Termine und Seminare
Dienstag 22. Mai 2018
| Garmisch-Partenkirchen
1-Tageslehrfahrt nach Garmisch-Partenkirchen
 [weiter...]
Dienstag 22. Mai 2018
Ansbach | Ansbach
Hofgarten Ansbach-ein barockes Juwel
Der Besucher wird über die 500-jährige [weiter...]
Dienstag 22. Mai 2018
Bamberg | Bamberg
Genießen mit heimischen Spargel - Kochkurs
Rund um den heimischen Spargel werden neben den [weiter...]
 [Alle Termine...]
Zur Homeseite
27.06.2013 Pressemitteilung

Antibiotika-Monitoring ohne Maß und Ziel

Bayerischer Bauernverband kritisiert Bürokratie und vermisst effiziente Zielausrichtung

München (bbv) – Der Vermittlungsausschuss zwischen Bundesrat und Bundestag hat sich gestern auf einen Kompromiss zur 16. Novelle des Arzneimittelgesetzes verständigt. Im Zentrum sollte dabei stehen, die Bildung und Verbreitung multiresistenter Keime so weit als möglich zu vermeiden. Dieses Ziel und ein Monitorings der eingesetzten Antibiotikamengen wird von den Nutztierhaltern in Bayern mitgetragen. Die bayerischen Bauernfamilien stehen zu ihrer Verantwortung als Tierhalter, das ist sowohl im Interesse der Gesundheit ihrer Tiere als auch ihrer eigenen Gesundheit.

© BBV
Umso enttäuschter ist der Bayerische Bauernverband, dass das Antibiotika-Monitoring in der jetzt beschlossenen Form ohne Maß und Ziel erfolgen soll. „Bei diesem wichtigen Thema sind offensichtlich die Sachargumente in den Hintergrund gerückt. Stattdessen ist das Arzneimittelgesetz im Wahlkampf zum politischen Spielball geworden“, kritisiert BBV-Generalsekretär Hans Müller die Ergebnisse aus dem Vermittlungsausschuss. „Der Kompromiss ist weder effizient noch praktikabel“, sagt Müller. „Stattdessen droht jetzt ausufernde Bürokratie, die gerade kleinere Betriebe stark belastet.“

Bereits vor über einem Jahr wurde im Rahmen des QS-Systems (Qualität und Sicherheit) ein Antibiotika-Monitoring aufgebaut. Dieses bereits bestehende, freiwillige Engagement der Wirtschaft droht nun konterkariert zu werden, da die jetzt beschlossene Umsetzung es deutlich erschwert, die beiden Ansätze miteinander zu verbinden. „Mit dem jetzt beschlossenen Antibiotika-Monitoring und seiner Umsetzung wurde die Chance vertan, gemeinsam mit den Tierhaltern vernünftige Wege zu beschreiten“, sagt Müller. Im Gegenteil: Mit Sanktionen, die bis zum Untersagen der Tierhaltung für bis zu drei Jahre reichen, werde der Eindruck erweckt, es bedürfe solcher Androhungen, damit Tierhalter ihrer Verantwortung nachkommen.

Der Bayerische Bauernverband fordert weiterhin, dass endlich sektorübergreifend die Bildung und Verbreitung multiresistente Keime eingedämmt wird. Dazu muss auch die Human- und Haustiermedizin konsequent miteinbezogen werden.


Diesen Artikel empfehlen:
Seite drucken Nach oben
Zur Homeseite
string(9) "tag_cloud" string(11) "bbv_vor_ort"
BBV vor Ort
Unterfranken Oberfranken Mittelfranken Oberpfalz Schwaben Oberbayern Niederbayern
string(0) ""