heimische Biokraftstoffe werden in Scheindiskussionen unter dem Motto ‚Teller oder Tank’ schlecht gemacht. Durch ideologisches Wettern gegen heimische Biokraftstoffe haben sich viele Ökoparteien und Natur- oder Umweltverbände zu Erfüllungsgehilfen der Mineralölobby gemacht“, sagt Kustner. „Die Wahrheit ist, dass Biokraftsstoffe aus Raps, Zuckerrüben oder Mais eine hervorragende Verbindung von Teller, Trog und Tank schaffen.“ Bei der Verarbeitung von Raps entsteht beispielsweise wertvolles Eiweißfuttermittel (60 Prozent) und gleichzeitig Öl (40 Prozent). Wenn Ethanol aus Zuckerrüben oder Mais hergestellt wird, fallen erhebliche Mengen von Getreideschlempe an. Rapskuchen und Getreideschlempe sind wichtigsten heimischen Eiweißquellen für bayerische Landwirte. Die Koppelprodukte von einem Hektar Weizen oder Zuckerrüben entsprechen 1,3 Hektar Sojaanbaufläche. Allein in Deutschland ersetzen Koppelprodukte wie Rapskuchen und Getreideschlempe zwei Millionen Tonnen Soja und machen so Imorte teilweise  überflüssig. „Statt heimische Biokraftstoffe auf unwissenschaftliche Art und Weise mit iLUC-Faktoren für das Abholzen des Regenwaldes verantwortlich zu machen, muss endlich die Doppelnutzung angerechnet werden“, so Kustner.
 

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