Termine und Seminare
Freitag 24. November 2017
Unterallgäu | Mittelrieden
Hofübergabeseminar - Tagesseminar
Die Referenten referieren über: -die [weiter...]
Freitag 24. November 2017
Kulmbach | Kulmbach
Maschinenring Kulmbach: Bäuerinnenabend
 [weiter...]
Freitag 24. November 2017
Ostallgäu | Seeg
Ostallgäuer Bauerntag - Landwirtschaft im Brennpunkt - wohin geht der Weg?
Die Referentin kommt aus einem [weiter...]
 [Alle Termine...]
Zur Homeseite
02.10.2017 Pressemitteilung

„Weidetiere statt Wolfsreviere!“

Umweltministertreffen: Bauern aus Südtirol, Österreich und Bayern fordern Schutz vor Wolf

München (bbv) – Der Wolf ist zurück und weil der Wolf unter strengem Schutz steht und keine natürlichen Feinde hat, breitet er sich nahezu ungehindert aus. In Europa leben inzwischen schätzungsweise 15.000 bis 20.000 Tiere.
Unter dem Motto "Weidetiere statt Wolfsreviere" haben Bauern aus Bayern, Österreich und Südtirol heute in München demonstriert.
© BBV
Der Wolf ist zurück und weil der Wolf unter strengem Schutz steht und keine natürlichen Feinde hat, breitet er sich nahezu ungehindert aus. In Europa leben inzwischen schätzungsweise 15.000 bis 20.000 Tiere. „Die Bauern im Alpenraum stellt diese Entwicklung vor massive Probleme. Auf den Weiden und Almen werden immer mehr Kühe oder Schafe vom Wolf getötet, die für die Alpen so typische Weidehaltung ist gefährdet. Auf der Tagesordnung des Treffens der Umweltminister des Alpenraums, das heute in München stattfindet, sucht man die Probleme von Schäfern, Berg- und Almbauern trotzdem vergebens“, kritisiert Günther Felßner, Vizepräsident des Bayerischen Bauernverbandes. „Stattdessen soll im Rahmen der EU-Strategie für den Alpenraum (EUSALP) ein Netzwerk zwischen Schutzgebieten, Biotopen und schützenswerten Umweltbereichen auf den Weg gebracht werden, dass die Ausbreitung des Wolfes noch weiter beschleunigen würde. Doch was die Alpen lebens- und liebenswert macht, sind doch nicht Wolfsreviere, sondern unsere Weidetiere!“

Was bringt der Wolf? Die stellvertretende Landesbäuerin Christine Singer macht auf die Folgen für die Berglandwirtschaft und den Tourismus aufmerksam fordert: Weidetiere statt Wolfsreviere!
© BBV
 
 
Deshalb haben am Montag mehr als 250 Bauern aus Südtirol, Österreich und aus ganz Bayern vor dem Münchner Prinzregententheater demonstriert und gefordert, dass die Umweltminister sich endlich für den Schutz der Weide- und Freilandhaltung vor dem Wolf einsetzen. „In einigen Alpenregionen werden wegen der Bedrohung durch den Wolf bereits jetzt keine Weidetiere mehr aufgetrieben: Kommt der Wolf, gehen der Bauer und das Vieh“, sagte Felßner. Der BBV-Vize warnt vor einem Verlust der artenreichen Weideflächen und der bäuerlichen Tierhaltung.
Bayerns Umweltministerin Ulrike Scharf, derzeit EUSALP-Vorsitzende, nimmt das gemeinsame Positionspapier entgegen.
© BBV


Gemeinsam haben 26 Bauernverbände und Organisationen aus Südtirol, Österreich und Bayern nun ein Positionspapier mit dem Titel „Große Beutegreifer bedrohen Berglandwirtschaft!“ an Ulrike Scharf, bayerische Umweltministerin und im Moment Vorsitzende bei EUSALP, übergeben.

Gefordert werden darin:
  • Schutz und Erhalt der bäuerlichen Weide-, Freiland- und Offenstallhaltung
  • Erstellung einer umfassenden Folgenabschätzung zur Verbreitung des Wolfes
  • Berücksichtigung der Bedürfnisse der Bevölkerung und des Tourismus
  • Aufrechterhaltung der bisher üblichen Weidewirtschaft
  • Vollständige Übernahme von Kosten und Maßnahmen durch den Staat
  • Anerkennung länderübergreifender Population von großen Beutegreifern wie Wolf und Bär
  • Ermittlung und Entnahme von Hybriden
  • Lösung bestehender, rechtlicher Fragen und Konfliktfelder
  • Beweislastumkehr bei Rissen und anderen Problemen mit großen Beutegreifern
  • Sicherheit der Menschen im ländlichen Raum in den Vordergrund stellen

Das gemeinsame Positionspapier mit allen Details, Statements von Bauern aus Südtirol, Österreich und Bayern sowie Fotos von der Demo (Bild 1 oben auf dieser Seite ist druckfähig, Verwendung für die Medien erlaubt mit Hinweis BBV) in München finden Sie unter www.BayerischerBauernVerband.de/Weidetiere-statt-Wolfsreviere



 

Diesen Artikel empfehlen:
Seite drucken Nach oben
Zur Homeseite
BBV vor Ort
Unterfranken Oberfranken Mittelfranken Oberpfalz Schwaben Oberbayern Niederbayern