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13.07.2016 Pressemitteilung

Bauern erwarten durchschnittliche Ernte

Landwirte haben Wetterkapriolen im Griff, niedrige Preise sorgen für Probleme auf Höfen

München (bbv) – Das feuchte Frühjahr war vielleicht eine Geduldprobe für uns Menschen, die Feldfrüchte haben den Regen der vergangenen Monate jedoch mehrheitlich gut nutzen können – eine ausreichende Wasserversorgung ist positiv für den Ackerbau. Der Bayerische Bauernverband rechnet deshalb heuer mit einer durchschnittlichen Getreideernte. Die geschätzte Menge reiht sich damit in das langjährige Mittel von 72 dt/Hektar oder 6,7 Mio. Tonnen (ohne Körnermais) ein.
Betriebsleiter Andreas Hatzl, Staatsminister Helmut Brunner, BBV-Präsident Walter Heidl und BBV-Getreidepräsident Hermann Greif im Bio-Dinkelfeld.
© BBV
„Mit den Unwägbarkeiten des Wetters kommen die Landwirte im Großen und Ganzen gut zurecht. Für echte Probleme auf den Bauernhöfen aber sorgen die niedrigen Preise“, sagt Bauernpräsident Walter Heidl bei der gemeinsamen Erntepressefahrt des Bayerischen Bauernverbandes und des Staatsministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten heute im Landkreis Fürstenfeldbruck. „Bei diesen Preisen können wir in vielen Bereichen nicht kostendeckend arbeiten – Ackerbauern erzielen mit den jetzigen Preisen keine Gewinne. Auf Dauer kann das kein Betrieb durchhalten – die Landwirtschaft in Bayern ist in Gefahr!“, warnt der Bauernpräsident.

"Die Preise sind viel zu niedrig" - das machten Bauernpräsident Heidl, Minister Brunner und Getreidepräsident Greif mit einem Vergleich deutlich: um sich zum Beispiel ein Paar Fußballschuhe leisten zu können, muss ein Landwirt derzeit 1.428,2 kg Weizen verkaufen.
© BBV
Das Dilemma verdeutlicht der Bauernverband an einem einfachen Vergleich: um die neuesten Fußballschuhe, die viele Profis bei der EM 2016 getragen haben, erwerben zu können, müsste ein Landwirt derzeit 1.428,2 kg Weizen am Markt verkaufen – das sind knapp 29 Säcke à 50 kg. „Ob dieses Verhältnis noch passt, muss jeder selbst beurteilen. Fest steht aber, dass diese niedrigen Preise für unsere Bauernfamilien eine große Gefahr für unsere bäuerlichen Familienbetriebe darstellen.“ Für einen Doppelzentner (dt) besten Weizen erhalten Landwirte derzeit nur 14 Euro.

Um die Ernte einfahren zu können, wünschen sich die bayerischen Bauern in den kommenden Wochen stabiles Wetter. Rund zwei Drittel der Wintergerste sind bereits abgeerntet, als nächstes stehen Sommergerste und Weizen an. „Wenn der Sommer keine allzu lange Pause einlegt, sind wir mit der Situation zufrieden“, sagt Hermann Greif, Getreidepräsident des Bayerischen Bauernverbandes. „Unwetter und Starkregen führten zwar mancherorts zu schweren Schäden an Gebäuden und Wegen. In der Natur, zum Beispiel im Wald und auf dem Acker, haben sich die Niederschläge aber positiv ausgewirkt, solange es nicht zu Abschwemmungen kam“, betont Greif. Die teilweise heftigen Unwetter führten allerdings dazu, dass manche Flächen „ins Lager gehen“ – also am Boden liegen – dort reift das Getreide schlechter ab. Die Folge: es kann auswachsen, die Pflanzen sind schwieriger zu ernten.

Alles in allem, fasst Greif zusammen, hätten sich die Pflanzen, aber auch die Landwirte, insgesamt gut auf die äußeren Rahmenbedingungen eingestellt. „Die Züchtungen werden immer besser und die Landwirte wählen passgenaue Sorten aus. Herrmann Greif: „Wir können vieles ausgleichen, brauchen aber bessere Preise, um langfristig auf diesem hohen Niveau arbeiten und hochwertige Lebensmittel erzeugen zu können.“ 
 
Die Unterlagen der Pressemappe sowie ein Bild stehen Ihnen unter Presse-Veranstaltung > Ernte-Pressefahrt zum kostenfreien Download zur Verfügung.

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Erntepressefahrt 2016 (13.07.2016)
  • Auf zur Erntepressefahrt 2016
  • Von links: Bauernpräsident Walter Heidl, Landwirtschaftsminister Helmut Brunner und BBV-Getreidepräsident Hermann Greif
  • Landwirt Hartl erklärt einem Fernsehteam den konventionellen Anbau von Kartoffeln
  • Ökolandwirt Andreas Hatzl gemeinsam mit Minister Brunner, Bauernpräsident Heidl und Getreidepräsident Greif auf seinem Bio-Dinkelfeld
  • Auch die Bedeutung des regionales Soja-Anbaus war Thema der diesjährigen Erntepressefahrt
  • Pressegespräch auf dem Betrieb der Familie Hatzl
  • Was landwirtschaftliche Erzeugnisse wert sind: 1.428 kg Weizen muss ein Landwirt für den Wert eines neuen Paares Fußballschuhe verkaufen. (von links: Walter Heidl, Helmut Brunner, Hermann Greif)
Zur Homeseite
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