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19.10.2016 Pressemitteilung

„Angekündigte Hilfsmaßnahmen endlich auf den Weg bringen!“

Agrarbericht 2016 darf nicht über aktuelle Probleme auf Höfen hinwegtäuschen

Der bayerische Landwirtschaftsminister Helmut Brunner hat heute im Landtag den Agrarbericht 2016 vorgestellt. Sein Fazit: „Die bayerischen Bauern trotzen der Krise auf den Agrarmärkten.“ Wichtig ist in diesem Zusammenhang jedoch, dass die präsentierten Daten im Wesentlichen nur bis zum Jahr 2015 reichen. „Die Auswirkungen der desaströs niedrigen Preise der letzten Monate finden damit keinen Eingang in den aktuellen Agrarbericht“, sagt Hans Müller, Generalsekretär des Bayerischen Bauernverbandes.
„Bayern ist und bleibt von bäuerlichen Familienbetrieben geprägt. "
© BBV
Brunners Einschätzung kann und darf nicht darüber hinwegtäuschen, dass die Lage vieler Familienbetriebe nach wie vor schwierig ist, die Erzeugerpreise weiterhin niedrig sind und die desaströse Preispolitik auf vielen bayerischen Höfen zu massiven Problemen führt.“
 
Damit bleibt die finanzielle Situation angespannt und die Liquidität ist auf vielen Familienbetrieben – egal ob Milchbauern, Schweinehalter oder Ackerbauern – weiter ein Problem. Der Bayerische Bauernverband fordert deshalb, dass jetzt auf Bundesebene endlich die seit Monaten angekündigten Hilfsmaßnahmen umgesetzt werden. In dieser Woche werden in Berlin wieder Gespräche zu den geplanten steuerlichen Maßnahmen geführt.
 
„Bayern ist und bleibt von bäuerlichen Familienbetrieben geprägt. Bei der rückwirkenden Gewinnglättung und dem Freibetrag zur Schuldentilgung brauchen wir Entscheidungen. Das ist dringend notwendig, um Betriebe in dieser schwierigen Situation sowie bei ihrer Weiterentwicklung zu unterstützen und so die Vielfalt der bayerischen Landwirtschaft zu erhalten“, sagt Müller. „Gleichzeitig zeigen die enorm schwankenden Preise und die Krise in der gesamten Landwirtschaft, dass eine steuerfreie Rücklage zum Ausgleich dringend nötig ist. Bauern brauchen die Möglichkeit für sich und ihren Betrieb vorzusorgen.“
 
 

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