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03.06.2013 Pressemitteilung

Bauern befürchten Ernteeinbußen

Starker Regen und Hochwasser lassen Schäden in der Landwirtschaft erwarten

München (bbv) – Von den heftigen Niederschlägen und dem Hochwasser sind auch Landwirte erheblich betroffen. „Wir sind in einer bedrohlichen Situation“, sagt Walter Heidl, Präsident des Bayerischen Bauernverbandes. „Die Ernte ist in vielen Regionen in Gefahr und bereits jetzt leiden viele Landwirte unter den extremen Witterungsbedingungen.“
Bilder vom Milchviehbetrieb Josef Gilch in Stephansposching: Präsident Heidl und Bezirkspräsident Stadler machen sich ein Bild von den Auswirkungen des Donau-Hochwassers.
© BBV
Hopfen- und Gemüsepflanzen bekommen nasse Füße und Wiesen wurden geflutet, Spargelbauern befürchten deutliche Einbußen und vielerorts stehen viele landwirtschaftliche Kulturen wie Mais, Zuckerrüben und Kartoffeln unter Wasser. Die Kartoffeln konnten zum Teil noch gar nicht gepflanzt werden oder drohen im Boden zu verfaulen. „Die Witterung der vergangenen Wochen hat zu einem Stillstand auf bayerischen Äckern geführt“, sagt Heidl. Auch Mais und Getreide sind betroffen. „Der Mai ist der Wachstumsmonat“, sagt Heidl. „Doch in diesem Jahr war er viel zu nass und zu kalt. Die starken Regenfälle bringen weitere Schäden und Krankheiten auf die Felder. Die Pflanzen brauchen jetzt dringend Sonne!“

Vor allem beim Grünland gibt es bereits Futterengpässe. Viele Milchbauern konnten ihre Wiesen noch nicht mähen, teilweise konnte mehr als die Hälfte der Grasernte nicht eingeholt werden. „Viele Flächen gleichen Sumpfgebieten“, sagt Heidl. „Der Boden ist wassergesättigt und wird auch die nächsten Tage kaum befahrbar sein.“ Das Gras kann damit oft nicht mehr als Futter genutzt werden. „Eine alternative Verwertung von verschmutztem Aufwuchs, zum Beispiel in Biogasanlagen, muss unbürokratisch und auch innerhalb des Kulturlandschaftsprogramms möglich sein“, fordert Heidl. „Auch für Flächen, die noch nicht bestellt werden konnten oder anderweitig genutzt werden müssen, dürfen keine förderrechtlichen Nachteile entstehen. Jetzt ist Flexibilität gefragt!“ Bayernweit wird mit nicht unerheblichen Schäden in der Landwirtschaft gerechnet, besonders betroffen sind Bauern in einigen südostbayerischen Landkreisen. Aber auch in anderen Regionen, wie zum Beispiel im Landkreis Dillingen, wurden großflächig landwirtschaftliche Felder und Wiesen für den Hochwasserschutz überschwemmt. In einigen Fällen mussten auch Ställe evakuiert werden. Eine Gesamtbilanz der Schäden ist noch nicht möglich, erst wenn sich die Wassermassen wieder zurückziehen, wird das ganze Ausmaß deutlich.

„In dieser Situation müssen die betroffenen Betriebe und Familien unterstützt werden“, sagt Heidl. BBV-Präsident Walter Heidl hat sich deshalb in einem Brief an den bayerischen Ministerpräsident Horst Seehofer gewandt und Soforthilfen sowie steuerliche Erleichterungen eingefordert. Zusätzlich helfen sich Landwirte auch selbst. Der Bayerische Bauernverband bietet zusammen mit den bayerischen Maschinenringen die Internet-Futterbörse an: www.BayerischerBauernVerband.de/Futterboerse. Hier können Bauern Grundfutter wie z. B. Heu, Silomais oder Futterrüben anbieten oder erhalten bei Engpässen Hilfe von Berufskollegen.

Einen Eindruck von der Hochwassersituation erhalten Sie in der Fotogalerie unten oder in unserer Mediathek.
 

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Hochwasser in Bayern Juni 2013 (04.06.2013)
  • Hochwasser in Oberfranken, Landkreis Forchheim, in der Nähe von Pinzberg: Der oberfränkische BBV-Präsident Hermann Greif weist auf die enormen Schäden für die Landwirtschaft hin.
© Barbara Herbst
  • BBV-Präsident Heidl und Bezirkspräsident Stadler machen sich ein Bild von den Auswirkungen des Donau-Hochwassers auf dem Milchviehbetrieb Josef Gilch in Stephansposching (v.l.).
© BBV
  • Hochwassersituation auf dem Milchviehbetrieb Josef Gilch in Stephansposching, Landkreis Deggendorf.
© BBV
  • Hochwasser in Stephansposching, Landkreis Deggendorf.
© BBV
  • Hochwasser in Stephansposching, Landkreis Deggendorf.
© BBV
  • Überflutete Felder des Acker- und Gemüsebau-Betriebes Josef Winetsdorfer in Arbing bei Osterhofen, Landkreis Deggendorf.
© BBV
  • Auf dem Acker- und Gemüsebau-Betrieb von Josef Winetsdorfer in Arbing bei Osterhofen, Landkreis Deggendorf, informieren sich Bezirkspräsident Gerhard Stadler und der bayerische Landwirtschaftsminister Helmut Brunner über die Schäden in der Landwirtschaft(v.l.).
© BBV
  • Hochwasser in Oberbayern: BBV-Bezirskpräsident Anton Kreitmair im Überschwemungsgebiet im Gespräch.
© BBV
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