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06.08.2014 Pressemitteilung

Kooperation statt Konfrontation

Schwarzwild: Zusammenarbeit leben statt Feindbilder aufbauen

München (bbv) – Die Zusammenarbeit im Rahmen des Projektes „Brennpunkt Schwarzwild“ zwischen Jägern, Landwirten, Jagdvorständen, Eigenjagdbesitzern, Mitarbeitern der Bayerischen Staatsforsten (BaySF) und Behördenvertretern bei der Schwarzwildbejagung ist in den Projektregionen Aschaffenburg, Kulmbach, Pottenstein-Schnabelwaid und Nittenau beispielgebend für ganz Bayern.
Projekt "Brennpunkt Schwarzwild".
© BBV
Aus einem Gegen- und Nebeneinander bei der Schwarzwildbejagung wurde mit Unterstützung des Projektbearbeiters Niels Hahn ein Mit- und Füreinander. Der Bayerische Bauernverband (BBV) weist deshalb die unsachliche Kritik des Landesjagdverbandes Bayern (BJV) am Projekt „Brennpunkt Schwarzwild“ mit Nachdruck zurück. Der BJV hatte in der „Jagd in Bayern“ (Nr. 7/2014) und in Pressemitteilungen (10.07.2014 und 28.07.2014) dem Bayerischen Landtag vorgeworfen, „keine wirklichen Erkenntnisse für die Praxis hervorgebracht zu haben.“ „Wir sehen die gemeinsamen Aktivitäten in den Projektgebieten vor Ort sehr positiv und als Schlüssel für erfolgreiche Lösungen bei der Schwarzwildbejagung. Feindbilder aufzubauen, um notwendige Weiterentwicklungen zu behindern, ist ein Irrweg“, sagt BBV-Präsident Walter Heidl. Die beispielgebende Arbeit in den Projekten als Arbeit „ohne Mehrgewinn für die praktische Jagdausübung“ zu diffamieren, trifft die Projektteilnehmer sehr hart – insbesondere die beteiligten Jäger, die nahezu alle auch Mitglied im BJV sind oder sogar eine Hegegemeinschaft bzw. BJV-Kreisgruppe leiten. Die 90.000 Euro, die in den vergangenen vier Jahren jährlich in das  Projekt „Brennpunkt Schwarzwild“ investiert wurden, waren gut angelegt und sind angesichts der rund 900.000 Euro, die jährlich an staatlichen Jagdabgabemitteln in die Kassen des BJV fließen, ein vergleichsweise bescheidener Betrag.

Kernelement ist die Verbesserung der Kommunikationswege. Deshalb wurde das Schwarzwild-Informationssystem (SIS unter www.BayerischerBauernVerband.de/SIS) entwickelt. Im Vergleich zum System des BJV, das nur für ausgewählte Jäger zugänglich ist, kann jeder interessierte Jäger, Eigenjagdbesitzer, Landwirt, Jagdvorsteher, BaySF-Mitarbeiter oder auch Schwarzwildberater am SIS der jeweiligen Region teilnehmen. Diese Transparenz schafft Vertrauen.

So bemühen sich die beteiligten Jäger Brücken zu bauen und aus einem Gegeneinander ein Miteinander auf gleicher Augenhöhe zu machen. Der BJV hingegen erweckt mit seinen Äußerungen den Eindruck, als wären Weiterentwicklungen nicht nötig. Dabei hat die Bejagung allein mit traditionellen Jagdmethoden den Vormarsch der Schwarzkittel nicht stoppen können. Die Klagen betroffener Landwirte über Schäden durch Schwarzwild und die weitere Besiedlung bisher schwarzwildfreier Gebiete zeigen, dass Handlungsbedarf besteht: Der BBV dankte beim Schwarzwildsymposium im Mai allen Jägern, die 2012/13 zur Rekordstrecke von 65.718 Tieren beigetragen haben, ausdrücklich für Ihren unermüdlichen Einsatz. BBV und ARGE danken auch denjenigen Jägern, die bereits in der Vergangenheit selbst Initiativen zur revierübergreifenden Zusammenarbeit zwischen Jägern, Landwirten und sonstigen Betroffenen ergriffen haben und ermuntern sie, weiter zu machen. BBV-Präsident Heidl reichte erneut die Hand zur Zusammenarbeit. Der BBV bedauert, dass der BJV sich einer ergebnisoffenen Diskussion der Projektergebnisse verschließt. Der BBV und die ARGE Jagdgenossenschaften und Eigenjagdbesitzer (ARGE) wollen die Jagd nicht revolutionieren, sondern gemeinsam mit den Jägern neue Wege erarbeiten, welche die Schwarzwildjagd noch effizienter machen. Ein „Weiter so“ könne und dürfe es auch wegen der  wachsenden Gefahr durch die Afrikanische Schweinepest, vielen Verkehrsunfällen und sich weiter ausbreitender Schwarzwildbestände nicht geben! Dafür hätten Landwirte, Jagdgenossenschaften und Bürger kein Verständnis.

Ein Schritt in die richtige Richtung wäre für den Bayerischen Bauernverband, wenn die BJV-Spitze zum Beispiel das Angebot aus der Projektregion Nittenau annehmen würde und sich persönlich ein Bild von der gemeinsamen Arbeit der Beteiligten vor Ort machen würde.

Der Bauernverband wird auch künftig alle gemeinsamen regionalen Initiativen von Jägern, Landwirten, Jagdgenossenschaften, BaySF-Mitarbeitern und Behörden bestmöglich unterstützen. Gleichzeitig wird sich der BBV für Erleichterungen für die Jäger bei den Kosten zur Trichinenschau oder Verkehrssicherungsmaßnahmen bei Bewegungsjagden einsetzen und Bejagungsschneisen in Maisfeldern werben.

Hintergrundinformationen:
Wie in ganz Mitteleuropa hat sich das Schwarzwild auch in Bayern stark vermehrt. Wurden 1980 gerade einmal 2.928 Wildschweine erlegt, waren es 2012/13 65.718 Stück. Die Wildschadensproblematik ist ein Dauerthema, das Landwirte, Jagdgenossenschaften, Jäger, Verbände und Behörden bewegt. Der Bayerische Bauernverband (BBV) und die Landesarbeitsgemeinschaft der Jagdgenossenschaften und Eigenjagdbesitzer (ARGE) haben größtes Interesse an praxisgerechten Lösungen. Aus diesem Grund hatte der BBV im Herbst 2009 den Anstoß für das Projekt „Brennpunkt Schwarzwild – Projekt zur Entwicklung regionaler innovativer Konzepte“ gegeben. Die Projektleitung lag bei der Bayerischen Landesanstalt für Wald und Forstwirtschaft (LWF) in Freising-Weihenstephan. Ziel war es, ergänzend zu den bisherigen Bejagungsstrategien neue Ansätze zu erproben. In der vierjährigen Projektlaufzeit bis November 2013 haben Landwirte, Jagdvorstände, Jäger, Waldbesitzer, Mitarbeiter der Bayerischen Staatsforsten und Behördenvertreter Zielsetzungen, Lösungswege und Maßnahmen zur Umsetzung erarbeitet. Im Mittelpunkt des Schwarzwildsymposiums am 26. Mai 2014 in Nürnberg standen nun die Erfahrungsberichte der Beteiligten aus den einzelnen Projektregionen. Über die Ergebnisse wurde am 09.07.2014 auch der Bayerische Landtag umfassend informiert.

Ausführliche Informationen zum Projekt „Brennpunkt Schwarzwild“ finden Sie unter www.BayerischerBauernVerband.de/Schwarzwild-im-Brennpunkt

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