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03.09.2014 Pressemitteilung

Keine Fallstricke für heimische Öko-Landwirte legen!

Agrarministerkonferenz: Bayerische Bio-Bauern kritisieren Pläne zur EU-Öko-Verordnung

München (bbv) – Im Moment arbeitet die EU-Kommission an einer grundlegenden Überarbeitung der EU-Öko-Verordnung. Während bislang der Produktionsprozess im Ökolandbau entscheidend war, sollen nach dem Willen der Kommission künftig die Endprodukte kontrolliert werden. Vor dem Start der Agrarministerkonferenz in Potsdam hat der Bayerische Bauernverband seine Kritik an diesen Plänen nochmals unterstrichen.
© BBV
„Bei der ökologischen Landwirtschaft gilt oftmals: Der Weg ist das Ziel!“, sagt Hans Meier, Vorsitzender des Landesfachausschusses für ökologische Landwirtschaft im Bayerischen Bauernverband. „Den Unterschied machen häufig andere Verfahren und Prozesse, die nicht immer einen unmittelbaren Einfluss auf das Endprodukt haben müssen. Nichts destotrotz sind sie fester Bestandteil einer ökologischen und auf besondere Nachhaltigkeit ausgerichteten Wirtschaftsweise – deshalb müssen diese Elemente auch künftig Bestandteil der Kontrolle nach der EU-Ökoverordnung bleiben!“ Ansonsten würden massive Wettbewerbsnachteile für die heimischen Biobauern drohen.
 
Gleichzeitig unterstreicht der Bayerische Bauernpräsident Walter Heidl, wie wichtig die Regionalität bei der Erzeugung von Öko-Produkten ist: „Bio macht in vielen Bereichen nur Sinn, wenn gleichzeitig auch die Regionalität im Vordergrund steht!“ Er begrüßt deshalb das Programm „BioRegio Bayern 2020“ des bayerischen Landwirtschaftsministers Helmut Brunner. „Die bayerischen Landwirte erzeugen hochwertige Lebensmittel aus der Region“, sagt Heidl. Damit die Bauern diese Aufgaben auch in Zukunft erfüllen können, seien für ökologisch wie konventionell wirtschaftende Betriebe attraktive Rahmenbedingungen entscheidend. „Außerdem müssen bei der Vermarktung und auch in den Köpfen der Verbraucher Regionalität, kurze Wege und unsere hohen Standards einen wesentlich höheren Stellenwert bekommen.“
 
Auf der Agrarministerkonferenz in Potsdam wird am Donnerstag und Freitag außerdem über eine Vielzahl von entscheidenden Fragen für die bayerischen Landwirte beraten. Auf der Tagesordnung stehen insgesamt 37 Punkte – von der EU-Ökoverordnung über die Tierhaltung und den Breitbandausbau bis zu den Handelssanktionen Russlands. „Die Familienbetriebe brauchen praxistaugliche Vorgaben“, sagt Heidl. „Doch im Moment prasseln ständig Pläne für neue Vorschriften und Dokumentationspflichten auf uns ein. Bei all den Regulierungen und Kontrollen von A wie Arzneimittelgesetz bis Z wie wie Zuchtsauen-Gruppenhaltung bleiben in vielen Fällen die Praxistauglichkeit und die Verhältnismäßigkeit auf der Strecke.“ Betroffen von der oft politisch oder medial getriebenen Entwicklung seien auch und gerade die bayerischen Strukturen. „Entscheidend ist deshalb, dass Weiterentwicklungen leistbar, wissenschaftlich untermauert, praxisgerecht und vor allem finanziell machbar sind“, fordert Heidl.

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